Montag, 30. Dezember 2013

sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Trauriger Rekord für das Bistum Trier - die meisten Missbrauchstaten durch Angehörige der katholischen Kirche geschahen im Bistum des Missbrauchsbeauftragten, Bischof Dr. Stephan Ackermann

Das Bistum Trier habe bisher Entschädigungszahlungen in Höhe von 280.000 Euro geleistet, berichtete die Nachrichtenagentur dpa. Bis Februar 2013 habe das Bistum 56 Anträge von Opfern sexueller Übergriffe bewilligt. Die höchste bekannte Summe an ein Opfer habe sich auf 18.000 Euro belaufen.

Sechs Millionen Euro an Missbrauchsopfer: Genaue Angaben über Anzahl der Betroffenen sowie die Anzahl der Täter werden weiterhin verschwiegen

Etwa sechs Millionen Euro hat die katholische Kirche in Deutschland bisher an die Opfer von Missbrauchsfällen gezahlt. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Insgesamt seien rund 1.300 Anträge auf Entschädigung bei der Koordinierungsstelle der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) gestellt worden. In den allermeisten Fällen habe die Expertenstelle eine Geldzahlung empfohlen, die über die jeweiligen Bistümer oder Orden erfolge, sagte ein Sprecher der DBK. Im Durchschnitt flossen pro bewilligtem Fall rund 5.000 Euro, wie die Umfrage der Nachrichtenagentur ergab.

Situation in den einzelnen Bistümer

Die Bistümer Mainz, Speyer und Trier haben bislang mindestens 665.000 Euro an Opfer sexuellen Missbrauchs in der Kirche gezahlt. Insgesamt 113 Antragsteller seien bis dato entschädigt worden, ergab eine Umfrage der Deutschen Nachrichtenagentur. 

Im Erzbistum München und Freising wurden bei 36 Anträgen bislang in 26 Fällen insgesamt 134.000 Euro ausgezahlt. Daneben wurden Therapie- und Fahrtkosten übernommen in Höhe von etwas mehr als 32.000 Euro. 

Das Erzbistum Paderborn überwies bisher 297.500 Euro Entschädigungen. Hinzu kämen 21.500 Euro für Therapiekosten, sagte ein Bistumssprecher. 

Das Bistum Limburg, das sich auch über Teile von Rheinland-Pfalz erstreckt, hat nach früheren Angaben mindestens 91.000 Euro an Entschädigungen bezahlt. 28 Anträge wurden gestellt. In 24 Fällen davon seien Zahlungen geleistet worden. Das Bistum Limburg machte zur neuen Umfrage jedoch keine Angaben zur Zahl der Verdachtsfälle von sexuellem Missbrauch.

Im Erzbistum Berlin bekamen bislang zwölf Opfer Geld: Insgesamt 53.000 Euro. Angaben zu den einzelnen Summen machte ein Sprecher nicht. 13 Personen hätten Anträge gestellt.

Das Bistum Fulda entschädigte alle bekannten Opfer nach Angaben von Anfang Januar 2013 mit mindestens 37.500 Euro.

Sonntag, 29. Dezember 2013

Bischof Ackermann: "Das Problem bleibt.“

Das Bistum Trier habe bisher Entschädigungszahlungen in Höhe von 280.000 Euro geleistet, berichtete die Nachrichtenagentur dpa. Bis Februar 2013 habe das Bistum 56 Anträge von Opfern sexueller Übergriffe bewilligt. Die höchste bekannte Summe an ein Opfer habe sich auf 18.000 Euro belaufen.

Aus dem weit kleineren Bistum Speyer seien 184.000 Euro an Opfer geflossen. Pro Fall habe das Bistum zwischen 3000 und 15.000 Euro gezahlt. Bisher hätten Betroffene 39 Missbrauchsfälle angezeigt.

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Bischof Ackermann : "Ich sehe meine Aufgaben nahezu als abgearbeitet an"


Bischof Ackermann
- Dezember 2013 - 

Katholische Kirche zahlt 665 000 Euro an Missbrauchsopfer: "Natürlich gibt es noch aktuelle Fälle"

Das Bistum Trier (1,5 Millionen Katholiken) hatte im Februar 2013 insgesamt 56 Anträge von Opfern sexueller Übergriffe bewilligt und mehr als 280 000 Euro bezahlt. Die höchste bekannte Summe an ein Opfer habe sich auf 18 000 Euro belaufen, sagte damals ein Sprecher in Trier. Aktuelle Zahlen lagen nicht vor.

Die deutschen Bischöfe hatten Ackermann Anfang 2010 mit der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals betraut. Er sehe seine Aufgaben nahezu als abgearbeitet an, sagte er: Eine Telefon-Hotline für Opfer, Entschädigungszahlungen, ein umfassendes Präventionskonzept und überarbeitete Leitlinien. Nun stehe noch die wissenschaftliche Aufarbeitung des Skandals aus. Nachdem die Zusammenarbeit mit dem Hannoveraner Kriminologen Christian Pfeiffer Anfang 2013 gescheitert war, solle das Forschungsprojekt in einem zweiten Anlauf Anfang 2014 «unter Dach und Fach» sein, sagte Ackermann.


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Trier: Millionenzahlung an Missbrauchsopfer

Knapp vier Jahre nach Enthüllungen des Missbrauchsskandals hat die katholische Kirche rund sechs Mio. Euro an die Opfer gezahlt. Rund 1300 Menschen stellten einen Antrag auf Entschädigung.

Der Missbrauchsbeauftragte der Bischofskonferenz, Triers Bischof Ackermann, sagte, nachdem sich anfangs die Anträge „türmten“, sei „nun die Antragsflut“ vorbei.

Die Zahl der Anträge sei zwar massiv zurückgegangen, aber gebe es noch aktuelle Fälle. Das Problem bleibe, aber es sei „kein Vergleich“ zu dem, was die Kirche vor ein paar Jahren hatte.

Samstag, 21. Dezember 2013

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Am 21.12.2013 startet von 08.00 Uhr bis 09:00 Uhr eine neue Fernsereihe über "Kirche und Vertuschung"
Sendeplatz: ALEX-TV Berlin (im Kabelnetz von Berlin) gleichzeitig auch über den Livestream im Internet zu sehen:
http://www.alex-berlin.de/tv/livestream.html
Im ersten Teil der Sendereihe behandeln wir das Thema "Finanzen der kath. Kirche" mit Dr. Carsten Frerk. 
Ein weiteres Thema ist: "Homosexualität in der kath.Kirche". Als Gesprächparnter haben wir Dr. David Berger eingeladen.


Donnerstag, 19. Dezember 2013

Nächstenliebe auf katholisch: Hat das Bistum Trier kein Geld für eine Weihnachtsfeier für Kinder, Einsame und Bedürftige?





33 000 Euro brauchen die Kirchen für die Feier, zu der am Heiligabend 700 arme und einsame Menschen erwartet werden. Bisher sind nur 17 000 Euro zusammengekommen. Die Organisatoren rufen um Hilfe.

Damit auch für die Saarbrücker Weihnachten ist, die nichts oder niemanden haben, organisieren katholische und evangelische Christen seit 44 Jahren eine Feier mit Musik, mit kleinen Geschenken, mit der Weihnachtsgeschichte, mit einem warmen Essen. Anfangs kümmerten sich einige ehrenamtliche Helfer in einem Pfarrsaal um wenige Obdachlose.

Rund 33 000 Euro kostet es, gut 700 warme Mahlzeiten bereitzustellen, die Geschenktüten unter anderem mit Hygieneartikeln und Lebensmitteln zu füllen, die große Halle so herzurichten, dass man sich darin wohlfühlen kann. Bisher sind allerdings nur rund 17 000 Euro Spenden zusammengekommen, sagt der katholische Pastoralreferent Heiner Buchen vom Heiligabend- Aktion-Organisationsteam. In den vergangenen Jahren seien immer rund 40 000 Euro zusammengekommen, so dass man mit dem Rest der Spenden sogar noch andere Projekte – etwa die Wärmestube – habe unterstützen können.

Dass die Spenden in diesem Jahr ausbleiben, habe wohl mit den Vorgängen im Bistum Limburg zu tun, vermutet Buchen. Dass der dortige Bischof Franz- Peter Tebartz-van Elst wegen Millionen-Ausgaben für seine Residenz in die Schlagzeilen geraten ist, lasse wohl viele Menschen vermuten, dass die Kirche genug Geld hat.

den vollständigen Artikel auf "saarbruecker-zeitung.de" lesen




Wer helfen will, bekommt weitere Informationen 
unter Tel. (06 81) 9 06 81 61

"Moraltheologe" und neuernannter Bischof gibt zu, wichtige Dokumente sowie strafrechliche Beweismittel über sexuellen Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche vernichtet zu haben

It was not clear Tuesday whether Pope Francis, who has created a new commission to address the sex abuse crisis, was aware of Doerfler's role in the destruction of the records. Effort to reach the Vatican and Green Bay diocese late Tuesday were unsuccessful.

Father John Doefler, 49, an Appleton native and vicar general of the Diocese of Green Bay, will be installed as the bishop of Marquette early next year. In announcing his appointment Tuesday, Green Bay Bishop David Ricken said, "I could not be more delighted." Ricken said Doerfler "has excelled in his service to this dioceses...

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Stift Kremsmünster: Pater darf fünf Jahre Diakonat nicht ausüben - Seine Rechtfertigung: Er habe lediglich Blockaden lösen und Energien übertragen wollen.

Ein Pater des oberösterreichischen Stiftes Kremsmünster darf als Konsequenz aus der Missbrauchsaffäre fünf Jahre lang sein Diakonat nicht ausüben. Das ergab die nun abgeschlossene kirchliche Untersuchung, wie die Einrichtung auf ihrer Website mitteilt. Der Mann erhielt zudem klosterinterne Auflagen

In dem aus dem Jahr 2010 stammenden Abschlussbericht der Polizei werden dem heute 59-Jährigen sexuelle Angriffe aus den 1990er-Jahren zur Last gelegt. So soll er zum Beispiel Schülern die Hand auf den nackten Bauch gelegt und sie im Genitalbereich betastet haben. Seine Rechtfertigungen bei den Einvernahmen lauteten, er habe Blockaden lösen, Energie übertragen oder Nervosität beruhigen wollen.

"Unheiliger Berg" - Das Bonner Aloisiuskolleg der Jesuiten und die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals

Das Bonner Aloisiuskolleg der Jesuiten 
und die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals
ISBN-Nr.978-3-17-025130-4
(der Titel erscheint im 1. Quartal 2014)



Das Aloisiuskolleg, in Bonn als "Heiliger Berg" bekannt, gilt als eine der deutschen Eliteschulen der Jesuiten. Seit Anfang 2010 vom ebenfalls jesuitischen Berliner Canisius-Kolleg aus die Welle der Missbrauchsvorwürfe bundesweit Schulen ergriff, steckt auch das Bonner Ako in seiner bislang schwersten Krise. Zahllose Fälle in 40 Jahren wurden aufgedeckt. Das Ako wurde zur einzigen Schule, bei der massive Vorwürfe gegen einen langjährigen Internats- und Schulleiter auch zur strafrechtlichen Verfolgung führten. Gegen einen anderen mutmaßlichen Täter ermittelt die Bonner Staatsanwaltschaft noch immer. Der Band bietet erstmals Innenansichten. Er referiert den aktuellen Stand der Aufklärung und Aufarbeitung, dabei kommen insbesondere Opfer und Angehörige, aber auch Orden, Kolleg, Politik u. a. zu Wort.

Quelle: "kohlhammer.de"

Missbrauch bedeutet „lebenslänglich“ – ohne selbst schuldig geworden zu sein.

Was ist geblieben von der im Sommer heftig geführten Debatte über Pädophilie, sexuelle Gewalt an Kindern und Machtmissbrauch? Die Grünen kostete sie wertvolle Stimmen, und PolitikerInnen zwang sie zum Rücktritt.

Danach aber passiert nicht mehr viel. Es scheint, als sei mit dem Wahlkampf auch der Kampf um den Schutz von Kindern eingestellt worden. Als interessiere das jetzt niemanden mehr – nicht die Parteien, nicht die neue Bundesregierung, nicht die Medien. Wer redet heute von den Opfern? Wer redet mit ihnen?

Die Opferhierarchie

Die AbsolventInnen dieser Schulen sind heute vielfach erfolgreiche PolitikerInnen, SchriftstellerInnen, ManagerInnen. Und sie gehen – bis auf ganz wenige Ausnahmen – nicht damit an die Öffentlichkeit. Denn hierzulande gilt das ungeschriebene Gesetz: Wer erfolgreich sein will, darf kein Opfer sein, auch nicht gewesen sein. Denn Opfer sind diejenigen, die es nicht geschafft haben, die es ziemlich sicher nie schaffen werden.

Es gibt so etwas wie eine unausgesprochene Opferhierarchie: Ganz oben stehen die EliteschülerInnen, dann kommen die Opfer aus den kirchlichen Einrichtungen, danach die familiären Opfer und am Schluss die aus den Heimen.

Montag, 16. Dezember 2013

"Trierer Synode sollte sich trauen, in den eigenen Abgrund schauen"


Heiner Buchen, 
Sprecher der "Saarbrücker Initiative gegen sexuelle Gewalt in der Kirche"


"Ich würde mir sehr wünschen, dass die Synode sich traut auch in den eigenen Abgrund, die eigenen dunklen Seiten anzuschauen, denn ich glaube, dass die Kirche sich von innen nur verändern kann, wenn sie auch die dunklen Seite in ihrer eigenen Geschichte thematisiert."

Samstag, 14. Dezember 2013

Man stelle sich vor ...

"Missbrauch sei nicht nur eine Sünde, sondern ein Verbrechen, 
das strafrechtlich verfolgt werden müsse".

(Zitat Kurienkardinal Walter Kasper, Dezember 2013)


Bildquelle: stern



Man stelle sich vor, allein Bischof Ackermann hätte gehandelt, und alleine diejenigen Taten strafrechtlich verfolgen lassen, über die das Bistum informiert war.  

Man stelle sich vor, allein Bischof Ackermann hätte diejenigen Priester vom Priesteramt ausgeschlossen, die verurteilt wurden. Ebenso diejenigen, die dafür bekannt sind, dass sie missbraucht haben und deren Taten - auch aufgrund des Nichthandelns der Verantwortlichen verjährt sind.

 - Was wäre uns Betroffenen doch an Leid erspart geblieben.

Und wir sind nicht die Einzigen!


ca




sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche:



"Unbestreitbar ist, 
dass auch leitende Mitglieder der Kirche
Schuld auf sich geladen haben." 



Kurienkardinal Walter Kasper
- Dezember 2013 -

Kurienkardinal Walter Kasper: "Geistliche, die sich schuldig gemacht habten, sollten aus dem Priesteramt entlassen werden!"

Hamburg, 12.12.13 (Kipa) Im Umgang mit Missbrauchstätern in der Kirche hat Kurienkardinal Walter Kasper (80) eine Null-Toleranz-Politik bekräftigt. Geistliche, die sich schuldig gemacht hätten, sollten aus dem Priesteramt entlassen werden, sagte der langjährige Ökumene-Minister im Vatikan in einem Interview mit der «Zeit» (Donnerstag). Dies habe auch schon der Vorgänger von Papst Franziskus, Benedikt XVI., gewollt, betonte Kasper.

«Früher gab es eine zu grosse Toleranz gegenüber Missbrauchstätern, weil man über die schlimmen Folgen für die Opfer zu wenig wusste», führte der Kardinal aus. «Da haben wir alle dazulernen müssen.» In der katholischen Kirche gelte jetzt, «dass Missbrauch nicht nur eine persönliche Sünde ist, sondern ein Verbrechen, und dass der Bischof den Staatsanwalt informieren muss».

Unbestreitbar sei, dass auch leitende Mitglieder der Kirche im Zusammenhang mit Missbrauch Schuld auf sich geladen hätten. «So etwas darf man nicht kleinreden, das wäre neues Unrecht an den Opfern.» (kipa/kna/job)

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Bischof Ackermann: "Kein Kommentar"




Seine Exzellenz, Bischof Ackermann, ließ durch seinen Pressesprecher André Uzulis ausrichten, dass er auf Presseanfragen mit der Bitte um ein Statement zu den Aussagen von Daniel Bühling "keinen Kommentar" abgeben würde.


Händchenhalten im Priesterseminar: "Das Priesterseminar ist die Schwulenbörse Nummer eins."

Trier/Lantershofen. Priesteramtsanwärter Daniel Bühling wirft hin und tritt aus der Kirche aus. Über die Gründe klärt der 35-jährige Theologe, der heute in der Nähe von Augsburg wohnt, in seinem Buch "Das 11. Gebot" auf, das seiner Meinung nach lautet: "Du sollst nicht darüber sprechen." Bühling spricht - auch bei einer Lesung in Trier.

Während seines Studiums im Spätberufenenseminar St. Lambert in Grafschaft-Lantershofen kreuzte er von 2004 bis 2006 die Wege mit dem damaligen Seminarleiter (Regens) Stephan Ackermann, heute Bischof von Trier.

den vollständigen Artikel auf "volksfreund.de" lesen

"Druck und Unterdrückung" - Daniel Bühling zieht eine Linie von Priesterseminaren zu den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche:

Daniel Bühling: "Ein zentraler Satz, der mich damals nachdenklich gemacht hat, war eben diese Aussage:

< Und dann fällt es mir extrem schwer, zwischen soviel jungen knackigen 
Ministranten und Ministrantinnen zu stehen >"

SWR2:

"Das 11. Gebot"
Jan Teuwsen über Daniel Bühling und sein Enthüllungsbuch, das er jetzt in Trier vorgestellt hat
aus SWR2 Journal am Mittag vom Donnerstag, 12.12. | 12.30 Uhr | SWR2


link zum Audiobeitrag auf SWR2

Neuer Skandal: Katholische Kirche gesteht erstmals Schweigegeldzahlungen an Opfer sexuellen Missbrauchs durch Priester

Die australische Zeitung "The Daily Telegraph" berichtet über einen neuen Skandal, der an das Tageslicht kommt:

Die Katholische Kirche gab zu, $ 43.000.000  an Opfer sexuellen Missbrauchs durch Angehörige der katholischen Kirche ausgezahlt zu haben - damit sie schweigen.

Betroffene behaupten, diese Vorgehensweise gehöre zu dem Programm "Towards Healing". Dabei bekämen die Opfer Entschädigungszahlungen. Im Gegenzug würde vereinbart, dass sie nicht über ihre Erlebnisse sprechen dürften, sondern über den Missbrauch schweigen.

den vollständigen Artikel auf "guardianlv.com" lesen

Mittwoch, 11. Dezember 2013

“Wer schweigt, macht sich mitschuldig!”


Daniel Bühling: 
“Ich möchte für die sprechen, 
die noch nicht sprechen können"


Letzten Endes müsse ein jeder für sich selbst entscheiden, wie er leben wolle – ob aufrichtig oder in Angst und in einem Klima der Scheinheiligkeit. “Es liegt immer an denen, die im System drin sind”, gibt Bühling zu bedenken, und “jeder der schweigt, macht sich mitschuldig und trägt dieses System mit”. 

Was Bühling vor allem aufbringt, ist – neben dem Deckmantel des Schweigens, der von großen Institutionen im Allgemeinen und der Kirche im Besonderen über eigene Misstände ausgebreitet wird – die bewusste Entscheidung nicht weniger Seminaristen für ein Leben in Doppelmoral. Auch etliche Jahre nach seinem Ausstieg zeigt er sich noch immer schockiert davon, mit welcher scheinbaren Leichtigkeit mancher seiner ehemaligen Kommilitonen über die offenkundigen Widersprüche in ihrem Leben hinweg gegangen seien. Mögen viele auch ernsthafte innere Konflikte geplagt haben, viele hätten sich auch bestens arrangiert mit der Scheinheiligkeit, behauptet Bühling.

Etwa zwei Jahre sei der heutige Trierer Bischof sein Vorgesetzter gewesen, berichtet Bühling. Wie er diesen denn erlebt habe, wird der Autor von einem Zuhörer gefragt. “Ackermann verschwindet hinter seiner Rolle als Theologe. Ich habe immer versucht, den Menschen dahinter kennen zu lernen, aber das ist mir nicht gelungen”. Bühling weiter: “Ackermann konnte theologisch versiert jeden in Grund und Boden reden, aber man fühlte sich von ihm eigentlich auch immer beobachtet”.

den vollständigen Artikel auf "16vor.de" lesen

Sonntag, 8. Dezember 2013

Heute,
 Montag, 09. Dezember 2013

Daniel Bühling

liest aus seinem Buch und stellt sich den Fragen der Zuhörer.


19.00h 

- der Eintritt ist frei -

Sein Buch "Das 11. Gebot - Du sollst nicht darüber sprechen"
 wird vor Ort zum handelsüblichen Preis von 19,99 Euro zum Verkauf angeboten.









"Denn um die Seminarzeit glimpflich zu überstehen, blieb nur der Weg der Geheimnisse, der Lebenslügen, der dauerhaften Unehrlichkeit, des Wegsehens, Vertuschens und Ignorierens von Problemen - der eigenen wie der Probleme von Kommilitonen."
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- Daniel Bühling über seine Zeit im Studienhaus St. Lambert, Lantershofen, in dem Stephan Ackermann Regens und gleichzeitig Dozent für "Spirituelle Theologie" war -

Von 1999 bis März 2006 war Stephan Ackermann Regens des Studienhauses "St. Lambert" Lantershofen.

Samstag, 7. Dezember 2013

„Bist du bereit, in dem Amt zu dienen und das Glaubensgut rein und unverkürzt weiterzugeben?", fragt Bischof Reinhard Marx. „Ich bin bereit", antwortet Stephan Ackermann

Der Regens des Studienhauses Sankt Lambert in Lantershofen empfängt in Trier die Bischofsweihe.Er übernimmt den Visitationsbezirk Trier, bleibt aber bis zum Sommer auf der Grafschaft. (Mai 2006). Wie einige Jahre zuvor seine Vorgänger im Amt in Lantershofen, Felix Genn und Robert Brahm, empfing der 43-Jährige die Bischofsweihe im Trierer Dom. Bis zum Trimesterende im Sommer blieb Ackermann
 Regens in Lantershofen.





Der neue Regens, Dr. Stephan Ackermann, dankte für die freundliche Aufnahme. An die Studierenden gerichtet erklärte er, dass eine späte Berufung laut Evangelium ursprünglich nicht die Ausnahme, sondern die Regel gewesen sei. Er freue sich, dass die Burg Lantershofen „Tore und Brücken in alle Himmelsrichtungen" habe, erklärte Ackermann. (September 1999)





Erstmals ist Dr. Stephan Ackermann (2. v.l.) Gastgeber auf der Burg während 
des historischen Trinkzuges der Lantershofener Junggesellen.

Quelle: "lantershofen.de"
"Erst wenn die Medien das elfte Gebot brechen und den Kirchenvorstehern nichts anderes mehr übrig bleibt, lüften sie den Deckmantel des Schweigens. Die Vorfälle von Missbrauch an Schutzbefohlenen durch kirchliche Würdenträger, über die seit dem Jahr 2003 berichtet wird, liegen teilweise 25 Jahre und mehr zurück und waren innerkirchlich durchaus bekannt. Doch erst der mediale Druck zwang die Kirche, dazu öffentlich Stellung zu nehmen und dem Ruf nach Aufklärung und Wahrheit gerecht zu werden - letzteres ist nicht einmal bis heute restlos geschehen. 

Seit Bekanntwerden dieser Vorfälle ist die Kirche - zumindest in der Öffentlichkeit - darum bemüht, die Priesterausbildung zu verbessern, die Kandidaten sorgfältiger auszuwählen und die Anforderungen an den Priesterberuf zu verändern: Der Priestermangel dürfe kein Freifahrtschein für jedermann zum priesterlichen Dienst sein. Tatsächlich setzt die Kirche heute bei der Auswahl und Zulassung von Kandidaten verstärkt auf psychologische Gutachten. Doch was ist mit denjenigen Männern, die bereits geweiht sind und ihren Dienst als Priester oder Diakon tun? Diese werden keiner nochmaligen psychologischen Prüfung unterzogen, sodass das Versprechen der Kirche, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Missbrauchsfälle aufzuklären - oder neue verhindern -, reichlich halbherzig wirkt. Das Engagement macht vor denjenigen Halt, die bereits jene fragwürdige Ausbildung genossen haben, in Amt und Würden sind und von deren unzureichender Eignung oder gar Verfehlung nur noch nichts an die Öffentlichkeit gekommen ist."

Quelle: "Das 11. Gebot - Du sollst nicht darüber sprechen", Daniel Bühling 


Autor liest aus kirchenkritischem Buch

Autor liest aus kirchenkritischem Buch

Der Buchautor Daniel Bühling stellt am Montag, 9. Dezember, im "Warsberger Hof" in Trier sein Buch "Das elfte Gebot - Du sollst nicht darüber sprechen" vor. Bühling berichtet darin über eine Welt aus Scheinheiligkeit und Doppelmoral, auf die er während seiner Ausbildung als Priester im Augsburger Priesterseminar traf. 

Laut Bühling flüchteten sich die angehenden Priester dort in Alkohol- und Tablettenkonsum und lebten unterdrückte homosexuelle Triebe im Verborgenen aus. red

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Quelle: "Trierischer Volksfreund"

"Eine bessere kirchenrechtliche Handhabe, um notfalls auch gegen den Widerstand eines Ortsbischofs die Anwendung von Leitlinien der jeweiligen Bischofskonferenz zum Umgang mit sexuellem Missbrauch durchzusetzen. Die Ortsbischöfe ihrerseits hätten auf lokaler Ebene bislang "praktisch keine Möglichkeiten" zu reagieren, wenn sie merkten, dass die Leitlinien der Bischofskonferenz nicht angewandt werden."

Der Psychologe Zollner gilt als einer der führenden kirchlichen Fachleute für die Prävention sexuellen Missbrauchs und die Betreuung von Opfern. Er forderte eine bessere kirchenrechtliche Handhabe, um notfalls auch gegen den Widerstand eines Ortsbischofs die Anwendung von Leitlinien der jeweiligen Bischofskonferenz zum Umgang mit sexuellem Missbrauch durchzusetzen. Die Ortsbischöfe ihrerseits hätten auf lokaler Ebene bislang "praktisch keine Möglichkeiten" zu reagieren, wenn sie merkten, dass die Leitlinien der Bischofskonferenz nicht angewandt werden. (kna)Er forderte eine bessere kirchenrechtliche Handhabe, um notfalls auch gegen den Widerstand eines Ortsbischofs die Anwendung von Leitlinien der jeweiligen Bischofskonferenz zum Umgang mit sexuellem Missbrauch durchzusetzen. Die Ortsbischöfe ihrerseits hätten auf lokaler Ebene bislang "praktisch keine Möglichkeiten" zu reagieren, wenn sie merkten, dass die Leitlinien der Bischofskonferenz nicht angewandt werden. (kna)

Niederösterreich: Pfarrer zu vier Jahren Haft verurteilt

Der mittlerweile dienstfrei gestellte Pater soll einen heute 22-Jährigen vergewaltigt haben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Vier Jahre Freiheitsstrafe für einen Pfarrer wegen sexueller Vergehen an einem Schützling: So lautete Freitag spät abends das nicht rechtskräftige Urteil eines Schöffensenates am Landesgericht Wiener Neustadt. Demnach soll der mittlerweile dienstfrei gestellte Pater einen heute 22-Jährigen in den vergangenen Jahren vergewaltigt und auch durch K.o.-Tropfen sexuell gefügig gemacht haben.

Der Vater des heute 22-Jährigen hatte das Strafverfahren in Gang gebracht, indem er den Geistlichen, der in einer 20.000-Seelengemeinde im südlichen Niederösterreich als Pater eingesetzt war, wegen sexueller Übergriffe auf seinen Sohn anzeigte. Was das Opfer selber aussagte, erfuhr keiner. Denn der gesamte Prozess wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt. Insgesamt wurde sieben Tage verhandelt, einmal sogar von 8.00 Uhr in der Früh bis 1.10 Uhr nachts. Auch am Urteilstag gingen die Verhandlungen von 9.00 bis 23.00 Uhr.

Lediglich der Anklagevortrag im November war öffentlich. Die Anklageschrift unterstellte dem Theologen eindeutig homosexuelle Neigungen. Auch von gemeinsamen Urlauben des Pfarrers und des jungen Manns war die Rede. Konkret soll der 47-Jährige den Burschen 2011 bei dessen Praktikum in Costa Rica besucht haben.

'Legionäre Christi': Ordensgründer sowie 8 weitere Priester des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen für schuldig befunden

Der katholische Orden Legionäre Christi hat nach eigenen Angaben neun seiner Priester des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen für schuldig befunden, darunter ist auch der Ordensgründer Marcial Maciel.

Gemäß dem Kirchenrecht wurden bisher Fälle von insgesamt 35 Priestern bearbeitet. Noch sind nicht alle Untersuchungen abgeschlossen, neun Priester wurden aber bereits für schuldig befunden. Dazu gehören auch Marcial Maciel sowie Pater William Izquierdo.

Pater William Izquierdo, ein ehemaliger Lehrer an einer Einrichtung des Ordens im US-Bundesstaat Connecticut soll zwischen 1982 und 1994 demnach einen seiner Obhut unterstellten Novizen missbraucht haben.

Zwei der Beschuldigten wurden aus dem Priesteramt verstoßen, gegen sieben weitere wurden Sanktionen verhängt. Gegen den 85-jährigen Izquierdo, der den Angaben zufolge an schwerer Demenz leidet und seit 2008 nicht mehr als Priester tätig ist, soll keine Strafe ergehen. Er werde in eine Einrichtung mit betreutem Wohnen gebracht, wo er angemessen behandelt werde, hieß es.

In 14 Fällen lag nach Angaben der Legionäre Christi kein Missbrauch vor, zehn weiter Fälle werden noch untersucht, und in zwei Fällen handelte es sich um ehemalige Priester, die nicht kirchenrechtlich belangt werden konnten.

den vollständigen Artikel auf "religion.orf.at" lesen

Verantwortung auf katholisch: sexuell missbraucht "im Namen des Herrn" - und der Staat zahlt

Der katholische Bischof Stephan Ackermann betonte, die Kirche sehe sich in der Verantwortung, neben ihrem seit März 2011 eingerichteten Hilfesystem auch die Empfehlungen des Runden Tisches umzusetzen. "Wir erhoffen uns dadurch, auch andere Institutionen zu konsequenterem Handeln zu ermutigen", so der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz.

Der vom Bund mit 50 Millionen Euro ausgestattete "Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich" (FSM) war zum 1. Mai 2013 als erster Teil des Ergänzenden Hilfesystems für Betroffene sexueller Gewalt gestartet worden. Auch die Länder sollen 50 Millionen Euro beitragen.

den vollständigen Artikel auf "katholisch.de" lesen


katholische Scheinheiligkeit: Papst setzt Ausschuss gegen Kindesmissbrauch ein - Kardinal Marx, ehem. Bischof von Trier, als Mitinitiator








Freitag, 6. Dezember 2013

"Ich wollte einfach leben." - Die Geschichte eines kleinen Jungen, der Priester werden wollte und dann durch die Hölle ging

Winfried Ponsens wurde in einem katholischen Internat Opfer sexueller Gewalt. Trotz ihrer Widersprüche befreite ihn die 68er-Bewegung. Ein Protokoll.

Wenn wir im Haus oder auf dem Gelände einem der Patres begegneten, hatten wir mit leichter Verneigung zu grüßen: „Grüß Gott, Hochwürden.“ Mich hatte vor allem Pater S. spielend unter seine Kontrolle gebracht. Sechs Jahre lang war er mein Präfekt, mein Erzieher. Er war der erste Erwachsene, der seine Versprechen hielt, zum Beispiel von meinen Eltern zu verlangen, regelmäßig Briefe zu schreiben. Ich schaute zu ihm auf, ich liebte und verehrte ihn. Er war aber auch der Erste, der mich demütigte, der Erste, der mir meine Würde nahm.

Eines Nachts kam Pater S. an mein Bett im Gruppenschlafsaal, griff unter meine Decke und machte mir den ersten Samenerguss. Ich lag stocksteif da, atmete kaum und ließ mich vom rauschenden Gefühl des ersten Orgasmus überwältigen. Er flüsterte mir zu, dass ich jetzt ruhigen Gewissens schlafen könne, am nächsten Morgen solle ich noch mal zu ihm kommen. Er sagte mir dann, wenn er das mache, sei das keine Sünde. Und knöpfte mir gleich noch einmal die Hose auf. Danach tat er es immer und immer wieder. Jeden zweiten Tag musste ich zu ihm. Die anderen Jungs auch, manche weniger oft, andere mehr.

Darüber habe ich 45 Jahre lang geschwiegen. Heute bin ich 64 und pensioniert. Bis vor kurzem leitete ich eine Schule für verhaltensauffällige Kinder. Die meisten von ihnen kommen aus Familien, in denen Gewalt und Missbrauch an der Tagesordnung sind. Als Lehrer und Opfer wollte ich der Retter dieser Kinder sein. Ich war gefangen im Dramadreieck, meine zerstörte Kindheit und Jugend haben mein gesamtes Leben bestimmt.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Katholische Kirche: 'Scheinheiligkeit und Doppelmoral'

TRIER. Auf Einladung von “MissBiT – sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche im Bistum Trier” liest der ehemalige Priesteramtsanwärter Daniel Bühling am kommenden Montag in Trier aus seinem Buch.

Bühling wollte Priester werden, doch was er im Rahmen seiner Ausbildung erlebte, raubte ihm dann den Glauben an der katholischen Kirche. “Eine Welt voll Scheinheiligkeit und Doppelmoral” habe er gesehen, von einer “Parallelwelt des Priesterseminars, in der Homosexualität unterdrückt ausgelebt wird und wo Psychosen und Wahnvorstellungen, Tabletten- und Alkoholmissbrauch an der Tagesordnung sind”, schreibt er in seinem Buch “Das 11. Gebot: Du sollst nicht darüber sprechen”.

Bühling hat über seine Erlebnisse geschrieben, am Montag, 9. Dezember, liest er um 19 Uhr im “Warsberger Hof” in der Dietrichstraße aus seinem Insiderbericht.


Quelle: "16vor.de"

Dienstag, 3. Dezember 2013

Italien: Gericht verurteilt Priester wegen sexuellen Missbrauchs

Rom, 3.12.13 (Kipa) Wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen und obszöner Handlungen in der Öffentlichkeit ist ein katholischer Priester und ehemaliger Bistumssprecher in Italien zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Wie italienische Medien am Dienstag berichteten, untersagte ein Gericht im mittelitalienischen Pesaro dem Geistlichen zudem für ein Jahr, in der Öffentlichkeit zu wirken, und schloss ihn für fünf Jahre von öffentlichen Ämtern aus.

Noch fünf Monate Haft

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der damalige Sprecher des Bischofs der mittelitalienischen Küstenstadt Fano, Don Giangiacomo Ruggeri, ein dreizehn Jahre altes Mädchen sexuell missbraucht und in der Öffentlichkeit geküsst und gestreichelt hat. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre Haft gefordert. Der Priester war im Juli 2012 festgenommen worden. Das Verfahren war in Absprache mit der Verteidigung verkürzt worden. Dafür wurde dem Schuldigen ein Drittel der Strafe erlassen. Dem Priester verbleiben somit noch fünf Monate Haft. (kipa/cic/job)

Diözese Rottenburg-Stuttgart: 130 Anzeigen, 107 Beschuldigte, 70 Entschädigungszahlungen


Die 2002 von der Diözese eingerichtete Kommission Sexueller Missbrauch (KSM) bearbeitet nach Angaben Hesses inzwischen Anzeigen von 130 Opfern mit 107 Beschuldigten. Manche Fälle reichten bis in die 1940er Jahre zurück. Ein Großteil beziehe sich auf sexuelle Übergriffe in katholischen Kinderheimen bis in 
die 1970er Jahre.

Insgesamt zahlte die Diözese seit 2011 rund 360 000 Euro Entschädigungszahlungen an 70 Missbrauchsopfer, wie Hesse sagte.

Montag, 2. Dezember 2013

sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Katholische Priester verurteilt

Zwei katholische Priester sind wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Gegen einen 37-jährigen Portugiesen wurde eine zehnjährige Haftstrafe verhängt, wie örtliche Medien berichteten. Nach Auffassung der Richter hatte sich der frühere Vize-Rektor eines Seminars in der Stadt Fundao an sechs Minderjährigen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren vergangen.

Ein 49-jähriger Priester aus Polen wurde zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Er hatte fünf minderjährige Jungen missbraucht, wie die polnische Nachrichtenagentur PAP berichtete. Das Gericht untersagte es ihm außerdem, jemals wieder Kinder zu unterrichten. Die Ermittlungen gegen die beiden Geistlichen waren nach Zeugenaussagen ins Rollen gekommen.

In Portugal war zuletzt im Jahr 1993 ein katholischer Priester wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden. Die polnischen Behörden nahmen im September Ermittlungen gegen den Vatikan-Gesandten in der Dominikanischen Republik, Josef Wesolowski, und einen weiteren Kirchenvertreter aus Polen auf, der ebenfalls auf der Karibikinsel eingesetzt war. Beide werden verdächtigt, Sex mit Jungen gehabt zu haben.

Quelle: n-tv.de

Samstag, 30. November 2013

"So gewinnt das Bistum kein Vertrauen zurück"




Kommentar von Ingo Schneider, Rheinzeitung:

"So gewinnt das Bistum kein Vertrauen zurück. Um es klar zu sagen: Es geht hier nicht um die Vorverurteilung eines Geistlichen, gegen den Vorwürfe erhoben werden. Bei einem Prozess gilt auch für den Angeklagten die Unschuldsvermutung bis zur Feststellung seiner Schuld. Das Problem ist aber: Für die hier erhobenen Vorwürfe wird es keine gerichtliche Klärung mehr geben. Unterstellt man einmal, dass sie stimmen, ist das für das Opfer eine schwierige Lage. Es muss sich darauf verlassen,dass ausgerechnet die Institution heute gerecht mit ihm umgehen wird, deren Vertreter ihm in seiner Jugend großes Unrecht angetan hat. Da ist das Vorgehen des Bistums wenig hilfreich. Einem ersten Gespräch 2012 folgte eine lange Funkstille. Und im zweiten Gespräch Anfang November 2013 wird gleich eine Verschwiegenheitserklärung zur Unterschrift vorgelegt. Zurück bleibt das mutmaßliche Opfer, das nicht wirklich weiß, was es da genau unterzeichnet hat. Auch gegenüber den Medien gibt sich das Bistum mehr als verschlossen. Auf einen detaillierten Fragenkatalog gibt es drei lapidare Sätze. Selbst unverfängliche Fragen bleiben unbeantwortet. Ob die Anschuldigungen gegen den Pfarrer zu Recht erhoben wurden, können möglicherweise nur noch er selbst und das mutmaßliche Opfer beurteilen. Beim Verhalten des Bistums sieht das anders aus: Das lässt sich auch von Beobachtern beurteilen – und es ist nicht gerade geeignet,Vertrauen zu schaffen."


Quelle: Rheinzeitung, Freitag, 29.11.2013

Freitag, 29. November 2013

Bistum Trier: Missbrauch in der Kirche? Pfarrer ist weiter im Einsatz

Koblenz/Trier - Die Übergriffe sollen fast 30 Jahre zurückliegen - und eine strafrechtliche Klärung wird es nicht mehr geben. Aber für die mutmaßlichen Opfer des katholischen Priesters, der nach wie vor in Koblenz und im Kreis Altenkirchen tätig ist, ist der Fall keineswegs abgeschlossen.

Im Juli 2012 hatte sich ein heute 44-Jähriger Saarländer beim Bistum Trier gemeldet. Er sei im Jahr 1985 vom Pfarrer einer Gemeinde im Saarland sexuell missbraucht worden. Seitdem läuft das interne Verfahren der Kirche. Und seitdem läuft auch sein Antrag auf Entschädigung durch die Kirche. Wie die Sache ausgeht, ist offen. Klar ist nur: Der beschuldigte Pfarrer ist weiter im Amt, hält weiter Messen, nach Informationen unserer Zeitung auch regelmäßig in Koblenz.

den vollständigen Artikel auf "rhein-zeitung.de" lesen

Bistum Münster (Stephan Kronenburg): Was von der Transparenzoffensive übrig blieb


Stephan Kronenburg (ehemals Pressesprecher im Bistum Trier, jetzt Bistum Münster)


Unwahrheit, Manipulation eines Wikipedia-Artikels: Mit allen Mitteln versuchte das Bistum Münster – insbesondere Pressesprecher Dr. Stephan Kronenburg – den Eindruck zu erwecken, der Bischöfliche Stuhl zu Münster sei nicht Miteigentümer der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft (ASW). Eine aktuelle Auskunft der ASW gegenüber dem Amtsgericht Köln belegt jetzt: Der Bischöfliche Stuhl zu Münster ist zu 10,65% an der ASW beteiligt. Anteilswert gem. der Konzernbilanz zum 31.12.2011: 41,7 Mio. Euro – und das bei Bewertung zu historischen Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen.

Montag, 25. November 2013

SPIEGEL-Bestseller: "Das 11. Gebot: Du sollst nicht darüber sprechen", Daniel Bühling





Daniel Bühling
"Das 11. Gebot: Du sollst nicht darüber sprechen"

Montag, 09.12.2013
Warsberger Hof, Trier



Daniel Bühling wird sprechen!

Freitag, 22. November 2013

Missbrauch im Kloster: Opfer zieht Klage zurück - Katholische Kirche soll sich ihrer Verantwortung stellen

Bonn/Osnabrück. Den Rechtsstreit konnte er nicht gewinnen, weil seine Ansprüche nach 54 Jahren längst verjährt sind. Vor dem Bonner Landgericht hat der Osnabrücker Heinz M. am Freitag seine Klage auf Schmerzensgeld zurückgezogen, das er für einen fortgesetzten sexuellen Missbrauch in einem katholischen Internat geltend macht. Draußen forderte eine kleine Gruppe von Missbrauchsopfern in einer Demonstration die katholische Kirche auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen und einen Fonds für Geschädigte einzurichten.

Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche im Bistum Passau: Ex-Oberministrant bekommt zwei Jahre Bewährung

Ein früherer Oberministrant aus dem Landkreis Passau ist am Donnerstag (21.11.13) wegen Kindesmissbrauchs vor dem Amtsgericht Passau verurteilt worden. Das überraschende Urteil: zwei Jahre auf Bewährung.

Der heute 30-Jährige hatte während seiner Zeit in der kirchlichen Jugendarbeit intensiven Kontakt zu mindestens sieben Buben aufgebaut. Nachdem er sein Amt niedergelegt hatte, traf er sich weiterhin mit den Minderjährigen, um mit ihnen Pornos zu schauen und an ihnen sexuelle Handlungen vorzunehmen.

Der 30-Jährige betonte, er habe bei den sexuellen Übergriffen immer darauf geachtet, dass die Betroffenen über 14 Jahre alt waren. Das Gegenteil ließ sich in dem Verfahren nicht beweisen. Das Urteil des Amtsgerichts Passau lautet daher nicht, wie zunächst angeklagt, auf schweren sexuellen Missbrauch. 

den vollständigen Artikel auf "br.de" lesen

Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Osnabrücker verklagt Orden

Osnabrück/Bonn. Für das katholische Hagen war es ein Ereignis, als vier Patres aus Bonn im Mai 1959 zu einer Volksmission kamen. Für Familie M. war es eine Ehre, dass die hochwürdigen Herren ihren elfjährigen Heinz mit in ihr Kloster nehmen wollten. Aber für den Jungen wurden die vier Wochen zum Martyrium. Nachts kamen Ordensbrüder in sein Zimmer und missbrauchten ihn. Jahrzehnte hat Heinz M. geschwiegen. 

Jetzt verklagt er den Orden auf Schmerzensgeld. Am Freitag kommt sein Fall vor das Landgericht Bonn.

den vollständigen Artikel auf "noz.de" lesen

Missbrauchsprozess gegen Pater vor Vertagung

Die Vorwürfe lauten auf Vergewaltigung, geschlechtliche Nötigung, sexueller Missbrauch einer willensunfähigen Person, Nötigung, Stalking und Körperverletzung.

Der Vater eines heute 22-Jährigen hatte angezeigt, dass der 47-Jährige seinen Sohn nicht nur sexuell belästigt, sondern auch durch Medikamente – K.o.-Tropfen – gefügig gemacht hätte. In der Gemeinde im Bezirk Baden gab es nach dessen Dienstfreistellung Unterstützung für den Pfarrer: In einer Unterschriftenaktion wurde seine Wiedereinsetzung verlangt.

den vollständigen Artikel auf "noen.at" lesen

Mittwoch, 20. November 2013

katholischer Priester (ehemaliger Nuntius): sexueller Missbrauch, Drogen und Intimitäten

Die Liste der Anschuldigungen gegen den ehemaligen Nuntius der Dominikanischen Republik aus Polen hat sich verlängert. Der Priester soll laut Medienberichten nicht nur dominikanische Kinder missbraucht, sondern auch Drogen gekauft und konsumiert haben.

Erzbischof Jozef Wesolowski wird wieder zum Gesprächsthema Nummer eins in Polen – gegen den vatikanischen Diplomat liefen Ermittlungen in der Dominikanischen Republik wegen Pädophilie. Diese wurden Anfang November abgeschlossen und die Ergebnisser dieser von der dominikanischen Staatsanwaltschaft an den Vatikan geschickt. Dort fing ein weiteres Verfahren in der Kongregation für Glaubenslehre an. Die dominikanischen Medien sollen an Materialien gelangt sein, nach diesen gegen Bischof Wesolowski fünf missbrauchte Kinder ausgesagt haben sollen und nicht drei, wie bisher gedacht.

sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Forschungsprojekt zeigt „Erschreckendes“

Bei einem Symposium der Unabhängigen Opferschutzkommission („Klasnic-Kommission“) wurden die Ergebnisse einer Begleitstudie zur Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in der römisch-katholischen Kirche vorgestellt. Sie ergeben „ein erschreckendes Bild“.

Ein Forschungsteam der Wiener Fakultät für Psychologie hat die Aufarbeitung kirchlicher Missbrauchsfälle durch die - die „Klasnic-Kommission“ - wissenschaftlich begleitet. Die Studie ergab, dass die Hälfte jener 185 Opfer, die einer Befragung zustimmten, unter einer „posttraumatischen Belastungsstörung“, an seelischen und körperlichen Folgen des erlittenen Missbrauchs sowie an Störungen im Beziehungsleben leiden.

Daniel Bühling kommt nach Trier




Montag, 09.12.2913

19.00h

Kolpinghaus "Warsberger Hof"
Dietrichstraße 42

54290 Trier


- Eintritt frei -


Dienstag, 19. November 2013

Ermittlungen gegen Pfarrer gehen weiter

Hilpoltstein (HIP) Aufgrund einer Haftbeschwerde seines Anwalts ist der Heidecker Stadtpfarrer aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Dies erklärte Anita Traud von der Staatsanwaltschaft

Nicht bestätigt hat Traud die Gerüchte, dass auch gegen das mutmaßliche Opfer ermittelt werde. „Das ist nicht richtig.“ Wann es zum Prozess kommt, ist noch unklar, fest steht laut Traud jedoch, dass es nicht mehr in diesem Jahr sein wird. Die Diözese Eichstätt hat indes erklärt, dass der Heidecker Pfarrer bis auf weiteres vom Dienst freigestellt sei.

Weiter reichende Entscheidungen würden mit dem Bischof besprochen

Seit August befand sich der Geistliche in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ermittelt gegen ihn wegen schweren sexuellen Missbrauchs. Belastet wurde er von einem damals Minderjährigen, an dem sich der Pfarrer zwischen 1998 und 2001 mehrmals vergangenen haben soll.

Letztlich stand seit August Aussage gegen Aussage. „Aber das ist bei Sexualdelikten ganz häufig so“, sagt Anita Traud von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Entlassen wurde der Pfarrer jetzt aufgrund einer Haftbeschwerde seines Anwalts. Die bisherigen Ermittlungen und die Aussagen des mutmaßlichen Opfers hätten dem Landgericht nicht mehr gereicht, um den Pfarrer weiter in Haft zu behalten, so Traud. Ermittelt werde jedoch weiter. 

den vollständigen Artikel auf "donaukurier.de" lesen

Bistum Eichstätt: Pfarrer aus U-Haft entlassen

Der Heidecker Stadtpfarrer ist seit gestern wieder auf freiem Fuß. Dies teilte Kaplan Dominik Pillmayer unserer Zeitung auf Nachfrage mit. Laut Staatsanwaltschaft gebe es im Moment keine Anhaltspunkte, den Stadtpfarrer weiter in Haft zu behalten, so Pillmayer.

Es stehe Vorwurf gegen Vorwurf und Aussage gegen Aussage. Allerdings habe man seitens der Staatsanwaltschaft auch mitgeteilt, dass die Ermittlungen weitergingen.

„In welche Richtung das nun geht, weiß ich allerdings nicht“, sagte Pillmayer. Der Pfarrer ist seit 20. August in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hatte begonnen in mehreren Fällen des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu ermitteln, erklärte damals Oberstaatsanwältin Antje Gabriels-Gorsolke. Dabei soll es sich um Vorfälle an der früheren Wirkungsstätte des Pfarrers in der Oberpfalz handeln.

Quelle: "donaukurier.de"





Was ein katholischer Priester aus dem Bistum Münster meint, zu den Missbrauchsfällen sagen zu müssen: "Persönliche Fehlleistungen von Menschen werde es immer geben. Die Kirche hält das aus – und das seit 2000 Jahren.“

Lemanski packte in seiner ersten Predigt an neuer Wirkungsstätte – zuletzt war der gebürtige Dorstener rund fünf Jahre in Ibbenbüren tätig gewesen – die heißen Eisen an, indem er die aktuelle Situation der Kirche mit Missbrauchsfällen und Verschwendungsvorwürfen ansprach. „Und trotzdem gehen wir in die Gottesdienste und gehören der Kirche an“, rief er den versammelten Gläubigen zu. Persönliche Fehlleistungen von Menschen werde es immer geben. „Die Kirche hält das aus – und das seit 2000 Jahren“, meinte Lemanski.

Montag, 18. November 2013

Prävention auf katholisch: Selbstauskunftserklärung lediglich im Einzelfall, erweitertes Führungszeugnis für ehrenamtlich Tätige lediglich, soweit es die gesetzliche Regelungen des jeweiligen Bundeslandes bestimmen


 Erweitertes Führungszeugnis, Selbstauskunfterklärung:
"Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen, entsprechend den gesetzlichen und arbeitsrechtlichen Regelungen, ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Eine Pflicht zur Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses für ehrenamtlich Tätige besteht, soweit es die gesetzlichen Regelungen des jeweiligen Bundeslandes bestimmen. Je nach Art, Intensität und Dauer des Kontakts mit Kindern und Jugendlichen bzw. nach Aufgabe und Einsatz im Einzelfall wird von den Verantwortlichen geprüft, ob eine Selbstauskunftserklärung vorgelegt werden muss."


den vollständigen Artikel auf "cms.bistum-trier.de" lesen

Trier: 18. Oktober 2013, Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger und erwachsener Schutzbefohlener durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz

LEITLINIEN
für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger
und erwachsener Schutzbefohlener durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz





Mittwoch, 13. November 2013

Vertrauensverrat durch sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche

Der Erzbischof von Melbourne hat den Bericht eines Untersuchungsausschusses über den Umgang mit Missbrauchsfällen im Bundesstaat Victoria begrüsst. Der Bericht des Ausschusses trage zu Recht den Titel «Vertrauensverrat», sagte Erzbischof Denis Hart in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung. «Das war in meinem Leben der schlimmste Vertrauensverrat in der katholischen Kirche», so Hart. Die Untersuchung dokumentiere das «unentschuldbare Versagen der Kirche». Gegenstand waren vor allem Missbrauchsfälle aus der Zeit zwischen 1960 und 1985.

Vor allem über die katholische Kirche fällt das Urteil verheerend aus. Es habe auch in anderen Konfessionen wie der Anglikanischen Kirche und in der Heilsarmee zahlreiche Missbrauchsfälle gegeben, aber der katholische Klerus sei für sechsmal so viele Missbrauchsfälle verantwortlich wie Mitglieder aller anderen Kirchen zusammen. 

Montag, 11. November 2013

Missbrauch im Kirchencamp: Sex-Priester vor Gericht - und gleich wieder frei

Der Haftbefehl war von Interpol erst vor einigen Wochen vollstreckt worden. Aber K. kam gegen eine Kaution von rund 500 Euro wieder frei. Er lebt seitdem bei einem Priester in Kapstadt, bezieht weiter finanzielle Unterstützung eines deutschen Bistums. Die Gründe für die Vertagung wurden nicht bekannt. Eine Mutter, deren Sohn von K. missbraucht worden sein soll, ist empört über die neuerliche Verzögerung.

Sie sagt: „Er wird von der Kirche weiter bezahlt, aber wir Eltern haben von der selben Kirche keinerlei Hilfe bekommen, unsere Kinder auch nicht. Das ist ein Skandal.“

den vollständigen Artikel auf "express.de" lesen

Slowenische Justiz: Diözesen haften für Missbrauchsgeistliche - Präzedenzfall?

Laibach, 11.11.13 (Kipa) In Slowenien sind zwei Diözesen für Missbrauchsstraftaten eines Priesters, der mittlerweile verstorben ist, zu hohen Geldstrafen verurteilt worden. Es handelt sich um einen Präzedenzfall. Erstmals wurde die katholische Kirche als Arbeitgeberin der Priester mit einem rechtskräftigen Urteil zur Verantwortung gezogen.

Nach einem Bericht der Tageszeitungen "Delo" und "Dnevnik" von 9. November bestätigte das Obergericht in Maribor das Urteil des Bezirksgerichts, wonach die Kirche 80.000 Euro (rund 99.000 Franken) Entschädigungsgeld für sexuellen Missbrauch zahlen muss. Täter war der ehemaliger Pfarrer von Artice, Karl Jost.

Den Medienberichten zufolge wird diese Entscheidung, in der die objektive Verantwortung der Kirche für sexuellen Missbrauch durch Priester bestätigt wird, weitere Entscheidungen beeinflussen. Das Urteil werde auch Gerichte ausserhalb Sloweniens leiten, hiess es. (kipa/kap/bal)

Traiskirchen: Missbrauchspro­zess gegen Pfarrer startet

Dem abgesetzten Traiskirchner Pfarrer wird Vergewaltigung und sexueller Missbrauch vorgeworfen. Er beteuert seine Unschuld.

Der Vater eines heute 22-Jährigen hatte Anzeige erstattet und das Strafverfahren in Gang gesetzt. Demnach habe Pater Fabian seinen Sohn nicht nur sexuell belästigt, sondern ihn auch durch Medikamente gefügig gemacht.

Buch über Priesterausbildung: Hölle auf Erden

"Sahneschnittchen" und "Frischfleisch"

Bühling selbst weiß zu diesem Zeitpunkt schon lange, dass er homosexuell ist. "Ich war gar nicht so sehr entsetzt über die Zustände, als über die Unverfrorenheit, mit der meine Mitbrüder sich in der Doppelmoral eingerichtet hatten." Sprach er die Betroffenen darauf an, wieso sie sich mit Strichern einließen oder in der nächstgrößeren Stadt "Sahneschnittchen" und "Frischfleisch" aufrissen, stieß er auf Unverständnis: "Stell dich nicht so an, mach es dir nett und rede nicht drüber." Diese Haltung zog sich laut Bühling bis in die Führungsebenen hinein, wo kein Interesse bestand, psychisch labilen Studenten Halt zu geben oder dem Treiben im Keller Einhalt zu gebieten.

Männlichkeitswahn und Frauenhass

Bühling verliebt sich, führt eine heimliche Beziehung, hadert und zerbricht fast an der Scheinheiligkeit. Er verlässt St. Matthias, macht eine Ausbildung zum Gemeindereferenten, versucht es im Herbst 2004 noch einmal mit dem Priesterwerden - im Spätberufenen-Seminar St. Lambert in Lantershofen in der Eifel. Hier erlebt er eine Frauenfeindlichkeit, die ihm Angst macht: Das "Weibsvolk" gilt den Seminaristen als teuflisch und nur gut genug für niedere Arbeiten. Ein Kommilitone habe "ein mittelalterliches Frauenbild gehabt, das geradezu psychopathisch war".

Sonntag, 10. November 2013

Krefeld / Südafrika: Gerichtsverhandlung im Fall K. auf März 2014 vertagt





German Catholic priest Kerkhoff leaves the Brits Magistrate Court

German Catholic priest Georg Kerkhoff leaves the Brits Magistrate Court in Pretoria November 8, 2013. The court on Friday postponed the sexual abuse case against Kerkhoff who is on trial for child abuse in South Africa, and could face extradition for over 36 more counts of sexual offences against children in Germany. The case has been postponed to March 6, 2014. REUTERS/Stringer (SOUTH AFRICA - Tags: RELIGION CRIME LAW)

Samstag, 9. November 2013

Krefeld/Südafrika: Pfarrer K.: Prozess vertagt

Willich/Johannesburg. Das Verfahren gegen den aus Willich stammenden Pfarrer Georg K. ist in Südafrika erneut vertagt worden. Seit März 2010 steht er dort wegen des möglichen Missbrauchs von Kindern vor Gericht. Der katholische Priester soll sich ihnen in einem Kommunioncamp genähert haben. Am Freitag erschien der 55-Jährige in Begleitung seiner Anwältin zum Prozess, der aber nach 15 Minuten schon wieder vorbei war: Erst im März 2014 soll weiterverhandelt werden.

Unabhängig von dem Verfahren in Südafrika ermittelt auch die Krefelder Staatsanwaltschaft gegen den Pfarrer. Seine Auslieferung ist beantragt, da ihm der sexuelle Missbrauch von Kindern in 37 Fällen zur Last gelegt wird. K. hatte deshalb Selbstanzeige erstattet. WD

Quelle: wz-newsline.de

Freitag, 8. November 2013

"Die Kirche will nach außen hin beruhigen"

HuffPost: Seit die Missbrauchsskandale bekannt wurden, holt die Kirche psychologische Gutachten zu den Anwärtern ein. Jetzt müsste es doch besser werden.

Bühling: Mit dieser Ankündigung will die Kirche nach außen hin beruhigen. Meines Wissens nach gibt es aber noch gar keine offizielle Regelung, wenn, dann nur auf dem Papier. Wer Priester werden will, muss ein Gespräch mit einem Vorgesetzten führen, meist mit dem Bischof oder Regens. Mehr nicht. Fast alle Kandidaten bestehen, weil die Kirche wegen des Priestermangels auf jeden angewiesen ist.

HuffPost: Sind Sie Zeuge von Kindesmissbrauch geworden?

Bühling: Ich habe Gott sei Dank nie in meinem Umfeld von solchen Fällen gehört. Doch ich war geschockt von den Aussagen mancher Kollegen. Sie gaben zu, dass sie sich nur schwer beherrschen könnten, wenn sie von lauter ‚knackigen’ 15-jährigen Jungen und Mädchen umgeben seien. Je stärker ein Mensch seine Sexualität zu unterdrücken versucht, desto mehr Reize entdeckt er, die ihn erregen und die Hemmschwelle wird da gefährlich herabgesetzt.

Mittwoch, 6. November 2013

Um Missbrauch in der katholischen Kirche vorzubeugen, sollte nach Meinung des Mainzer Kirchenrechtlers Matthias Pulte die Position von Laien und Frauen gestärkt werden

Pulte gehört dem Anfang 2013 eingerichteten Beraterkreis an, der unter der Leitung des Trierer Bischofs Stephan Ackermann der Deutschen Bischofskonferenz das auszuwählende Forschungskonsortium vorschlägt, das mit dem Forschungsprojekt „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch Priester, Diakone und Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ in den Jahren 2014 bis 2017 beauftragt wird.

den vollständigen Artikel auf "idw-online.de" lesen

Montag, 4. November 2013

Firmenbeteiligung des Bischöflichen Stuhls in Trier ist rund 350 Millionen Euro wert

Das Vermögen der katholischen Kirche im Bistum Trier ist deutlich höher als bislang bekannt: Der Bischöfliche Stuhl ist an einer Immobiliengesellschaft beteiligt. Ein Experte schätzt den Wert der Beteiligung auf mehrere Hundert Millionen Euro.

Hinter diesen Zahlen und Begriffen verbirgt sich ein Vermögen, das noch deutlich höher ist. Denn der Bischöfliche Stuhl ist mit 13,5 Prozent an der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft (ASW) beteiligt. Die in Köln ansässige Gesellschaft bewirtschaftet rund 25.000 Wohnungen, darunter auch 450 Wohnungen in Trier, errichtet und verkauft Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser.

Der Politologe und Experte für Kirchenfinanzen, Carsten Frerk, schätzt den Marktwert des Unternehmens auf mindestens 2,6 Milliarden Euro. "Da der Bischöfliche Stuhl in Trier 13,5 Prozent des Stammkapitals besitzt, hätte er einen Anteil von rund 350 Millionen Euro", sagt Frerk dem Volksfreund. Will heißen: Würde der Trierer ASW-Anteil verkauft, könnte mit Einnahmen in dieser Höhe gerechnet werden. Und warum taucht der Betrag dann nicht in der Bilanz des Bischöflichen Stuhls auf? "Weil nach dem Handelsgesetzbuch Vermögensgegenstände in der Bilanz nur mit ihren Anschaffungskosten ausgewiesen werden müssen", sagt der Bitburger Steuerberater Heinz-Peter Fuchsen.

Hinter diesen Zahlen und Begriffen verbirgt sich ein Vermögen, das noch deutlich höher ist. Denn der Bischöfliche Stuhl ist mit 13,5 Prozent an der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft (ASW) beteiligt. Die in Köln ansässige Gesellschaft bewirtschaftet rund 25.000 Wohnungen, darunter auch 450 Wohnungen in Trier, errichtet und verkauft Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser.


Der Politologe und Experte für Kirchenfinanzen, Carsten Frerk, schätzt den Marktwert des Unternehmens auf mindestens 2,6 Milliarden Euro. "Da der Bischöfliche Stuhl in Trier 13,5 Prozent des Stammkapitals besitzt, hätte er einen Anteil von rund 350 Millionen Euro", sagt Frerk dem Volksfreund. Will heißen: Würde der Trierer ASW-Anteil verkauft, könnte mit Einnahmen in dieser Höhe gerechnet werden. Und warum taucht der Betrag dann nicht in der Bilanz des Bischöflichen Stuhls auf? "Weil nach dem Handelsgesetzbuch Vermögensgegenstände in der Bilanz nur mit ihren Anschaffungskosten ausgewiesen werden müssen", sagt der Bitburger Steuerberater Heinz-Peter Fuchsen.


Bistum Trier: 200 Millionen Euro auf der hohen Kante

Trier gehörte zu den ersten Diözesen, die einen Blick ins "Allerheiligste" gewährten - die Finanzen des Bischöflichen Stuhls (siehe Stichwort). Jetzt allerdings stellt sich heraus, dass die vom Bistum veröffentlichten Zahlen keinen Rückschluss zulassen auf die tatsächlichen Vermögenswerte, die deutlich darüber liegen. 

Keine Aussage auch zur derzeitigen finanziellen Misere beim Weltbild-Verlag, an dem zwölf Bistümer - darunter Trier - beteiligt sind.

Dabei hat Generalvikar Georg Bätzing noch in der neuen Ausgabe der Bistumszeitung Paulinus angekündigt, "noch viel mehr" über die kirchlichen Vermögensträger zu informieren. "Nur durch Transparenz wird der Eindruck von Unübersichtlichkeit verändert und Vertrauen aufgebaut werden können", lässt sich der Verwaltungschef des Bistums zitieren.

Auf mehrere Volksfreund-Anfragen zu den Finanzen reagierte das Bistum in den vergangenen Tagen allerdings ausweichend. Oder Bischofssprecher André Uzulis teilte mit, dass es dazu keine Informationen gebe. So schweigt sich das Bistum etwa über die Beteiligung an Unternehmen aus und verweist auf einen Geschäftsbericht, der im nächsten Jahr erstmals veröffentlicht werde.
Keine aktuellen Informationen gibt es auch über das finanzielle Polster im Bistumshaushalt, auf das wegen des unausgeglichenen Haushalts seit Jahren zurückgegriffen werden muss. Zuletzt hieß es, die Rücklage betrage 200 Millionen Euro.