Freitag, 30. Mai 2014

Bischof Ackermann räumt Machtlosigkeit ein



Vertuschung „um der Barmherzigkeit Christ willen“

Fehlender Aufklärungswille und zu viel Toleranz gegenüber Tätern: Bei einer der wenigen Veranstaltungen auf dem Katholikentag zu sexuellem Missbrauch musste sich Bischof Stephan Ackermann scharfer Kritik stellen. Er räumt seine eigene Machtlosigkeit ein.

Tatsächlich aber haben, das räumt Ackermann am Freitag auf Nachfragen aus dem Publikum ein, weder er noch die Bischofskonferenz als Ganzes eine Möglichkeit, einzugreifen, wenn ein Bischof – wie in Regensburg geschehen (das erwähnt Ackermann nicht) – sich einfach nicht an die Vorgaben der Deutschen Bischofskonferenz hält, sich der Aufklärung verweigert, Serienbriefe verschickt und den sexuellen Missbrauch verharmlost. „Uns fehlt ein übergeordnetes Monitoring.“ Wenn ein Bischof, das nicht tue, wozu er „gehalten“ sei, dann könne man sich aber immer noch an Rom und die Kongregation wenden, so Ackermann. Und als Katsch darauf erwidert, dass dort dann auch wieder nur „der Müller“ sitze, kommt zynisch-hämisches Gelächter aus dem Publikum.

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sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Das Misstrauen nach dem Missbrauch

Scharf attackierte Katsch den Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller. Er finde es schwer erträglich, dass an der Spitze des obersten Kirchengerichts in Sachen Missbrauch jemand sitze, der sich einst als Bischof mit der Verfolgung der Täter schwergetan habe. Ferner forderte Katsch eine Null-Toleranzlinie nach nordamerikanischem Vorbild: "Wer Kinder oder Jugendliche sexuell missbraucht hat, darf nicht mehr Priester dieser Kirche sein!", rief er unter großem Beifall.

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Missbrauchsopfer beklagen "Gesprächsblockade": Katholische Kirche soll auf Betroffene zugehen

Die Opfer sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche fordern verstärkte Anstrengungen für eine wirksame Aufarbeitung des Missbrauchsskandals. Die Bischöfe und Ordensoberen in Deutschland müssten die andauernde "Gesprächsblockade" beenden.

"Ängstliches Schweigen einerseits und Wut auf der anderen Seite bringen uns nicht weiter", schreiben die Betroffenen in ihrem Forderungspapier. Darin schlägt das Netzwerk unter anderem die Einrichtung von Gesprächskreisen in allen Diözesen vor, an denen von kirchlicher Seite "Repräsentanten des Bistums, am besten der Bischof selber" und der Missbrauchsbeauftragte teilnehmen sollten.

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Bischof Ackermann ist gegen "starre Nulltoleranz" - "Täter haben Anspruch auf gerechtes Urteil"

Gegen eine starre Nulltoleranzlinie bei der kirchlichen Bestrafung von Missbrauchstätern hat sich der Trierer Bischof Stephan Ackermann ausgesprochen. Auch der Missbrauchstäter bleibe Mensch und habe Anspruch auf ein gerechtes Urteil, betonte Ackermann, der Missbrauchsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz ist, am Freitag in Regensburg.

Katholikentag in Regensburg: Missbrauchsopfer kritisieren katholische Kirche

Missbrauchsopfer haben der katholischen Kirche mangelnde Gesprächsbereitschaft vorgeworfen. Nötig sei ein Dialog auch der Bischöfe mit den Missbrauchsopfern, sagte Matthias Katsch von der Opferinitiative „Eckiger Tisch“ am Freitag bei einem Podium auf dem Katholikentag in Regensburg.

Triers Bischof Stephan Ackermann verwies auf Fortschritte bei der Aufarbeitung des Skandals. „Wir sind weitergekommen seit 2010 - sowohl was Aufklärung als auch was Prävention betrifft“, sagte der Missbrauchsbeauftragte der katholischen Deutschen Bischofskonferenz.

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Katholikentag in Regensburg: Bischof Ackermann debattiert mit Matthias Katsch

Das Thema sexueller Missbrauch in der Kirche ist eines der heißen Eisen am Katholikentag in Regensburg. Der Trierer Bischof Ackermann debattierte mit einem Missbrauchsopfer.

Der Bischof gab zu bedenken, dass auf seinen Schultern „immer zwei Dinge lasten: Einerseits will ich den Opfern aufrichtig zuhören. Andererseits habe ich auch Verantwortung für diejenigen, bei denen wir uns die Frage stellen müssen, was tun wir mit ihnen, wenn sie einen sexuellen Missbrauch begangen haben“, so Ackermann.

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Donnerstag, 29. Mai 2014

Armutszeugnis für Katholikentag in Regensburg: "Dass man sich aber abgesehen von einer Veranstaltung dem Thema sexueller Missbrauch so gut wie gar nicht stellt, ist gerade in Regensburg ein Armutszeugnis."

„Der blanke Hohn!“

Dass man sich aber – abgesehen von einer Veranstaltung mit Bischof Stephan Ackermann (Freitag, 11 Uhr, Kolpinghaus) – dem Thema sexueller Missbrauch so gut wie gar nicht stellt, ist gerade in Regensburg ein Armutszeugnis. Auf den T-Shirts der vier Domspatzen, die am Mittwoch über den Domplatz ziehen, steht, in welchem Punkt dieses Bistum deutschlandweit an der Spitze steht: beim „Vergessen, Verschweigen, Verleugnen und Vertuschen“.

Quelle: "regensburg-digital.de" 

Katholikentag: Missbrauchte Domspatzen stören Feierstimmung

"Verprügelt und missbraucht“, steht auf der Schärpe von Udo Kaiser. „Der missbrauchte Domspatz“ hat sich Georg Auer auf die Sandwich-Tafeln geschrieben, die er sich umgehängt hat. Fotos aus seiner Zeit an der Domspatzen-Vorschule in Etterzhausen hat er dazu geklebt. Als Beweis sozusagen. In der Vergangenheit war von Stellen im Bistum Regensburg bestritten worden, dass Auer überhaupt an der Schule gewesen sei. Er gehört ebenso wie Kaiser zu den Empfängern eines Serienbriefs, mit dem das Bistum sie und andere Missbrauchsopfer wissen ließ, dass man ihre (eidesstattlich versicherten) Schilderungen von Prügel und Vergewaltigung „nicht nachvollziehen“ könne. „Eine Leistung in Anerkennung von erlittenem Leid erscheint vor diesem Hintergrund nicht gerechtfertigt“, heißt es in den wortgleichen Briefen, die Generalvikar Michael Fuchs seinerzeit, 2012, unterzeichnet hatte.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Ethikkodex in der katholischen Kirche: Bischof Ackermann spricht von "intensiver Aufarbeitung" / aus seiner "Kultur der Achtsamkeit" wird "bessere Achtsamkeit" / "Ethikkodex professioneller Seelsorger" bereits vor 5 Jahren in Österreich erschienen

Foto: "publik-forum.de"


Bischof begrüßt die Initiative

Bischof Dr. Stephan Ackermann erklärte, ein Anstoß zu dem Vorhaben sei aus der intensiven Aufarbeitung und Präventionsarbeit um die Fälle sexuellen Missbrauchs in der Kirche gekommen. Es sei spürbar geworden, dass dies ein „katalysierendes Thema“ auch für andere Bereiche sei, in denen es noch „Hausaufgaben“ zu erledigen gebe. Im Zusammenhang mit einem Ethikkodex gehe es darüber hinaus um eine bessere Achtsamkeit, um Fragen von Nähe und Distanz, um den Umgang mit Macht. „Da wo Menschen sich anderen anvertrauen, besteht die Gefahr, dass Vertrauen missbraucht wird“, sagte Ackermann. Daher genüge es nicht, Handlungsanweisungen zu geben oder Ordnungen zu erlassen. „Es geht um die Haltung und darum, Haltung zu verändern, wo es notwendig ist.“ 


sexueller Missbrauch durch Angehörige in der katholischen Kirche: Bistum Trier will Ethik-Kodex erarbeiten




Quelle: "sr-online.de"


Papst Benedikt hatte Hinweise auf Kinderschänder

Die katholische Kirche tut sich schwer mit dem Thema Sexualität. Das Schweigen hat sie kultiviert. Vor allem, wenn es um Verbrechen in den eigenen Reihen geht. Jahrzehnte lange wusste der Vatikan vom sexuellen Missbrauch an Kindern durch Geistliche. Getan hat sich lange nichts.

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Dienstag, 27. Mai 2014

"Kirche erkennt ihre Schuld noch nicht an"

Tagung am Exzellenzcluster zum Umgang mit Schuld nach dem Missbrauchsskandal
Pressemitteilung des Exzellenzclusters vom 26. Mai 2014


Nach dem Missbrauchsskandal muss die katholische Kirche der Theologin Dr. Julia Enxing vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ zufolge einen neuen Umgang mit der Schuld lernen. „Die 2010 bekannt gewordenen Missbrauchsfälle haben die Kirche tief erschüttert. Die Auseinandersetzung mit ihrer Schuld fällt ihr aber immer noch schwer. Es fehlen Worte und Gesten der Anerkennung der Schuld ebenso wie konstruktive theologische Ansätze“, sagt die Theologin. In vielen Missbrauchsfällen sei Vergebung gefordert worden, bevor Schuld eingestanden worden sei. „Hier wurde der zweite Schritt vor dem ersten getan.“

Die Kirche müsse ihre Schuld anerkennen und in ihr Selbstbild integrieren, fordert die Fundamentaltheologin. Anders gewinne sie verlorenes Vertrauen nicht zurück. Auch wenn Maßnahmen wie Telefon-Hotlines für Opfer und Runde Tische ergriffen und Entschädigungen bezahlt worden seien, bestünden weiter Tendenzen, eine kollektive Verantwortung der Kirche zu leugnen. Indem sie jedoch Schuld nur als Verfehlung Einzelner verstehe, relativiere sie deren Reichweite.

"Die Aufarbeitung ist erst am Anfang"

Reine Symbolik oder wichtige Geste? Papst Franziskus lädt Missbrauchsopfer in den Vatikan ein. Wie zäh allerdings die Reformbemühungen innerhalb der Kirche verlaufen, zeigt ein Blick auf die vergangenen Monate.

Als am 13. März 2013 aus Jorge Bergoglio Papst Franziskus wurde, waren die Erwartungen der Gläubigen an diesen schüchtern lächelnden Mann enorm. Besonders groß waren die Hoffnungen derjenigen, die in den vergangenen Jahrzehnten in kirchlichen Institutionen zu Opfern geworden waren...

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(ARD, Doku)

Wenn Päpste die Flughöhe nicht vertragen - oder: Wenn Worten keine Taten folgen



Papst Franziskus gibt an Bord seines Flugzeuges auf der Rückreise
 aus dem Nahen Osten eine Pressekonferenz (Mai 2014) (Video: welt.de")

Papst Franziskus: "Pädophile Übergriffe seien ein großes Problem, bei dem es für die Kirche nur eine Null-Toleranz gebe, bekräftigte er. "Sexueller Missbrauch ist ein schreckliche Straftat, weil ein Geistlicher, der so etwas tut, Verrat begeht am Leib des Herrn. Das ist wie eine satanische Messe", sagte Franziskus.

Gegen drei Bischöfe werde derzeit wegen pädophiler Übergriffe ermittelt, einer sei bereits verurteilt worden. Es gebe für die Beschuldigten "keine Privilegien". Der Papst kündigte außerdem für die kommende Woche eine Messe an, die er im Vatikan gemeinsam mit acht Missbrauchsopfern feiern wolle. Zwei davon sind Deutsche, andere Betroffene kommen aus England und Irland. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst wolle er sich mit ihnen in privaten Gesprächen über ihre Erfahrungen unterhalten, sagte Franziskus.



zur Erinnerung:



"A pedophile can not be priest" 
 Papst Benedikt XVI.




Montag, 26. Mai 2014

Es geht um den sexuellen Missbrauch von Kindern, in deren Untersuchung Benedikt eine entscheidende Rolle spielte. Und um das doppelzüngige Verhältnis vieler Priester und Bischöfe zur Homosexualität. Während sie ihre Neigungen ausleben, müssen alle anderen Katholiken leiden.

„Man sieht die Priester abends in Schwulen-Bars und am nächsten Sonntag am Altar“...

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sexueller Missbrauch durch Geistliche in der katholischen Kirche

Zwei Tage lang hörten sie den Genfer Nuntius an, dazu Unterstützer und Kritiker des Vatikans. Jetzt haben sie ihre Bilanz vorgelegt, und die fällt nicht gut aus. Im Mittelpunkt steht erneut der Missbrauchsskandal durch Geistliche: beim Umgang damit bescheinigen die Menschenrechtler um Großman dem Vatikan erhebliche Mängel.

"Worum es uns geht, ist die Verantwortung des Staates, also des Vatikans, anstelle des einzelnen Täters. Und diese Verantwortung beginnt dann, wenn es keine effektive Verhütung von Missbrauch gibt oder wenn Missbrauchsfälle nicht verfolgt oder bestraft werden."

"Uns wurde vom Heiligen Stuhl mitgeteilt, dass zwischen 2004 und 2013 etwa 3500 Missbrauchsfälle verfolgt wurden. Gut ein Viertel der Täter wurde des Amtes enthoben, der Rest auf andere Weise bestraft. Aber wie viele Opfer es gegeben hat, das wissen wir bis heute nicht."

sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: "Die Tiefe der üblen Heuchelei"

Zehn Jahre Haft für australischen Ex-Priester wegen Kindesmissbrauchs

Sydney - Jahrelang hat ein katholischer Priester in Australien Buben im Krankenzimmer einer Schule missbraucht - am Montag wurde er zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt. Der 70-Jährige war wegen Unzucht und Vergewaltigung angeklagt. 

Der Richter Frank Gucciardo geriet während der Urteilsverkündung außer Fassung und musste die Verhandlung kurz unterbrechen, wie Medien in Melbourne berichteten. Der Angeklagte war bereits 2005 des Priesteramtes enthoben und wegen anderer Missbrauchsfälle verurteilt worden. Die Verbrechen an der Schule kamen erst später ans Licht. "Ihr Verhalten zeigt die Tiefe ihrer üblen Heuchelei", sagte der Richter. (APA, 26.5.2014)

Story im Ersten: "Die Vatikanverschwörung - Sex, Intrigen und geheime Konten"

Die Dokumentation "Die Vatikanverschwörung" offenbart die Skandale und die Bedrohungen, die Benedikts Pontifikat erschütterten.

Sexueller Missbrauch, Vertuschung und unzureichende Entschädigung der Opfer, Geldwäsche und Korruption in der Vatikanbank und schließlich der Verrat durch engste Vertraute: "Vatileaks" brachte Dokumente an die Öffentlichkeit, die Vetternwirtschaft, Machtkämpfe und angebliche Erpressungsversuche am Heiligen Stuhl beschreiben.

Interviews mit Angestellten und hochrangigen Priestern im Vatikan, mit Missbrauchsopfern, Whistleblowern und Journalisten und nicht zuletzt Aufnahmen mit verdeckter Kamera enthüllen, wie heuchlerisch die katholische Kirche bislang mit den seit vielen Jahren bekannten Sexskandalen in der Kurie umgeht.

ARD, 22.45h

Samstag, 24. Mai 2014

Schweiz: Missbrauchsvorwürfe gegen Kollegi-Priester

Schwyz. - Der Basler Autor Claude Cueni war in den 1970er-Jahren für kurze Zeit im Internat im Schwyzer Kollegi. Über 40 Jahre später erhebt er in seinem autobiografischen Roman «Script Avenue» schwere Missbrauchsvorwürfe.

Er schreibt von pädophilen Geistlichen, Erniedrigung, sexuellen Übergriffen und inquisitorischer Strenge. So seien die Schüler beispielsweise beim kollektiven Waschen betatscht oder auf dem Zimmer des Präfekten gestreichelt worden. (cc)

Mehr im «Boten» vom Samstag

Quelle: "www.bote.ch"

sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: UNO fordert mehr Aufklärung vom Vatikan

Die Vereinten Nationen fordern vom Vatikan, dass Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche den Behörden gemeldet werden.

Das Antifolterkomitee der UNO kritisiert, dass die Katholische Kirche die Fälle nur intern verfolgt. Die UNO verlangt, dass der Vatikan für Missbrauch weltweit haftbar gemacht werden kann - also auch dort, wo der Missbrauch passiert ist.

Die Katholische Kirche regelt Missbrauchsfälle in der Regel selbst, wenn das Opfer nicht zur Polizei geht. Die Täter werden bestraft, allerdings nach den Regeln der Kirche und nicht nach den Gesetzen des jeweiligen Landes. Der Vatikan hat Zahlen vorgelegt, wonach es zwischen 2004 und 2013 fast 3.500 Missbrauchsfälle in der Kirche gab.

Quelle: "dradiowissen.de"

UN: Vatikan muss weltweit für pädophile Priester haften

Genf. Der Vatikan ist nach Auffassung der Vereinten Nationen für Missbrauchsfälle durch katholische Kleriker weltweit haftbar. Die Verantwortung eines Staates für das Tun oder Unterlassen von Amtsträgern erstrecke sich auch auf Bedienstete im Ausland, urteilte das UN-Antifolterkomitee der Vereinten Nationen am Freitag in Genf.

Freitag, 23. Mai 2014

Stefan Oster vor Bischofsweihe in Passau: "Beim Skandal um den sexuellen Missbrauch in der Kirche bin ich den Medien dankbar. Die Kirche hätte die Kraft zur Selbstreinigung ohne den Druck der Medien wohl nicht aufgebracht."

Der designierte Bischof von Passau, Stefan Oster, ist überzeugt, dass sich die katholische Kirche im Übergang befindet. "Die Wandlungen in Kirche und Gesellschaft sind so gravierend, dass Kirche sich verändern wird und neuer Aufbrüche bedarf", sagt Oster im Interview am Freitag in Passau. Zudem habe die Kirche ein Glaubwürdigkeitsproblem.

"Der Umgang der Kirche mit Skandalen wird oft kritisiert. Sollte sich aus Ihrer Sicht als ehemaliger Journalist die Kirche öffentlicher darstellen?"

Stefan Oster: Da haben wir Nachholbedarf. Das Verhältnis mit den Medien darf besser werden, transparenter. Aber warum explodieren beispielsweise die Vorgänge um den Bischofssitz in Limburg medial so sehr? Sicherlich ist der moralische Anspruch sehr groß. Doch die Verhältnismäßigkeit war hier, aus meiner Sicht, nicht mehr gegeben. Beim Skandal um den sexuellen Missbrauch in der Kirche bin ich den Medien dankbar. Die Kirche hätte die Kraft zur Selbstreinigung ohne den Druck der Medien wohl nicht aufgebracht."

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Kindesmissbrauch: UN-Bericht kritisiert Vatikan scharf oder: wie der Vatikan versucht, mit falschen Zahlenangaben zu beschwichtigen

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate haben die Vereinten Nationen den Vatikan für seinen Umgang mit Kindesmissbrauch durch Priester scharf kritisiert. Der UN-Ausschuss zur Bekämpfung von Folter findet in seinem aktuellen Bericht, der am Freitag in Genf vorgestellt wurde, deutliche Worte: Die katholische Kirche habe nicht sichergestellt, dass Missbrauchsfälle lückenlos der Polizei gemeldet würden; sie habe Geistliche versetzt, um ihnen Strafverfolgung zu ersparen, und sie habe es verabsäumt, Missbrauchsopfer angemessen zu entschädigen.

Für den aktuellen UN-Bericht legten Vatikan-Abgesandte auch Zahlen offen. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre wurden demnach 848  Geistliche wegen sexueller Übergriffe ihres Amtes enthoben. 2572 weitere wurden – wegen fortgeschrittenen Alters oder gesundheitlicher Probleme – geringer bestraft. Insgesamt verfolgte der Vatikan zwischen 2004 und 2013 fast 3500  Fälle (!) von Missbrauchsvorwürfen.

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Die Anzahl der Priester, die bestraft wurden (und somit eh nur die Spitze des Eisbergs darstellen) kann grundsätzlich und niemals der Zahl der "Fälle von Missbrauchsvorwürfen"  entprechen!

Verstorbene Priester, Priester, die Übergriffe abstreiten, Taten, die bereits verjährt sind, sowie z.B.  die Anzahl der Betroffenen eines einzelnen Priesters, sowie die Anzahl der Übergriffe, die die "Fälle" um das tausendfache steigern würden,  bleiben hierbei völlig unberücksichtigt! (Anmerk. ca)



Papst exkommuniziert Chefin von "Wir sind Kirche" - Und es wird die Frage aufgeworfen: Wie viele katholische Priester wurden bisher von der katholischen Kirche wegen sexuellen Missbrauchs exkommuniziert?

Die internationale Bewegung wurde 1996 in Österreich gegründet nach dem Skandal um sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche, in die Wiens Erzbischof Kardinal Hans Groer involviert war ...

Jetzt wurde die österreichische Vorsitzende der katholischen Reformbewegung "Wir sind Kirche" vom Papst mit der kirchlichen Höchststrafe belegt und exkommuniziert.

Heizer selbst teilte in einer Stellungnahme auf der Website ihres Vereins mit, sie sei "geschockt" von der Entscheidung. "Es entsetzt uns ungemein, dass wir uns in der gleichen Kategorie wie priesterliche Missbrauchstäter wieder finden. Besonders erbittert es uns, dass wir von keinem einzigen Missbrauchstäter wissen, der exkommuniziert worden wäre. Es wird also mit unterschiedlichem Maß gemessen."

Mittwoch, 21. Mai 2014

veränderte Leidlinien - zugunsten potenzieller Täter

Präventionsmaßnahmen ergänzt

Seit der Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischöfe im Februar 2010 wurden von der DBK mehrere Dokumente zum Umgang mit sexuellem Missbrauch  im kirchlichen Bereich veröffentlicht. Viele dieser Texte seien nun überprüft und gegebenenfalls überarbeitet worden, schreibt Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, im Vorwort.

Die Broschüre wird außerdem um die Vereinbarungen ergänzt, die der Trierer Bischof Stephan Ackermann , Beauftragter für Fragen sexuellen Missbrauchs, mit dem Beauftragten der Bundesregierung getroffen hat.

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Beispiel, warum "Leitlinien" zu "Leidlinien" werden:



Quelle: http://www.dbk-shop.de/media/files_public/cjjqxpgqx/DBK_5246.pdf




"Der Erwerb, Besitz ... pornografischer Medien, Datenträger und Gegenstände.... während kirchlicher Veranstaltungen zu unterbinden." - Der Spielraum für Täter bleibt enorm: Demnach würde der Täter in Zeiten, in denen keine öffentlich deklarierte "kirchliche Veranstaltung" stattfindet, nicht gegen die Leitlinien verstoßen. In dem Absatz heißt es weiter: ""Weitergabe .... durch Bezugspersonen ist verboten". Wenn der Täter nicht als "Bezugsperson" auftritt - wird er auch hier wieder ein Schlupfloch in den Leitlinien finden.

Liest man sich "Aufklärung und Vorbeugung – Dokumente zum Umgang mit sexuellem Missbrauch
im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz, 2., völlig überarb. und aktualisierte Aufl. 2014" aufmerksam durch, stellt man fest, dass der gesamte Text eine einzige "Grauzone" offeriert und welch enorm großen Spielraum Täter in der Kirche weiterhin haben.




Montag, 19. Mai 2014

Vatikan richtet Berufungsinstanz für Missbrauchsvorwürfe ein - Priester können sich an neue Stelle in Rom richten

Priester, die von der Kirche des sexuellen Missbrauchs beschuldigt werden, können sich bald an eine Berufungsinstanz im Vatikan wenden. Es werde eine entsprechende Stelle eingerichtet, teilte der Kirchenstaat am Montag mit. In einer kurzen Erklärung des Vatikan hieß es, die neue Instanz werde sich um Einsprüche von Geistlichen im Falle "schwerer Verbrechen" kümmern. Der argentinische Erzbischof José Luis Mollaghan werde dem Gremium angehören.

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Donnerstag, 15. Mai 2014

Missbrauchsopfer klagt Jesuiten und Lehrer: "Dieser Mann hat beruflich nach wie vor mit Kindern zu tun"

Das Kollegium Kalksburg unter Beschuss. Ein ehemaliger Schüler erhebt schwerwiegende Vorwürfe gegen das ehemalige Elite-Internat des Papst-Ordens.

Wo viel Licht und Glanz, da auch viel Schatten. Einige Absolventen des ehemaligen Jesuiten-Internats empfinden das  Attribut „unbefleckt“ wohl  eher als Hohn, denn als Ehre. Einer von ihnen hat nun eine Zivilklage eingereicht – gegen einen ehemaligen Erzieher des Internats, der ihn über Jahre hinweg sexuell missbraucht haben soll, und gegen den Jesuiten-Orden, der den Mann beschäftigt hatte.

Der ehemalige Schüler, hat auf eigene Faust recherchiert und herausgefunden, dass S. nicht nur Lokalpolitiker in Niederösterreich ist, sondern mittlerweile als Lehrer in einem Gymnasium in Wien tätig ist. Da habe er sich zum Handeln und zur Zivilklage entschlossen.


Dienstag, 13. Mai 2014

"Im Namen des ... "

Drama um einen Priester in der polnischen Provinz, der sich zu jungen Männern hingezogen fühlt und zwischen Berufung und Sexualität hin- und her gerissen ist.

Der neu ins Dorf gekommene Priester Adam kümmert sich intensiv um straffällig gewordene Jugendliche und gewinnt ihren Respekt, bald schätzen auch die Landbewohner seinen Einsatz. Gegenüber den Verführungskünsten der Frau seines Mitarbeiters bleibt er standhaft, er verliebt sich in einen seiner Schützlinge, traut sich aber nicht, seine Gefühle auszuleben und flüchtet sich in Alkohol. Bald erreichen Gerüchte über seine Homosexualität den Bischof.

Kinostart: 15.05.2014


Quelle und Trailer: "kino.de"


Montag, 12. Mai 2014

Odenwaldschule droht Aus

Die Odenwaldschule kommt aus den Skandalen nicht heraus. Wieder einmal gibt es Missbrauchsvorwürfe, wieder einmal reagiert das Internat nur zögerlich. Nun prüft Hessens Sozialministerium weitere Schritte.

Nach mehreren neuen Missbrauchsvorwürfen droht der Odenwaldschule die Schließung. Hessens Sozialministerium in Wiesbaden kündigte an, die Betriebsgenehmigung für das private Reform-Internat bei Heppenheim unter die Lupe zu nehmen.

"Wir prüfen weitere Schritte, da die Schule bisher nicht vertrauenswürdig und transparent agiert hat" - und dies trotz schwerer Missbrauchsfälle in der Vergangenheit, hieß es in einer Mitteilung. Die Vorkommnisse machten es erforderlich zu prüfen, ob das Internat "die gesetzlichen Bedingungen für den Bestand der Betriebserlaubnis erfüllt".

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Samstag, 10. Mai 2014

Doku: "Missbraucht im Namen Gottes"

Als Christina sechs Jahre alt war, missbrauchten sie Missionare über viele Jahre aufs Schlimmste. Christina Krüsi glaubte sie helfe ihremVater die Bibel zu übersetzen, wenn sie sich nicht wehre. Die Täter waren gut organisiert und sehr pervers. Die Mission der Täter war eigentlich, im Urwald die Bibel für die Indianer zu übersetzen. Dass ihr Kind sexuell missbraucht wurde, glauben die Eltern von Christina inzwischen und auch die Täter sind ihnen bekannt. Diese wurden nie vor Gericht gestellt und inzwischen sind die Taten verjährt und die meisten der Vergewaltiger gestorben. 

Erst mit über dreissig konnte Christina endlich über die schlimmen Taten reden. Ein wichtiges Mosaiksteinchen in ihrem Heilungsprozess ist eine Reise nach Bolivien. Dort ist der Ort der schrecklichen Erlebnisse und Taten. Diese Doku zeigt eine starke Frau, die nicht zerbrochen ist, obwohl ihr im Namen Gottes schlimmes angetan wurde. 

Die Fakten zeigen: Johannes Paul II. hätte in der Missbrauchskrise einschreiten können - doch er tat es nicht

Seine wahrscheinlich himmelschreienste Unterlassung war es, die Apelle Tausender von Opfer, die direkt an ihn schrieben, zu ignorieren. Einzelne Opfer und Vereinigungen, in denen sich Opfer zusammengeschlossen hatten, überhäuften den Vatikan mit Briefen, wollten mit dem Papst sprechen oder zumindest vom ihm ein Zeichen erhalten, dass er von ihrer Existenz Kenntnis nahm, sie würdigte, besonders während der Weltjugendtage. Ihre Anfragen wurden nicht nur ignoriert, keiner erhielt jemals eine Bestätigung, dass ihre Schreiben beim Vatikan eingangen waren.

Der Skandal sexuellen Missbrauch ist gegenwärtig der schlimmste Albtraum der Kirche und das geht nun schon seit 30 Jahren so. Das Ausmaß dieser ganzen Sache ist so enorm, dass man gar keine Worten finden kann, es zu beschreiben. Die Bandbreite dieses Skandals, die große Anzahl von Priestern, Bischöfen und sogar Kardinälen, die Kinder sexuell missbraucht haben, eines der niederträchtigsten Verbrechen vorstellbar, übersteigen unsere Fähigkeiten uns so etwas ungeheuerlich Böses vorzustellen. Doch ist es passiert, und es wurde möglich gemacht von denjenigen, die sich verpflichtet haben, nach dem Evangelium zu leben und andere auf diesem Weg zu leiten.

Quelle der Übersetzung

Original-Artikel auf "ncronline.org" lesen ("National Catholic Reporter)

Odenwaldschule: Schlimmer Verdacht gegen Kinderarzt

Neue Missbrauchsvorwürfe an der Odenwaldschule: Einige Schüler sollen einem Landrat erzählt haben, dass sie sich bei ärztlichen Untersuchungen ausziehen mussten, ohne dass es ihrer Meinung nach einen Grund dafür gab. Und das war nicht alles.

An der Odenwaldschule gibt es neue Missbrauchsvorwürfe. Dabei gehe es um Untersuchungen durch einen Kinderarzt, berichten der "Bergsträßer Anzeiger" und der "Mannheimer Morgen" unter Berufung auf den Landrat des hessischen Kreises Bergstraße, Matthias Wilkes (CDU).

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Freitag, 9. Mai 2014

Bistum Würzburg: Gütliche Einigung - Kirche wird nicht länger behaupten, Rasche sei kein Missbrauchsopfer

Bernhard Rasche, Opfer von Missbrauch in den 70er Jahren im Internat Lebenhan (Lkr. Rhön-Grabfeld) hat sich mit der Diözese Würzburg vor dem Amtsgericht Würzburg gütlich darauf geeinigt, dass die Diözese seinen Status als Missbrauchsopfer nicht länger anzweifelt und die Behauptung, er sei kein Opfer, nicht mehr wiederholt. Die Diözese, die sich monatelang geweigert hatte, sich bei Rasche zu entschuldigen, ruderte nun vor dem Amtsgericht zurück.

Für den Amtsrichter ist die Haltung der Diözese nicht nachvollziehbar. Den Einwand des Anwaltes, die Anerkennung als Opfer sei nur durch den Orden und nicht durch die Diözese Würzburg erfolgt, lässt er nicht gelten: „Der Orden ist doch kein Karnevalsverein, sondern eine ernst zu nehmende Institution!“ Da könne man doch wohl davon ausgehen, dass eine solche Feststellung auch in der gesamten Kirche Gültigkeit habe.

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Bistum Würzburg: Diözese nimmt Missbrauchs-Aussage zurück

Das Amtsgericht Würzburg hat dem Streit zwischen dem Neumarkter Bernhard Rasche und der Diözese ein Ende gesetzt. 

Bernhard Rasche war eines der ersten Missbrauchsopfer im Bistum Würzburg, die ihren Fall im Jahr 2008 öffentlich machten. Der Theologe, der seit sechs Jahren in Neumarkt lebt, machte damals mehrmals Angaben zu den Vorgängen in einem Internat im Landkreis Rhön-Grabfeld.

Der beschuldigte Pater gestand wenig später, 16 Schüler missbraucht zu haben. Doch im Laufe dieses Aufklärungsprozesses bezeichneten die Vertreter der Diözese Bernhard Rasche immer nur als Zeuge – nie als Opfer. Dagegen klagte Rasche jetzt vor dem Würzburger Amtsgericht.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Kirchliche Transparenz im Bistum Trier: Bistum Trier vs. Realität



Das Bistum Trier spielt in seinem neuen Geschäftsbericht mit gezinkten Karten. 

Die katholische Kirche in Deutschland befindet sich derzeit in einer einmaligen Implosionsphase: Jahrzehntelang gingen den Kirchen langsam, aber stetig die Mitglieder von der Fahne. Jahrzehntelang ließ sich das ignorieren. Jetzt ist die Zeit gekommen, wo die innere Aushöhlung auch äußerlich sichtbar wird. Als Daumenregel gilt, dass jede dritte Kirche geschlossen werden muss. Gemeinden werden zusammengelegt, Infrastruktur und Leistungen werden infrage gestellt. 

Das sollte selbst wohlwollenden Lesern deutlich machen, dass Bischof Ackermann und Generalvikar Bätzing den Geschäftsbericht nicht als Instrument für Transparenz, Offenheit und sachgerechte Information betrachten, sondern als Vehikel dafür, ihren Sparkurs durchzusetzen und das vorhandene Vermögen (im drei- oder vierstelligen Millionenbereich) bloß nicht anzutasten.


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Kann man einen Papst verklagen?

Eingangs des Buches wird das Ausmaß der Missbrauchsfälle dargestellt, sowie die Rolle des kanonischen Rechts der katholischen Kirche mit seinem Beichtgeheimnis und des „päpstlichen Geheimnisses“ bei der Behinderung der Strafverfolgung von sexuellem Missbrauch durch Priester.

Robertson spricht hier von einem „Parallelrecht“ und „parallelen Geheimjustizsystem“ (S. 61). Ein kurzer historischer Rückblick auf die Verleihung der Staatseigenschaft für die katholische Kirche durch den Lateranvertrag zwischen Benito Mussolini und dem Vatikan leitet über zu den zahlreichen juristischen Hürden, die einer Anklage des ehemaligen Papstes Benedikt XVI. und vormaligen Leiters der Glaubenskongregation, dem weltweit alle Missbrauchsfälle zu melden waren, entgegen stehen.

Vatikan verstieß 848 Priester wegen sexueller Übergriffe - Der Großteil der Täter kam mit milden Strafen davon, räumt der Vatikan ein

Die Kirchenleitung hat zum ersten Mal belastbare Zahlen zur Bestrafung von auffällig gewordenen Geistlichen veröffentlicht. Der Großteil der Täter kam mit milden Strafen davon, räumt der Vatikan ein.

Der Vatikan hat erstmalig eine Statistik zur internen Bestrafung von sexuellem Missbrauch vorgelegt. Demnach wurden seit dem Jahr 2004 insgesamt 848 Priester verstoßen, die der Vergewaltigung und Belästigung von Kindern beschuldigt wurden. Gegen weitere 2572 Priester seien geringere Strafen ausgesprochen worden.

Er räumte ein, dass eine relativ hohe Zahl der Fälle mit Strafen wie dem Auferlegen von Buße und Gebet abgeschlossen wurden. Diese Sanktionen werden meist gegen ältere oder gebrechliche Beschuldigte ausgesprochen. Es sei aber sichergestellt, dass der Täter "an einem Ort ist, wo er keinen Kontakt mit Kindern hat."

Dienstag, 6. Mai 2014

Kloster Fischingen: Missbrauchsvorwürfe bestätigt

Das Kloster Fischingen liess Vorwürfe an das ehemalige Kinderheim im Kloster in Bezug auf sexuelle Übergriffe, Schläge, Strafen untersuchen. Der Bericht bestätigt die Vorwürfe nun im Wesentlichen.

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Kloster Fischingen: "Ort des Sadismus": Der am Montag vorgestellte Bericht zeigt, dass Gewalt und Missbrauch in St. Iddazell keine Einzelfälle, sondern Alltag waren und über den ganzen Zeitraum vorkamen

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Der Bericht: "Akten sind aber auch lückenhaft. So sind beispielsweise Übergriffe oder Missbräuche, die 
strafbar gewesen wären, in Akten nur selten fassbar."

Vatikan legt Zahlen für 2004 bis 2013 vor: 3.420 Priester in zehn Jahren des Missbrauchs beschuldigt

Genf. Zwischen 2004 und 2013 sind beim Vatikan 3.420 "glaubwürdige Beschuldigungen" von Priestern wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen eingegangen. In dieser Zeit seien 848 Priester in den Laienstand zurückversetzt worden, sagte Erzbischof Silvano Tomasi, Botschafter des Vatikans bei den Vereinten Nationen in Genf, am Dienstag (06.05.2014). Weitere 2.572 Priester seien mit anderen Strafen belegt worden.

"Sollte das Komitee den systematischen Missbrauch von Zehntausenden Kindern durch Priester als Folter einstufen, könnte nach Ansicht von Experten eine Prozesslawine auf die katholische Kirche zurollen."

Der Vatikan muss sich zum zweiten Mal binnen weniger Monate vor einem Ausschuss der Vereinten Nationen für seine Reaktion auf den sexuellen Missbrauch von Kindern durch Geistliche rechtfertigen. Die Menschenrechtsanwältin Katherine Gallagher sagte am Montag in Genf, das Anti-Folter-Komitee der UN habe klar gemacht, dass sexuelle Gewalt und Vergewaltigung unter die Definition von Folter fallen. Der Heilige Stuhl aber habe sich 2002 verpflichtet, gegen Folter vorzugehen.

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Montag, 5. Mai 2014

Emmerich, Bistum Münster: Immer mehr Protest durch Kirchenaustritte

Emmerich.  Die Zahl der Gläubigen, die der Kirche den Rücken kehren, ist sprunghaft angestiegen. Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Vermutlich spielt die Diskussion in Emmerich eine große Rolle. 

Die Zahl der Austritte hat zuletzt enorm zugenommen. 2012 waren es noch 58 Katholiken, im Jahr darauf bereits 120. Damals gab es die Diskussion um den Limburger Bischof Tebartz van Elst. Jetzt ist diese Zahl noch einmal sprunghaft angestiegen. 95 Katholiken haben bis zum 30. April ihren Auftritt erklärt. In vier Monaten waren es damit fast so viele wie im ganzen letzten Jahr.

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Freitag, 2. Mai 2014

Bistum Würzburg: Missbrauchsopfer verklagt Diözese

Ein Pfarrer verging sich in den 70er Jahren im unterfränkischen Bad Neustadt an einem Neumarkter. Nun zwingt er die Kirche zur Stellungnahme.

Seit fünf Jahren kämpft der studierte Theologoge Bernhard Rasche aus Neumarkt für die Rechte von Missbrauchsopfern der katholischen Kirche. Er selbst weiß, wovon er spricht, denn auch Rasche wurde als Schüler im Missionshaus St. Kilian im unterfränkischen Bad Neustadt missbraucht. 

Für den Neumarkter muss sich die Haltung der Kirche gegenüber den Opfern, die ihr Leben lang unter den Peinigungen in ihrer Kindheit leiden, grundlegend verändern. „Erst wenn die Kirche begreift und dies auch so formuliert, dass Kindesmissbrauch gegen Leib und Leben des Kindes gerichtet ist, erst dann kann sich das Handeln der Kirche wirklich ändern. Kindesmissbrauch ist kein Verstoß gegen das sechste Gebot, sondern versuchter Mord“, sagt Rasche. (ig)

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Die falsche Mission

Stünde er nicht im Gerichtssaal, sondern auf seiner Kanzel, würde er vielleicht sagen: Gott hat es so gewollt. Denn von Gott wird D. an diesem Tag noch öfter sprechen.

„Warum tun Sie das, was Sie selbst unangenehm fanden, einem anderen Kind an?“, fragt die Richterin. „Haben Sie sich als bibeltreuer Christ je gefragt, was Sie da tun?“ „Ja“, antwortet D., „aber ich war nicht in der Lage, die Konsequenzen zu ziehen“. Außerdem, fügt er hinzu, habe er gedacht, „dass ich durch meinen Glauben von dieser Sache geheilt bin“.

Odenwaldschule spricht von "Fehleinschätzung"

Nach der polizeilichen Durchsuchung bei dem 32-jährigen Lehrer hatte die Schule eingeräumt, dass Schüler schon viele Monate früher Hinweise auf „merkwürdiges Verhalten“ des Mannes gegeben hätten.  Erst nach den Osterferien seien aber bei systematischen Nachfragen in den Wohngruppen die neuen Hinweise bekanntgeworden. Die Odenwaldschule hatte die früheren Hinweise nicht an die Aufsichtsbehörden gemeldet. In einem Gespräch am Dienstag räumte sie nach Angaben des Vize-Landrats der Bergstraße, Matthias Schimpf (Grüne), ein, dies sei eine Fehleinschätzung gewesen. Die Schule stehe nun unter dem „Status der besonderen Beobachtung“, sagte Schimpf.

An der reformpädagogischen Internatsschule waren bis in die 90er Jahre hinein mindestens 132 Jugendliche sexuellen Übergriffen ausgesetzt, auch durch den langjährigen Schulleiter Gerold Becker.

“Perfect Obedience” – die katholische Kirche und der sexuelle Missbrauch

Die katholische Kirche und sexueller Missbrauch – eine nie endende Geschichte. In Mexiko sorgt derzeit der Film “Perfect Obedience”, zu Deutsch etwa “Totaler Gehorsam” für Aufsehen. Es geht um den 2008 verstorbenen Pater Marcial Maciel. Selbst der Vatikan räumt inzwischen ein, dass der Gründer des Ordens der Kongregation der Legionäre Christi minderjährige Internatsschüler missbraucht hat.

Regisseur und Drehbuchautor Luis Urquiza und sein Team haben “Perfect Obedience” jetzt in Mexiko City der Öffentlichkeit präsentiert. “Für mich ist der Papst schuldig. Er ist schuldig, er ist ein Komplize”, meint Urquiza. “Wenn es einen Genozid gibt und einen General, der verantwortlich ist, dann wird der General zur Verantwortung gezogen. In diesem Fall ist Papst Johannes Paul II nicht zur Rechenschaft gezogen worden. Aber wir wissen längst, dass die katholische Kirche als Institution das praktiziert, es gibt Priester, die Beispiele dafür sind.”

Donnerstag, 1. Mai 2014

Pfarrer K.: Wie wird er ausgeliefert?

Willich. Glaubt man beiden Seiten, sind sie sich einig. Der gebürtige Willicher Georg K., der derzeit in Südafrika vor Gericht steht, möchte nach Deutschland ausgeliefert werden, wo ihn ein Verfahren wegen 36-fachen sexuellen Missbrauchs erwartet.

Allerdings möchte er nicht in südafrikanischer Auslieferungshaft warten, bis deutsche Behörden ihn holen. Ob das einfach umzusetzen ist, muss sich zeigen. „Sobald die Behörden uns signalisieren, dass wir ihn im Zuge unseres Auslieferungsgesuches haben können, gehen wir ihn holen“, sagt Presse-Staatsanwalt Axel Stahl.