Freitag, 31. Juli 2015

Bistum Limburg / Bistum Würzburg / Erzbistum Bamberg: Pädophiler Priester: Die Kirche schaute weg

Eine echte Entschuldigung – Fehlanzeige. Das Versagen der eigenen Institution, in deren Gewand sich der von drei ordentlichen deutschen Gerichten wegen sexuellen Missbrauchs Jugendlicher in mehreren Fällen schuldig gesprochene Wolfdieter W. (75) über Jahrzehnte fast unbehelligt sündigen konnte, verschweigt sie. Dafür stellt sie klar, dass gegen die päpstliche Entscheidung keine Berufung möglich sei. Thema abgehakt?

den vollständigen Artikel auf "fnp.de" lesen





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Leserkommentar auf kath.net:

"Es ist richtig dass dies von Limburg nach Rom gemeldet wurde
Der besagte Täter wurde bereits 1985 übergriffig, in Coburg. Es war völlig inakzeptabel und gegen die schon damals vorhandenen Leitlinien, dass der damalige Limburger Generalvikar Raban Tilman diese Person noch während eines laufenden Ermittlungs und Gerichtsverfahrens einer kleinen Gemeinde im Westerwald untergejubelt hat mit Verschleierung der vorliegenden Tatbestände. Nach weiteren Vorfällen wurde der Täter in der Krankenhausseelsorge in Frankfurt eingesetzt, wo es abermals zu Übergriffen auf Kinder kam. Daraufhin wurde er mit angeblich guten Referenzen und ohne irgendetwas über die Vorfälle mitzuteilen dem Bistum Bamberg übergeben. Ein Skandal, Veranwortungslosigkeit pur was sich da Limburg geleistet hatte in Person von Generalvikar Raban Tilman und verantwortlichen Bischof Kamphaus. In Bamberg wurden dann weitere Kinder Opfer von Übergriffen dieses Täters. Ein verzweifelter Familienvater zeigte dies 1998 kirchenöffentlich an."

Quelle:kath.net

Donnerstag, 30. Juli 2015

Bistum Würzburg / Bistum Limburg / Erzbistum Bamberg: Priester wegen sexuellen Missbrauchs aus Klerikerstand entlassen

Papst Franziskus hat nach Informationen dieser Zeitung den Priester Wolfdieter W. aus der Diözese Würzburg wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger mit sofortiger Wirkung alle Rechte und Pflichten entzogen, die mit dem Klerikerstand verbunden sind. Damit ist der 75-Jährige, der zeitweise auch im Bistum Limburg und im Erzbistum Bamberg tätig war, aus dem Klerikerstand entlassen.

Die Entscheidung in Rom fiel aufgrund neu bekannt gewordener Vorfälle sexuellen Missbrauchs durch den Priester. Das Bistum Limburg hatte Anfang dieses Jahres eine Anzeige in Rom vorgelegt. Wolfdieter W. war Ende der 1980er/Anfang der 1990er Jahre im Bistum Limburg in einer Gemeinde im Westerwald als Pfarrer tätig, später war er für ein Jahr in der Krankenhausseelsorge in Frankfurt aktiv. Gegen den Ausschluss aus dem Klerikerstand kann der Betroffene keinen Einspruch erheben.

den vollständigen Artikel auf "fnp.de" lesen




Anmerkung ca: "Der Papst reagiert". - Offensichtlich 15 Jahre zu spät.

"Die Entscheidung in Rom fiel aufgrund neu bekannt gwordener Vorfälle sexuellen Missbrauchs durch den Priester."

Das beste Beispiel für das Versagen der Kirche - und für die klassische Vorgehensweise, besser gesagt: Taktik. - Ein bereits wegen sexuellen Missbrauchs verurteilter Täter wird versetzt. Vorzugsweise in die Seelsorge. Durch Versetzen in andere Bistümer wird die Vergangenheit verschleiert.  Als Auflage gilt, den Kontakt zu Kindern und Jugendlichen (!) zu unterbinden. Doch dies ist fast unmöglich: Besonders im Bereich der Seelsorge, wo es für den Täter ein leichtes ist, erneut Opfer zu finden.  Weitere Betroffene melden sich. Neue Vorwürfe werden laut. Und erst jetzt reagiert Rom.

Hätten also nicht weitere Opfer verhindert werden können, wenn die Kirche bereits 15 Jahre zuvor restriktiv gehandelt hätte?

Wurde nicht auch in diesem Fall verschleiert, vertuscht und gehofft, dass nichts mehr passiert?

Und was hat sich geändert im Jahr 2015? - Nichts.






Mittwoch, 15. Juli 2015

Bistum Mainz behauptet, veröffentlichte email sei gefälscht

Mittwoch, 15. Juli 2015, 11.44h

"Sehr veehrte Frau Adams, 

in Ihrem Blog stellen Sie Fragen ein, die Sie per Email erreicht haben. Sie stellen außerdem ein angebliches Mail vom 19. September 2014 ein, das Generalvikar Giebelmann geschrieben haben soll. Dazu stellen ich seitens des Bistums Mainz folgendes fest:

      Die Email ist gefälscht. Die Kanzlei von Herrn Dr.  R. wurde erst im Juni diesen Jahres mit der Angelegenheit befasst. Einen weiteren Fall, der mit der Kanzlei hätte besprochen werden müssen, gibt es nicht. Die Kanzlei wird Ihnen das auf Anfrage auch sicher bestätigen. Nur der      Vollständigkeit halber weise ich darauf hin, dass ich in meiner Eigenschaft als Justitiar des Bistums Mainz diese Email-Adresse (justiziar@bistum-mainz.de) nicht besitze. Da Herr Generalvikar Giebelmann nicht nur mein Dienstherr, sondern auch mein unmittelbarer Dienstvorgesetzter ist, ist seinem Vorzimmer meine Email-Adresse wohl vertraut.

Herr Generalvikar Giebelmann verwahrt sich gegen den völlig unsinnigen und sachfremden Ausspruch "Alles mit über 14-jährigen ist ok". Wir haben die Präventionsschulungen im Bistum Mainz gemeinsam durchgeführt. Herr Generalvikar Giebelmann hat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils zu Beginn der Veranstaltungen begrüßt und auf die Problematik des sexuellen     Missbrauchs in der Kirche aufmerksam gemacht. Ihm ist ebenso wie mir  aus  einer langjährigen und leidvollen Befassung mit der Materie völlig klar,dass sexueller Missbrauch in keinem Fall akzeptabel ist. Sexuelle Kontakte zu Personen unter 18 Jahren sind nach geltendem Kirchenrecht und - da es    sich regelmäßig um Schutzbefohlene handelt - auch nach weltlichem Strafrecht von vornherein ausgeschlossen. Entsprechend schulen wir. Bitte nehmen Sie hierzu auch unsere Leitlinien, unsere    Präventionsverordnung, unsere Selbstverpflichtungserklärungen und unser Schutzkonzept für    Kindertagesstätten zur Kenntnis, die alle auch so veröffentlicht sind.

Wir fordern Sie auf, diese Dinge umgehend zu löschen, da wir sonst unverzüglich rechtliche Schritte einleiten müssen. Für Rücksprachen stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung, auch telefonisch unter der  unten  angegebenen Nummer.

 Mit freundlichen Grüßen
      Prof. Dr. Michael Ling
      Ltd. Rechtsdirektor
      Justitiar des Bistums""
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11.52h 

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Michael Ling,

vielen Dank für Ihre email.

Sollte die email tatsächlich gefälscht sein, werde ich dies natürlich umgehend öffentlich klarstellen.

Darf ich den Inhalt zum besseren Verständnis für meine Leser veröffentlichen?

Mit freundlichen Grüßen,

Claudia Adams

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12.07h

Sehr verehrte Frau Adams,

bezüglich der Email gibt es einen Anspruch auf Entfernung, weil sie gefälscht ist. Die Kanzlei Dr. R. ist bereits informiert. Ggf. kann Ihnen die Kanzlei dies auch nochmals bestätigen. Sie können auch versuchen, mir unter dieser angeblichen Email-Adresse ein Email zu schicken. Es wird
nicht gelingen. Folgenden Text können Sie gerne veröffentlichen:

"Im Hinblick auf die angebliche Aussage des Generalvikars haben wir einen klaren Gegendarstellungsanspruch. Herr Generalvikar Giebelmann hat so etwas nicht gesagt. Es wäre auch sachlich völlig falsch. Das Kirchenrecht verbietet sexuellen Kontakt zu Minderjährigen unter 18 Jahren allen Klerikern ohne Einschränkung und ohne Ausnahme. Bei einem Schutzbefohlenen-Verhältnis gilt dies auch nach weltlichem Strafrecht, und zwar gegenüber allen Kindern und Jugendlichen, mit denen die betreffende Person arbeitet, beispielsweise als Lehrer / in, als Erzieher / in, als Gemeinderefrent / in usw. Darauf weisen wir nicht nur in den Schulungen hin, sondern darauf sind auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach unserer Präventionsordnung und den Leitlinien verpflichtet. Entsprechende Selbstverpflichtungserklärungen sind von allen zu unterzeichnen, die im
Bistum Mainz mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.  Die entsprechenden Texte sind auf der Bistumsseite veröffentlicht."

Zur Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit meines Büros bitte ich, davon abzusehen, meine Telefonnummer und meine Email-Adresse zu veröffentlichen.


Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Michael Ling
Ltd. Rechtsdirektor
Justitiar des Bistums

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12.14h

Sehr geehrter Herr Ling,

vielen Dank.

Ich habe soeben versucht eine email an die Adresse "justiziar@bistum-mainz.de" zu senden. Tatsächlich kam nach wenigen Minuten eine Fehlermeldung zurück.

Allerdings erhielt ich keine Fehlermeldung bei den anderen beiden email-Adressen, die in besagter PDF auftauchen.

Warum sollte ich also davon ausgehen, dass die email gefälscht ist?
An einer Aufklärung wäre mir sehr gelegen.

Mit freundlichen Grüßen,


Claudia Adams
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13.23h

Sehr geehrte Frau Adams,

sowohl die Kanzlei als auch das Bistum bestätigen, dass die mail gefälscht ist. Sie enthält ein offensichtlich falsches cc, obwohl die Adressenleiste bei uns durch ein Vorwahlverfahren ergänzt wird und das Vorzimmer desGeneralvikars die mail-Adresses der engsten Mitarbeiter kennt.  Welche
Beweise benötigen Sie denn noch?

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Michael Ling
Ltd. Rechtsdirektor
Justitiar des Bistums

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13.29h 

Sehr geehrter Herr Ling,

was die Glaubwürdigkeit der Kirche betrifft, so habe ich meine eigene Erfahrungen machen müssen.
Dass diese Erfahrungen nicht immer positiv besetzt waren,  führte - auch hoffentlich für Sie - verständlicherweise dazu, Äußerungen, die von Klerikern als auch von Bistumsangestellten und Mitarbeitern getätigt werden, nicht immer Glauben zu schenken.

Sie, Herr Dr. Ling, haben lediglich die Behauptung aufgestellt, dass die email gefälscht sei.

Der Hinweis, dass die als "cc" aufgeführte email-Adresse nicht korrekt ist, spricht nicht dafür, an der Richtigkeit der email zu zweifeln - vor allem nicht vor dem Hintergrund, dass die beiden anderen Adressen, die in der email zu lesen sind, korrekt sind.

Wenn Sie mir eidesstattlich versichern würden, keinerlei Kenntnis über diese email zu besitzen - fände ich dies angemessen.


Mit freundlichen Grüßen,

Claudia Adams 
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Anmerkung: Parallel zu der o.a. email-Korrepondenz fand eine Korrespondenz mit der in der besagten Email benannten Kanzlei statt. Diese äußerte sich zu der am 13.07.2015 auf diesem Blog veröffentlichten email: 



Bis zur etwaigen Klärung dieses Sachverhaltes wird der Post mit betreffender email daher nicht veröffentlicht. 

ca.

Hervorgehobene Textstellen in obiger Email-Korrespondenz durch "Fettdruck" stammen von mir.
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18.10h


Sehr geehrter Herr Dr. Ling,

leider habe ich noch keine Antwort von Ihnen erhalten, die meine Zweifel aus dem Weg geräumt haben.

Ich bin jedoch umso stutziger geworden, als mir soeben mitgeteilt wurde, dass es die Adresse "justiziar@bistum-mainz" einmal gegeben haben soll.

Es wäre einfach, wenigstens diese Behauptung Ihrerseits zu widerlegen.

Mit freundlichen Grüßen,

Claudia Adams
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Dienstag, 7. Juli 2015

Missbrauch: Hat die Kirche gelernt?

»Wir haben verstanden.« Dieses Signal sendeten die katholischen Bischöfe aus, als sie im Laufe des Jahres 2010 mit zahlreichen Missbrauchsfällen durch katholische Geistliche konfrontiert waren. Keine Toleranz mehr gegenüber Tätern, keine Vertuschung von Missbrauchsfällen und Hilfen für Überlebende sexueller Gewalt wurden versprochen. Aber wenn es um die Anerkenntnis von Schuld und Verantwortung in konkreten Fällen geht, tun sich die katholischen Hierarchen nach wie vor schwer – und das selbst in der Zentrale der Deutschen Bischofskonferenz.


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