Samstag, 30. November 2013

"So gewinnt das Bistum kein Vertrauen zurück"




Kommentar von Ingo Schneider, Rheinzeitung:

"So gewinnt das Bistum kein Vertrauen zurück. Um es klar zu sagen: Es geht hier nicht um die Vorverurteilung eines Geistlichen, gegen den Vorwürfe erhoben werden. Bei einem Prozess gilt auch für den Angeklagten die Unschuldsvermutung bis zur Feststellung seiner Schuld. Das Problem ist aber: Für die hier erhobenen Vorwürfe wird es keine gerichtliche Klärung mehr geben. Unterstellt man einmal, dass sie stimmen, ist das für das Opfer eine schwierige Lage. Es muss sich darauf verlassen,dass ausgerechnet die Institution heute gerecht mit ihm umgehen wird, deren Vertreter ihm in seiner Jugend großes Unrecht angetan hat. Da ist das Vorgehen des Bistums wenig hilfreich. Einem ersten Gespräch 2012 folgte eine lange Funkstille. Und im zweiten Gespräch Anfang November 2013 wird gleich eine Verschwiegenheitserklärung zur Unterschrift vorgelegt. Zurück bleibt das mutmaßliche Opfer, das nicht wirklich weiß, was es da genau unterzeichnet hat. Auch gegenüber den Medien gibt sich das Bistum mehr als verschlossen. Auf einen detaillierten Fragenkatalog gibt es drei lapidare Sätze. Selbst unverfängliche Fragen bleiben unbeantwortet. Ob die Anschuldigungen gegen den Pfarrer zu Recht erhoben wurden, können möglicherweise nur noch er selbst und das mutmaßliche Opfer beurteilen. Beim Verhalten des Bistums sieht das anders aus: Das lässt sich auch von Beobachtern beurteilen – und es ist nicht gerade geeignet,Vertrauen zu schaffen."


Quelle: Rheinzeitung, Freitag, 29.11.2013

Freitag, 29. November 2013

Bistum Trier: Missbrauch in der Kirche? Pfarrer ist weiter im Einsatz

Koblenz/Trier - Die Übergriffe sollen fast 30 Jahre zurückliegen - und eine strafrechtliche Klärung wird es nicht mehr geben. Aber für die mutmaßlichen Opfer des katholischen Priesters, der nach wie vor in Koblenz und im Kreis Altenkirchen tätig ist, ist der Fall keineswegs abgeschlossen.

Im Juli 2012 hatte sich ein heute 44-Jähriger Saarländer beim Bistum Trier gemeldet. Er sei im Jahr 1985 vom Pfarrer einer Gemeinde im Saarland sexuell missbraucht worden. Seitdem läuft das interne Verfahren der Kirche. Und seitdem läuft auch sein Antrag auf Entschädigung durch die Kirche. Wie die Sache ausgeht, ist offen. Klar ist nur: Der beschuldigte Pfarrer ist weiter im Amt, hält weiter Messen, nach Informationen unserer Zeitung auch regelmäßig in Koblenz.

den vollständigen Artikel auf "rhein-zeitung.de" lesen

Bistum Münster (Stephan Kronenburg): Was von der Transparenzoffensive übrig blieb


Stephan Kronenburg (ehemals Pressesprecher im Bistum Trier, jetzt Bistum Münster)


Unwahrheit, Manipulation eines Wikipedia-Artikels: Mit allen Mitteln versuchte das Bistum Münster – insbesondere Pressesprecher Dr. Stephan Kronenburg – den Eindruck zu erwecken, der Bischöfliche Stuhl zu Münster sei nicht Miteigentümer der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft (ASW). Eine aktuelle Auskunft der ASW gegenüber dem Amtsgericht Köln belegt jetzt: Der Bischöfliche Stuhl zu Münster ist zu 10,65% an der ASW beteiligt. Anteilswert gem. der Konzernbilanz zum 31.12.2011: 41,7 Mio. Euro – und das bei Bewertung zu historischen Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen.

Montag, 25. November 2013

SPIEGEL-Bestseller: "Das 11. Gebot: Du sollst nicht darüber sprechen", Daniel Bühling





Daniel Bühling
"Das 11. Gebot: Du sollst nicht darüber sprechen"

Montag, 09.12.2013
Warsberger Hof, Trier



Daniel Bühling wird sprechen!

Freitag, 22. November 2013

Missbrauch im Kloster: Opfer zieht Klage zurück - Katholische Kirche soll sich ihrer Verantwortung stellen

Bonn/Osnabrück. Den Rechtsstreit konnte er nicht gewinnen, weil seine Ansprüche nach 54 Jahren längst verjährt sind. Vor dem Bonner Landgericht hat der Osnabrücker Heinz M. am Freitag seine Klage auf Schmerzensgeld zurückgezogen, das er für einen fortgesetzten sexuellen Missbrauch in einem katholischen Internat geltend macht. Draußen forderte eine kleine Gruppe von Missbrauchsopfern in einer Demonstration die katholische Kirche auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen und einen Fonds für Geschädigte einzurichten.

Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche im Bistum Passau: Ex-Oberministrant bekommt zwei Jahre Bewährung

Ein früherer Oberministrant aus dem Landkreis Passau ist am Donnerstag (21.11.13) wegen Kindesmissbrauchs vor dem Amtsgericht Passau verurteilt worden. Das überraschende Urteil: zwei Jahre auf Bewährung.

Der heute 30-Jährige hatte während seiner Zeit in der kirchlichen Jugendarbeit intensiven Kontakt zu mindestens sieben Buben aufgebaut. Nachdem er sein Amt niedergelegt hatte, traf er sich weiterhin mit den Minderjährigen, um mit ihnen Pornos zu schauen und an ihnen sexuelle Handlungen vorzunehmen.

Der 30-Jährige betonte, er habe bei den sexuellen Übergriffen immer darauf geachtet, dass die Betroffenen über 14 Jahre alt waren. Das Gegenteil ließ sich in dem Verfahren nicht beweisen. Das Urteil des Amtsgerichts Passau lautet daher nicht, wie zunächst angeklagt, auf schweren sexuellen Missbrauch. 

den vollständigen Artikel auf "br.de" lesen

Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Osnabrücker verklagt Orden

Osnabrück/Bonn. Für das katholische Hagen war es ein Ereignis, als vier Patres aus Bonn im Mai 1959 zu einer Volksmission kamen. Für Familie M. war es eine Ehre, dass die hochwürdigen Herren ihren elfjährigen Heinz mit in ihr Kloster nehmen wollten. Aber für den Jungen wurden die vier Wochen zum Martyrium. Nachts kamen Ordensbrüder in sein Zimmer und missbrauchten ihn. Jahrzehnte hat Heinz M. geschwiegen. 

Jetzt verklagt er den Orden auf Schmerzensgeld. Am Freitag kommt sein Fall vor das Landgericht Bonn.

den vollständigen Artikel auf "noz.de" lesen

Missbrauchsprozess gegen Pater vor Vertagung

Die Vorwürfe lauten auf Vergewaltigung, geschlechtliche Nötigung, sexueller Missbrauch einer willensunfähigen Person, Nötigung, Stalking und Körperverletzung.

Der Vater eines heute 22-Jährigen hatte angezeigt, dass der 47-Jährige seinen Sohn nicht nur sexuell belästigt, sondern auch durch Medikamente – K.o.-Tropfen – gefügig gemacht hätte. In der Gemeinde im Bezirk Baden gab es nach dessen Dienstfreistellung Unterstützung für den Pfarrer: In einer Unterschriftenaktion wurde seine Wiedereinsetzung verlangt.

den vollständigen Artikel auf "noen.at" lesen

Mittwoch, 20. November 2013

katholischer Priester (ehemaliger Nuntius): sexueller Missbrauch, Drogen und Intimitäten

Die Liste der Anschuldigungen gegen den ehemaligen Nuntius der Dominikanischen Republik aus Polen hat sich verlängert. Der Priester soll laut Medienberichten nicht nur dominikanische Kinder missbraucht, sondern auch Drogen gekauft und konsumiert haben.

Erzbischof Jozef Wesolowski wird wieder zum Gesprächsthema Nummer eins in Polen – gegen den vatikanischen Diplomat liefen Ermittlungen in der Dominikanischen Republik wegen Pädophilie. Diese wurden Anfang November abgeschlossen und die Ergebnisser dieser von der dominikanischen Staatsanwaltschaft an den Vatikan geschickt. Dort fing ein weiteres Verfahren in der Kongregation für Glaubenslehre an. Die dominikanischen Medien sollen an Materialien gelangt sein, nach diesen gegen Bischof Wesolowski fünf missbrauchte Kinder ausgesagt haben sollen und nicht drei, wie bisher gedacht.

sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Forschungsprojekt zeigt „Erschreckendes“

Bei einem Symposium der Unabhängigen Opferschutzkommission („Klasnic-Kommission“) wurden die Ergebnisse einer Begleitstudie zur Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in der römisch-katholischen Kirche vorgestellt. Sie ergeben „ein erschreckendes Bild“.

Ein Forschungsteam der Wiener Fakultät für Psychologie hat die Aufarbeitung kirchlicher Missbrauchsfälle durch die - die „Klasnic-Kommission“ - wissenschaftlich begleitet. Die Studie ergab, dass die Hälfte jener 185 Opfer, die einer Befragung zustimmten, unter einer „posttraumatischen Belastungsstörung“, an seelischen und körperlichen Folgen des erlittenen Missbrauchs sowie an Störungen im Beziehungsleben leiden.

Daniel Bühling kommt nach Trier




Montag, 09.12.2913

19.00h

Kolpinghaus "Warsberger Hof"
Dietrichstraße 42

54290 Trier


- Eintritt frei -


Dienstag, 19. November 2013

Ermittlungen gegen Pfarrer gehen weiter

Hilpoltstein (HIP) Aufgrund einer Haftbeschwerde seines Anwalts ist der Heidecker Stadtpfarrer aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Dies erklärte Anita Traud von der Staatsanwaltschaft

Nicht bestätigt hat Traud die Gerüchte, dass auch gegen das mutmaßliche Opfer ermittelt werde. „Das ist nicht richtig.“ Wann es zum Prozess kommt, ist noch unklar, fest steht laut Traud jedoch, dass es nicht mehr in diesem Jahr sein wird. Die Diözese Eichstätt hat indes erklärt, dass der Heidecker Pfarrer bis auf weiteres vom Dienst freigestellt sei.

Weiter reichende Entscheidungen würden mit dem Bischof besprochen

Seit August befand sich der Geistliche in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ermittelt gegen ihn wegen schweren sexuellen Missbrauchs. Belastet wurde er von einem damals Minderjährigen, an dem sich der Pfarrer zwischen 1998 und 2001 mehrmals vergangenen haben soll.

Letztlich stand seit August Aussage gegen Aussage. „Aber das ist bei Sexualdelikten ganz häufig so“, sagt Anita Traud von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Entlassen wurde der Pfarrer jetzt aufgrund einer Haftbeschwerde seines Anwalts. Die bisherigen Ermittlungen und die Aussagen des mutmaßlichen Opfers hätten dem Landgericht nicht mehr gereicht, um den Pfarrer weiter in Haft zu behalten, so Traud. Ermittelt werde jedoch weiter. 

den vollständigen Artikel auf "donaukurier.de" lesen

Bistum Eichstätt: Pfarrer aus U-Haft entlassen

Der Heidecker Stadtpfarrer ist seit gestern wieder auf freiem Fuß. Dies teilte Kaplan Dominik Pillmayer unserer Zeitung auf Nachfrage mit. Laut Staatsanwaltschaft gebe es im Moment keine Anhaltspunkte, den Stadtpfarrer weiter in Haft zu behalten, so Pillmayer.

Es stehe Vorwurf gegen Vorwurf und Aussage gegen Aussage. Allerdings habe man seitens der Staatsanwaltschaft auch mitgeteilt, dass die Ermittlungen weitergingen.

„In welche Richtung das nun geht, weiß ich allerdings nicht“, sagte Pillmayer. Der Pfarrer ist seit 20. August in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hatte begonnen in mehreren Fällen des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu ermitteln, erklärte damals Oberstaatsanwältin Antje Gabriels-Gorsolke. Dabei soll es sich um Vorfälle an der früheren Wirkungsstätte des Pfarrers in der Oberpfalz handeln.

Quelle: "donaukurier.de"





Was ein katholischer Priester aus dem Bistum Münster meint, zu den Missbrauchsfällen sagen zu müssen: "Persönliche Fehlleistungen von Menschen werde es immer geben. Die Kirche hält das aus – und das seit 2000 Jahren.“

Lemanski packte in seiner ersten Predigt an neuer Wirkungsstätte – zuletzt war der gebürtige Dorstener rund fünf Jahre in Ibbenbüren tätig gewesen – die heißen Eisen an, indem er die aktuelle Situation der Kirche mit Missbrauchsfällen und Verschwendungsvorwürfen ansprach. „Und trotzdem gehen wir in die Gottesdienste und gehören der Kirche an“, rief er den versammelten Gläubigen zu. Persönliche Fehlleistungen von Menschen werde es immer geben. „Die Kirche hält das aus – und das seit 2000 Jahren“, meinte Lemanski.

Montag, 18. November 2013

Prävention auf katholisch: Selbstauskunftserklärung lediglich im Einzelfall, erweitertes Führungszeugnis für ehrenamtlich Tätige lediglich, soweit es die gesetzliche Regelungen des jeweiligen Bundeslandes bestimmen


 Erweitertes Führungszeugnis, Selbstauskunfterklärung:
"Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen, entsprechend den gesetzlichen und arbeitsrechtlichen Regelungen, ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Eine Pflicht zur Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses für ehrenamtlich Tätige besteht, soweit es die gesetzlichen Regelungen des jeweiligen Bundeslandes bestimmen. Je nach Art, Intensität und Dauer des Kontakts mit Kindern und Jugendlichen bzw. nach Aufgabe und Einsatz im Einzelfall wird von den Verantwortlichen geprüft, ob eine Selbstauskunftserklärung vorgelegt werden muss."


den vollständigen Artikel auf "cms.bistum-trier.de" lesen

Trier: 18. Oktober 2013, Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger und erwachsener Schutzbefohlener durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz

LEITLINIEN
für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger
und erwachsener Schutzbefohlener durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz





Mittwoch, 13. November 2013

Vertrauensverrat durch sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche

Der Erzbischof von Melbourne hat den Bericht eines Untersuchungsausschusses über den Umgang mit Missbrauchsfällen im Bundesstaat Victoria begrüsst. Der Bericht des Ausschusses trage zu Recht den Titel «Vertrauensverrat», sagte Erzbischof Denis Hart in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung. «Das war in meinem Leben der schlimmste Vertrauensverrat in der katholischen Kirche», so Hart. Die Untersuchung dokumentiere das «unentschuldbare Versagen der Kirche». Gegenstand waren vor allem Missbrauchsfälle aus der Zeit zwischen 1960 und 1985.

Vor allem über die katholische Kirche fällt das Urteil verheerend aus. Es habe auch in anderen Konfessionen wie der Anglikanischen Kirche und in der Heilsarmee zahlreiche Missbrauchsfälle gegeben, aber der katholische Klerus sei für sechsmal so viele Missbrauchsfälle verantwortlich wie Mitglieder aller anderen Kirchen zusammen. 

Montag, 11. November 2013

Missbrauch im Kirchencamp: Sex-Priester vor Gericht - und gleich wieder frei

Der Haftbefehl war von Interpol erst vor einigen Wochen vollstreckt worden. Aber K. kam gegen eine Kaution von rund 500 Euro wieder frei. Er lebt seitdem bei einem Priester in Kapstadt, bezieht weiter finanzielle Unterstützung eines deutschen Bistums. Die Gründe für die Vertagung wurden nicht bekannt. Eine Mutter, deren Sohn von K. missbraucht worden sein soll, ist empört über die neuerliche Verzögerung.

Sie sagt: „Er wird von der Kirche weiter bezahlt, aber wir Eltern haben von der selben Kirche keinerlei Hilfe bekommen, unsere Kinder auch nicht. Das ist ein Skandal.“

den vollständigen Artikel auf "express.de" lesen

Slowenische Justiz: Diözesen haften für Missbrauchsgeistliche - Präzedenzfall?

Laibach, 11.11.13 (Kipa) In Slowenien sind zwei Diözesen für Missbrauchsstraftaten eines Priesters, der mittlerweile verstorben ist, zu hohen Geldstrafen verurteilt worden. Es handelt sich um einen Präzedenzfall. Erstmals wurde die katholische Kirche als Arbeitgeberin der Priester mit einem rechtskräftigen Urteil zur Verantwortung gezogen.

Nach einem Bericht der Tageszeitungen "Delo" und "Dnevnik" von 9. November bestätigte das Obergericht in Maribor das Urteil des Bezirksgerichts, wonach die Kirche 80.000 Euro (rund 99.000 Franken) Entschädigungsgeld für sexuellen Missbrauch zahlen muss. Täter war der ehemaliger Pfarrer von Artice, Karl Jost.

Den Medienberichten zufolge wird diese Entscheidung, in der die objektive Verantwortung der Kirche für sexuellen Missbrauch durch Priester bestätigt wird, weitere Entscheidungen beeinflussen. Das Urteil werde auch Gerichte ausserhalb Sloweniens leiten, hiess es. (kipa/kap/bal)

Traiskirchen: Missbrauchspro­zess gegen Pfarrer startet

Dem abgesetzten Traiskirchner Pfarrer wird Vergewaltigung und sexueller Missbrauch vorgeworfen. Er beteuert seine Unschuld.

Der Vater eines heute 22-Jährigen hatte Anzeige erstattet und das Strafverfahren in Gang gesetzt. Demnach habe Pater Fabian seinen Sohn nicht nur sexuell belästigt, sondern ihn auch durch Medikamente gefügig gemacht.

Buch über Priesterausbildung: Hölle auf Erden

"Sahneschnittchen" und "Frischfleisch"

Bühling selbst weiß zu diesem Zeitpunkt schon lange, dass er homosexuell ist. "Ich war gar nicht so sehr entsetzt über die Zustände, als über die Unverfrorenheit, mit der meine Mitbrüder sich in der Doppelmoral eingerichtet hatten." Sprach er die Betroffenen darauf an, wieso sie sich mit Strichern einließen oder in der nächstgrößeren Stadt "Sahneschnittchen" und "Frischfleisch" aufrissen, stieß er auf Unverständnis: "Stell dich nicht so an, mach es dir nett und rede nicht drüber." Diese Haltung zog sich laut Bühling bis in die Führungsebenen hinein, wo kein Interesse bestand, psychisch labilen Studenten Halt zu geben oder dem Treiben im Keller Einhalt zu gebieten.

Männlichkeitswahn und Frauenhass

Bühling verliebt sich, führt eine heimliche Beziehung, hadert und zerbricht fast an der Scheinheiligkeit. Er verlässt St. Matthias, macht eine Ausbildung zum Gemeindereferenten, versucht es im Herbst 2004 noch einmal mit dem Priesterwerden - im Spätberufenen-Seminar St. Lambert in Lantershofen in der Eifel. Hier erlebt er eine Frauenfeindlichkeit, die ihm Angst macht: Das "Weibsvolk" gilt den Seminaristen als teuflisch und nur gut genug für niedere Arbeiten. Ein Kommilitone habe "ein mittelalterliches Frauenbild gehabt, das geradezu psychopathisch war".

Sonntag, 10. November 2013

Krefeld / Südafrika: Gerichtsverhandlung im Fall K. auf März 2014 vertagt





German Catholic priest Kerkhoff leaves the Brits Magistrate Court

German Catholic priest Georg Kerkhoff leaves the Brits Magistrate Court in Pretoria November 8, 2013. The court on Friday postponed the sexual abuse case against Kerkhoff who is on trial for child abuse in South Africa, and could face extradition for over 36 more counts of sexual offences against children in Germany. The case has been postponed to March 6, 2014. REUTERS/Stringer (SOUTH AFRICA - Tags: RELIGION CRIME LAW)

Samstag, 9. November 2013

Krefeld/Südafrika: Pfarrer K.: Prozess vertagt

Willich/Johannesburg. Das Verfahren gegen den aus Willich stammenden Pfarrer Georg K. ist in Südafrika erneut vertagt worden. Seit März 2010 steht er dort wegen des möglichen Missbrauchs von Kindern vor Gericht. Der katholische Priester soll sich ihnen in einem Kommunioncamp genähert haben. Am Freitag erschien der 55-Jährige in Begleitung seiner Anwältin zum Prozess, der aber nach 15 Minuten schon wieder vorbei war: Erst im März 2014 soll weiterverhandelt werden.

Unabhängig von dem Verfahren in Südafrika ermittelt auch die Krefelder Staatsanwaltschaft gegen den Pfarrer. Seine Auslieferung ist beantragt, da ihm der sexuelle Missbrauch von Kindern in 37 Fällen zur Last gelegt wird. K. hatte deshalb Selbstanzeige erstattet. WD

Quelle: wz-newsline.de

Freitag, 8. November 2013

"Die Kirche will nach außen hin beruhigen"

HuffPost: Seit die Missbrauchsskandale bekannt wurden, holt die Kirche psychologische Gutachten zu den Anwärtern ein. Jetzt müsste es doch besser werden.

Bühling: Mit dieser Ankündigung will die Kirche nach außen hin beruhigen. Meines Wissens nach gibt es aber noch gar keine offizielle Regelung, wenn, dann nur auf dem Papier. Wer Priester werden will, muss ein Gespräch mit einem Vorgesetzten führen, meist mit dem Bischof oder Regens. Mehr nicht. Fast alle Kandidaten bestehen, weil die Kirche wegen des Priestermangels auf jeden angewiesen ist.

HuffPost: Sind Sie Zeuge von Kindesmissbrauch geworden?

Bühling: Ich habe Gott sei Dank nie in meinem Umfeld von solchen Fällen gehört. Doch ich war geschockt von den Aussagen mancher Kollegen. Sie gaben zu, dass sie sich nur schwer beherrschen könnten, wenn sie von lauter ‚knackigen’ 15-jährigen Jungen und Mädchen umgeben seien. Je stärker ein Mensch seine Sexualität zu unterdrücken versucht, desto mehr Reize entdeckt er, die ihn erregen und die Hemmschwelle wird da gefährlich herabgesetzt.

Mittwoch, 6. November 2013

Um Missbrauch in der katholischen Kirche vorzubeugen, sollte nach Meinung des Mainzer Kirchenrechtlers Matthias Pulte die Position von Laien und Frauen gestärkt werden

Pulte gehört dem Anfang 2013 eingerichteten Beraterkreis an, der unter der Leitung des Trierer Bischofs Stephan Ackermann der Deutschen Bischofskonferenz das auszuwählende Forschungskonsortium vorschlägt, das mit dem Forschungsprojekt „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch Priester, Diakone und Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ in den Jahren 2014 bis 2017 beauftragt wird.

den vollständigen Artikel auf "idw-online.de" lesen

Montag, 4. November 2013

Firmenbeteiligung des Bischöflichen Stuhls in Trier ist rund 350 Millionen Euro wert

Das Vermögen der katholischen Kirche im Bistum Trier ist deutlich höher als bislang bekannt: Der Bischöfliche Stuhl ist an einer Immobiliengesellschaft beteiligt. Ein Experte schätzt den Wert der Beteiligung auf mehrere Hundert Millionen Euro.

Hinter diesen Zahlen und Begriffen verbirgt sich ein Vermögen, das noch deutlich höher ist. Denn der Bischöfliche Stuhl ist mit 13,5 Prozent an der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft (ASW) beteiligt. Die in Köln ansässige Gesellschaft bewirtschaftet rund 25.000 Wohnungen, darunter auch 450 Wohnungen in Trier, errichtet und verkauft Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser.

Der Politologe und Experte für Kirchenfinanzen, Carsten Frerk, schätzt den Marktwert des Unternehmens auf mindestens 2,6 Milliarden Euro. "Da der Bischöfliche Stuhl in Trier 13,5 Prozent des Stammkapitals besitzt, hätte er einen Anteil von rund 350 Millionen Euro", sagt Frerk dem Volksfreund. Will heißen: Würde der Trierer ASW-Anteil verkauft, könnte mit Einnahmen in dieser Höhe gerechnet werden. Und warum taucht der Betrag dann nicht in der Bilanz des Bischöflichen Stuhls auf? "Weil nach dem Handelsgesetzbuch Vermögensgegenstände in der Bilanz nur mit ihren Anschaffungskosten ausgewiesen werden müssen", sagt der Bitburger Steuerberater Heinz-Peter Fuchsen.

Hinter diesen Zahlen und Begriffen verbirgt sich ein Vermögen, das noch deutlich höher ist. Denn der Bischöfliche Stuhl ist mit 13,5 Prozent an der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft (ASW) beteiligt. Die in Köln ansässige Gesellschaft bewirtschaftet rund 25.000 Wohnungen, darunter auch 450 Wohnungen in Trier, errichtet und verkauft Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser.


Der Politologe und Experte für Kirchenfinanzen, Carsten Frerk, schätzt den Marktwert des Unternehmens auf mindestens 2,6 Milliarden Euro. "Da der Bischöfliche Stuhl in Trier 13,5 Prozent des Stammkapitals besitzt, hätte er einen Anteil von rund 350 Millionen Euro", sagt Frerk dem Volksfreund. Will heißen: Würde der Trierer ASW-Anteil verkauft, könnte mit Einnahmen in dieser Höhe gerechnet werden. Und warum taucht der Betrag dann nicht in der Bilanz des Bischöflichen Stuhls auf? "Weil nach dem Handelsgesetzbuch Vermögensgegenstände in der Bilanz nur mit ihren Anschaffungskosten ausgewiesen werden müssen", sagt der Bitburger Steuerberater Heinz-Peter Fuchsen.


Bistum Trier: 200 Millionen Euro auf der hohen Kante

Trier gehörte zu den ersten Diözesen, die einen Blick ins "Allerheiligste" gewährten - die Finanzen des Bischöflichen Stuhls (siehe Stichwort). Jetzt allerdings stellt sich heraus, dass die vom Bistum veröffentlichten Zahlen keinen Rückschluss zulassen auf die tatsächlichen Vermögenswerte, die deutlich darüber liegen. 

Keine Aussage auch zur derzeitigen finanziellen Misere beim Weltbild-Verlag, an dem zwölf Bistümer - darunter Trier - beteiligt sind.

Dabei hat Generalvikar Georg Bätzing noch in der neuen Ausgabe der Bistumszeitung Paulinus angekündigt, "noch viel mehr" über die kirchlichen Vermögensträger zu informieren. "Nur durch Transparenz wird der Eindruck von Unübersichtlichkeit verändert und Vertrauen aufgebaut werden können", lässt sich der Verwaltungschef des Bistums zitieren.

Auf mehrere Volksfreund-Anfragen zu den Finanzen reagierte das Bistum in den vergangenen Tagen allerdings ausweichend. Oder Bischofssprecher André Uzulis teilte mit, dass es dazu keine Informationen gebe. So schweigt sich das Bistum etwa über die Beteiligung an Unternehmen aus und verweist auf einen Geschäftsbericht, der im nächsten Jahr erstmals veröffentlicht werde.
Keine aktuellen Informationen gibt es auch über das finanzielle Polster im Bistumshaushalt, auf das wegen des unausgeglichenen Haushalts seit Jahren zurückgegriffen werden muss. Zuletzt hieß es, die Rücklage betrage 200 Millionen Euro.

sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Bischof Ackermann setzt sich u.a. "Opfererleben" (!) als Forschungziel

Bischof Ackermann sichtet Bewerbungen

Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen und dessen Leiter Christian Pfeiffer, soll die Missbrauchs-Studie neu vergeben werden.

Der zweite Anlauf war nötig geworden, nachdem die Bischofskonferenz die Zusammenarbeit mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen im Januar 2013 gekündigt hatte.

Forschungsziele seien nach wie vor die Erhebung von verlässlichem Zahlenmaterial sowie die Untersuchung von Täterstrategien, Opfererleben und institutionellen Aspekten. Die Erkenntnisse sollen vor allem in die diözesane Präventionsarbeit einfließen, die Teil der Aufarbeitungsarbeit der Deutschen Bischofskonferenz ist. Das Projekt soll transparent geplant sein und im Zusammenwirken mehrerer Verbundpartner wie Hochschulen, Fachhochschulen oder anderen wissenschaftliche Einrichtungen erfolgen.

Bistum Trier: Kirchenvermögen deutlich höher als bislang bekannt

Das Kirchenvermögen des Bistums Trier ist deutlich höher als bislang bekannt.

Allein die Beteiligung des Bischöflichen Stuhls an einer Wohnungsgesellschaft hat einen Wert von 350 Mio.Euro.
                                       
Auf Anfrage des SWR veröffentlichte das  Bistum weitere Zahlen. Demnach haben Hohe Domkirche und Domkapitel ein Vermögen von 9,2 Mio.Euro, das Priesterseminar ein Vermögen von 7,4 Mio.Euro.  
                                       
Bislang hatte das Bistum nur den sogenannten bilanziellen Wert des Bischöflichen Stuhls veröffentlicht. Er liegt bei 84 Mio.Euro. Das Bistum Trier umfasst auch große Teile des Saarlandes.
             
Quelle: Saartext, Nachrichten         

Zahl der Kirchenaustritte im Saarland steigt drastisch an

In Saarbrücken stieg die Zahl von 32 auf 106. St. Wendel meldet im Oktober 2013 insgesamt 20 Austritte, im Oktober 2012 waren es noch fünf. In Homburg stieg die Zahl von 11 auf 28, protestantische Abgänger mit eingerechnet. Auch in Merzig, das überwiegend katholisch geprägt ist, hat man zunehmend Kirchenaustritte registriert – ihre Zahl stieg von zehn auf 25. „Obwohl die Zahlen auch die Protestanten mit einschließen, ist davon auszugehen, dass es mehr Katholiken waren, die ausgetreten sind“, hieß es beim Merziger Standesamt.

den vollständigen Artikel auf "saarbrücker-zeitung.de" lesen

Neuer Anlauf zu Missbrauchsstudie: Regensburger Forensik-Professor Osterheider möchte das Forschungsprojekt der Bischofskonferenz fortführen

Die Bischofskonferenz will mit der Studie verlässliches Zahlenmaterial über das Ausmaß der Verfehlungen, Täterstrategien und Opferschicksale in den eigenen Reihen erhalten, um die Präventionsarbeit zu verbessern. „Sie sind Teil der Aufarbeitungsarbeit“, betonte der Missbrauchsbeauftragte, Bischof Dr. Stephan Ackermann.

Osterheider hat sich im Verbund mit anderen Wissenschaftlern aus dem Bundesgebiet an der aktuellen Ausschreibung beteiligt. Er selbst würde als Projektleiter fungieren. 

Im Ausschreibungsverfahren der Bischofskonferenz werden die eingegangenen Antragsskizzen nun von einem Beraterkreis gesichtet. Die Gruppe unter Leitung von Bischof Ackermann soll dem Ständigen Rat der Deutschen Bischofskonferenz offenbar bis Ende des Jahres ihr Votum vorlegen. 

den vollständigen Artikel auf "mittelbayerische.de" lesen

Sonntag, 3. November 2013

Missbrauchsfall im Bistum Basel: «Der Priester vergewaltigte mich»

BASEL - In seiner Wohnung verging sich der Geistliche an der damals 17-Jährigen. Das Bistum Basel verhängte ein Berufsverbot. Die Kirchenjustiz ermittelt.

P. A. ist zu jener Zeit Seelsorger einer fremdsprachigen Mission im Bistum Basel. Auf Bildern zeigt er sich gern mit hohen kirchlichen Würdenträgern, mit Mutter Teresa, aber auch mit Politikern wie der ehemaligen Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. «Ich habe ihm vertraut», sagt Maria. «Das war mein Fehler.»
Der Priester verabredet sich mit ihr zu einem Gespräch in einem Café. Dann lässt er sie in sein Auto steigen, bringt sie in seine Wohnung. «Ich hatte ein komisches Gefühl», sagt Maria. «Aber ich bin mitgegangen. Es war ja der Pfarrer!» Es ist der 26. Januar 2009.

Was dann passiert, kann Maria auch heute noch nicht erzählen. Sie zieht ein Blatt Papier aus ihrer Tasche und sagt: «Lesen Sie selbst.»

Samstag, 2. November 2013

Daniel Bühling: "Das 11. Gebot: Du sollst nicht darüber sprechen. Dunkle Wahrheiten über das Priesterseminar"




Daniel Bühling wollte katholischer Priester werden. Das Priesterseminar hat ihn schon dermaßen abgeschreckt, dass er die Kirche verließ. Bühling offenbart in einem Buch, was hinter den Türen der Priesterseminare vor sich geht: Von Frauenfeindlichkeit, schwulen Sexorgien und Karrierismus.

den vollständigen Artikel auf "dradio.de" lesen (+ Audiobeitrag)




Sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche: Missbrauchs-Studie wird bald neu vergeben

Mehrere interdisziplinäre Forschungsverbünde haben sich für das Forschungsprojekt der Bischofskonferenz zu sexuellem Missbrauch durch Priester beworben. Das gab nun Bischof Stephan Ackermann bekannt, der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz. Die Ausschreibungsfrist endete am 31. Oktober. Ziel der Studie sind die Erhebung verlässlicher Zahlen, die Untersuchung von Täterstrategien und Erleben durch die Opfer sowie die Frage des Umgangs mit Missbrauchsfällen durch Institutionen. Nach der Sichtung der nun eingegangenen Bewerbungen werde der Missbrauchs-Beraterkreis der Bischofskonferenz ein Votum vorlegen, erklärte Ackermann. - Ursprünglich sollte das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e. V. das Forschungsprojekt betreuen. Es kam jedoch zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Institut und der Bischofskonferenz, sodass diese die Zusammenarbeit aufkündigte und im Sommer eine Neuausschreibung beschloss. 

Quelle: "radiovaticana.va"

Pressemeldung der DBK: Erklärung von Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Ablauf der Ausschreibungsfrist des Forschungsprojektes "Sexueller Missbrauch"



die vollständige Pressemitteilung auf "dbk.de" lesen