Freitag, 23. Juni 2017

Erzbistum Köln / Bad Godesberg: "Neue Dimension der Vergehen"


Quelle: "www.aloisiuskolleg.de"


  • Neue Missbrauchsvorwürfe an Bonner Jesuitenschule: Erneute Vorwürfe am Aloisiuskolleg in Bonn: Ex-Schüler berichtet laut Agenturbericht von sexuellem Missbrauch zwischen 1980 und 1983 ("wdr.de")
  • Aloisiuskolleg Bad Godesberg: Ex-Patres am Aloisiuskolleg wird Vergewaltigung vorgeworfen ("general-anzeiger-bonn.de")


Erzbistum Köln / Bad Godesberg: neue Vorwürfe des schweren sexuellen Missbrauchs durch mehrere Jesuitenpatres

Berlin, 23.06.2017. Beim ECKIGEN TISCH BONN, dem Verein der Geschädigten des Aloisiuskollegs e.V. hat sich ein Betroffener (geboren 1970) gemeldet, der angibt während seiner Schulzeit im Aloisiuskolleg 1980-83 als Kind mehrfach Opfer schweren sexuellen Missbrauchs insb. durch zwei Jesuitenpatres (und gefährlicher Körperverletzung durch einen dritten Pater) geworden zu sein.

Bei den namentlich benannten Missbrauchstätern handelt es sich in der Darstellung zum einen um den ehemaligen Internats- und Schulleiter der wohl in Tatgemeinschaft mit einem anderen Jesuitenpater das Kind nackt fotografierte, bis zur Ohnmacht würgte und inklusive Penetration vergewaltigte habe. Der andere Jesuitenpater zum anderen, der Lehrer am Ako war, sei dabei zugegen gewesen und habe das Kind danach ebenso vergewaltigt.

den vollständigen Artikel auf "eckiger-tisch-bonn.de" lesen

Freitag, 16. Juni 2017

Bistum Trier: Verhalten von Bischof Ackermann und seinem Bistum löst bei Gläubigen Entsetzen und Unverständnis aus




"Sie dürfen versichert sein,

dass Herr Bischof und die Personalverantwortlichen des Bistums 
um ihre Verantwortung wissen und sie auch wahrnehmen." (!)

(Zitat aus dem Antwortschreiben des Bistums, Juni 2017)
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Viele Freisener Gläubige fordern mehr Rückendeckung für Pfarrer Hanno Schmitt, der seit den Missbrauchsvorwürfen gegen den ehemaligen Freisener Pfarrer öffentlich angefeindet wird und gar Drohbriefe erhält.

"Doch das Verhalten und das permanente Schweigen des Bistums zu all den Anfeindungen gegen Pastor Schmitt" löse bei vielen Gläubigen Entsetzen und Unverständnis aus. 

Die internen Ermittlungen gegen den ehemaligen Freisener Pfarrer wegen sexuellen Missbrauchs sind nach wie vor nicht abgeschlossen. Auf Nachfrage der Saarbrücker Zeitung heißt es aus der Pressestelle des Bistums Trier: "Die kirchenrechtliche Untersuchung läuft intensiv; wir gehen momentan davon aus, dass sie im Laufe des Sommers zum Abschluss gebracht werden kann."


Freitag, 9. Juni 2017

Bistum Trier / Bistum Würzburg: Diözese Würzburg sah bei Anstellung des ehemaligen Trierer Priesterseminaristen keinen Grund nachzufragen - Anzeige erfolgte erst nach Weitergabe privater Rechercheergebnisse an die Medien

Hätte die Diözese Würzburg schon 2000 bei Anstellung eines Priesters Verdacht schöpfen müssen und wäre so möglicherweise ein Missbrauch 2002 in einer kleinen Rhöngemeinde verhindert worden? Diese Fragen stellen sich viele, nachdem bekannt wurde, dass das Bistum den heutigen Ruhestandspriester wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt hat.

Das Bischöfliche Ordinariat Würzburg erfuhr erstmals in den vergangenen Wochen von dem möglichen Missbrauch Anfang der 1990er Jahre. Nach eigenen Recherchen und der Konfrontation des Priesters mit dem Vorwurf erstattete Generalvikar Thomas Keßler schließlich Anzeige.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Bistum Trier / Bistum Würzburg: Diözese zeigt Ruhestandspriester wegen sexuellen Missbrauchs an - Beschuldigter Priester stammt aus dem Bistum Trier und wurde bereits verurteilt


Das Bistum Würzburg hat einen 55-jährigen Ruhestandspriester bei der Staatsanwaltschaft wegen sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen angezeigt. Dieser Missbrauch soll Anfang der 1990er Jahre in Österreich passiert sein. Dort war der Priester damals Mitglied einer Ordensgemeinschaft.

Wegen Missbrauchs in den Ruhestand versetzt

Der 55-Jährige stammt nicht aus dem Bistum Würzburg und wurde 1996 in Rumänien zum Priester geweiht. Der Mann lebte in den 1990er Jahren in einer Ordensgemeinschaft in einem österreichischen Kloster. 2000 kam er in das Bistum Würzburg. Der Geistliche war bis 2002 als Pfarradministrator im Bistum Würzburg eingesetzt. Dort kam es 2002 zu sexuellem Missbrauch, den der Priester selbst anzeigte. Der Würzburger Bischof entband ihn daraufhin von seinen Aufgaben. Ein Amtsgericht verurteilte den Priester wegen dieses Tatgeschehens im Jahr 2002 unter anderem zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung. Außerdem entschied die römische Glaubenskongregation, dass der Priester nach Abschluss einer Therapie nicht wieder in der ordentlichen Seelsorge eingesetzt wird.

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"Der Anfang liegt im Erzbischöflichen Collegium Marianum in Neuss. Der damalige Direktor sagt, er habe über den Mann ein Gutachten für den Übergang zum Priesterseminar in Trier geschrieben. Es sei nicht gut ausgefallen. Recherchen Heibels zufolge hat dann Mitte der 1980er Jahre der Regens erklärt, dass der Mann aufgrund des Gesamteindrucks seiner Persönlichkeit für das Amt des Priesters nicht geeignet sei. Der so Abgeurteilte ging nach Österreich und wurde dort in einem großen Kloster aufgenommen. Er sei damit seiner Entlassung aus dem Priesterseminar zuvorgekommen, so der Trierer Regens, und: Das Kloster hätte sich nie bei ihm erkundigt, warum der Mann das Seminar vorzeitig verließ."

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Mittwoch, 17. Mai 2017

Bistum Hildesheim: Staatsanwaltschaft Hildesheim kritisiert scharf das Bistum

Transparenz wird zum Dilemma

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat das Vorpreschen des Bistums wegen eines möglichen Missbrauchfalls an der katholischen Marienschule am Mittwoch scharf kritisiert. Das Bistum hatte gestern unter anderem bekanntgegeben, dass neben den kirchlichen Ermittlungen auch ein Verfahren der Anklagebehörde gegen den unter Verdacht stehenden Lehrer eingeleitet worden sei. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft sei es nicht hilfreich für die Ermittlungen, wenn Betroffene und deren Umfeld Kenntnis von einer Strafanzeige hätten, bevor die Polizei zu Vernehmungen vorgeladen habe, sagte die Sprecherin der Hildesheimer Staatsanwaltschaft, Christina Pannek, NDR Kultur.

Doch die Diözese steckt nach der zögerlichen Informationspolitik bei früheren Missbrauchsvorwürfen offenbar in der Klemme. Offenbar wollte das Bistum unbedingt den Eindruck vermeiden, dass man aus früheren Fällen nichts gelernt habe ....

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Dienstag, 16. Mai 2017

Bistum Hildesheim: Prävention auf katholisch - Präventionsbeauftragte nach aktuellem Missbrauchsvorwurf: "Kein Anlass, die Strategie zu überdenken. Wir überprüfen uns sowieso ständig"






"Damit ein Kind nicht zu zehn Erwachsenen gehen muss, bis einer zuhört, sondern vielleicht nur zu drei."
„Wir schulen alle hauptamtlichen Mitarbeiter und alle Ehrenamtlichen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben“, erklärt deren Leiterin Jutta Menkhaus-Vollmer. Es gehe vor allem darum, aufzuklären, wo sexueller Missbrauch beginnt, und mehr Sensibilität für das Thema zu schaffen. „Damit ein Kind nicht zu zehn Erwachsenen gehen muss, bis einer zuhört, sondern vielleicht nur zu drei. (...) Auch gelte es, Mitarbeiter sensibler für Anzeichen eines sexuellen Missbrauchs zu machen – sowohl bei Tätern als auch bei Opfern – und sie zu ermuntern, anzusprechen, wenn jemand sich nicht korrekt verhält. Anlass, aufgrund des aktuellen Falles ihre Strategie zu überdenken, sieht sie nicht. „Wir überprüfen uns sowieso ständig.“





Bistum Hildesheim: Stellungnahme des Bistums zu erneutem Missbrauchsvorwurf



"Das Bistum Hildesheim hat gegen einen Lehrer der Hildesheimer Marienschule Strafanzeige gestellt, der sexuelle Übergriffigkeit gegenüber einer jugendlichen Schülerin zugegeben hat.
Der Pädagoge wurde vom Unterricht suspendiert und fristlos entlassen. Außerdem darf er die Schule nicht mehr betreten.
Die Eltern der Schülerin informierten die Schulleitung in der vergangenen Woche über den Missbrauch. Der zuständige Direktor der Hauptabteilung Bildung im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim, PD Dr. Jörg-Dieter Wächter, lud den Lehrer daraufhin unverzüglich vor. Im Gespräch mit Wächter gab der Mann zu, sexuell übergriffig geworden zu sein.
Das Bistum hat der Jugendlichen und ihren Eltern umfassend Hilfe angeboten. Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen wird die Diözese keine weiteren Angaben zu diesem sexuellen Missbrauch machen.
„Dass trotz intensiver Präventionsarbeit eine Jugendliche an der Marienschule Opfer eines sexuellen Missbrauchs geworden ist, schockiert und bestürzt mich“, sagt Bischof Norbert Trelle."

Quelle: "bistum-hildesheim.de" 

Bistum Hildesheim: erneut Missbrauchsvorwurf an katholischer Schule in Hildesheim

Missbrauch an katholischer Schule in Hildesheim?

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat Ermittlungen wegen eines möglichen Missbrauchsfalls an der katholischen Marienschule in Hildesheim aufgenommen. Es gebe einen Anfangsverdacht des sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft der "Hildesheimer Allgemeinen Zeitung". Demnach soll sich ein Lehrer an einer Schülerin vergangen haben.

Das Bistum hat den Pädagogen mittlerweile fristlos entlassen und mit einem Hausverbot für die Marienschule belegt. Außerdem wurde Strafanzeige erstattet. Der Mann soll bei einem Gespräch mit dem Bistum bereits eingeräumt haben, "sexuell übergriffig" geworden zu sein. Die Eltern hatten sich in der vergangenen Woche bei der Schulleitung gemeldet, nachdem ihre Tochter sich ihnen offenbart hatte. Bislang unbekannt ist, wie alt das Mädchen ist und ob es sich um einen oder mehrere Vorfälle gehandelt haben soll.

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Lehrer gesteht sexuellen Übergriff
Hildesheim (dpa/lni) - Nach einem mutmaßlichen sexuellen Übergriff an einer Schülerin hat das Bistum Hildesheim einen Lehrer eines katholischen Gymnasiums fristlos entlassen. Das teilte der Sprecher des Bistums, Volker Bauerfeld, am Dienstag mit. «Wir haben Strafanzeige gestellt. Er darf die Schule nicht mehr betreten.» Die Eltern hätten die Schule letzte Woche informiert. Der Mann habe gestanden. «Dass trotz intensiver Präventionsarbeit eine Jugendliche an der Marienschule Opfer eines sexuellen Missbrauchs geworden ist, schockiert und bestürzt mich», sagte Bischof Norbert Trelle. Zunächst hatte die «Hildesheimer Allgemeine Zeitung» berichtet.

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Dienstag, 9. Mai 2017

Bad Godesberg / AKO: nach mutmaßlich erneutem sexuellen Übergriff: "Die Katholische 'Self-Made-Aufarbeitung' ist gescheitert" - Mutmaßlicher Täter verfasste Präventionsleitfaden selbst mit

"... Augenscheinlich haben es der Schulträger, der Jesuitenorden und die Verantwortlichen am AKO, entgegen vollmundiger Bemühungen, wieder nicht vermocht Übergriffe auf Schutzbefohlene von diesen fernzuhalten. Ursachen hierfür sehen wir im Unvermögen/Unwillen, sich einer wirklichen, weltlichen und externen Überprüfung – auch des Ordens – zu unterwerfen und daraus die richtigen Schlüsse für eine sichere Schulumgebung zu ziehen und umzusetzen.
Katholische Self-Made-Aufarbeitung (u.E. ein Widersprich in sich) ist gescheitert. Im vorliegenden Fall hat, unseres Wissens nach, der mutmaßliche Täter den Präventionsleitfaden des AKO mitverfasst, für dessen schnelle Vorlage noch 2010 man sich dort gefeiert hatte
Eine Bigotterie besonderen Ausmaßes sehen wir in dem Umstand, dass, nach den uns vorliegenden Informationen, der beschuldigte Lehrer mehrere Tage vor dem Festakt zur Verabschiedung des Rektors am 27. April 2017 suspendiert wurde. Im Beisein des Bonner Oberbürgermeisters, des Kölner Weihbischofs, des Jesuiten Provinzials, des Paters Klaus Mertes (!) und weiterer ranghoher Jesuiten, Eltern, Lehrern, Schülern, Pressevertretern, etc. und Missbrauchsbetroffener wurde keinerlei öffentlicher Bezug auf den aktuellen Fall hergestellt bzw. dieser bekanntgegeben. Hingegen wurde bei dem Anlass, wie auf der Website des AKO (bis heute ohne Stellungnahme zum neusten Skandal) zu lesen ist: „Besonders seine Bemühungen um die Aufarbeitung des Missbrauchs im Aloisiuskolleg und seine Dialogbereitschaft mit den Betroffenen (…) hervorgehoben. (...)
          zur vollständigen Stellungnahme "Eckiger Tisch Bonn"  
  • Polizei bestätigt Anzeige gegen Lehrer /  Der Betroffenenverein Eckiger Tisch Bonn hat wegen des neuen mutmaßlichen Missbrauchsfalls am Aloisiuskolleg (Ako) in Bad Godesberg den Dialog mit der Schule abgebrochen. Er fordert nun Konsequenzen. ("general-anzeiger-bonn.de")
  • Stellungnahme des AKO: "Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen – und nur deshalb  – haben wir uns entschieden, zu den Hintergründen der Trennung vorerst Stillschweigen zu bewahren." direkt zur Stellungnahme des AKO
  • Erzbistum Köln / Bad Godesberg: sexuelle Übergriffe am AKO nehmen kein Ende - neuer Fall von Missbrauch an katholischer Jesuitenschule / Bad Godesberg: Am Aloisiuskolleg (Ako) in Bad Godesberg hat es Mitte April offenbar einen sexuellen Übergriff durch einen Mitarbeiter gegeben. Wie Dirk Schneemann, Pressesprecher der Bezirksregierung, auf GA-Anfrage bestätigte, habe das Kolleg der Schulaufsicht mitgeteilt, dass sich ein Lehrer einer solchen Tat schuldig gemacht habe. Die Frage, ob das Kolleg Strafanzeige gegen den Mann gestellt habe und weshalb, ließ Siebner unbeantwortet. Nach GA-Informationen soll Mitte April ein Lehrer einer Schülerin gegenüber übergriffig geworden sein. In einem Rundschreiben an die Eltern bittet das Ako zum Schutze der Persönlichkeitsrechte aller dringend um Diskretion. Das Ako ist seit 2010 mit der Aufarbeitung zahlreicher Missbrauchstaten aus Jahrzehnten zuvor beschäftigt. Der Betroffenenverein Eckiger Tisch Bonn erklärt zu dem neuen Tatvorwurf: "Wir fühlen mit den möglichen Opfern von sexueller Gewalt. Wir sind schockiert und fragen uns, wie gerade hier mutmaßlich weitere Menschen geschädigt werden konnten." ("general-anzeiger-bonn.de")

Donnerstag, 4. Mai 2017

Bistum Trier: Ackermann, Bätzing, Marx und der heikle Fall im Bistum Trier









von links nach rechts: Georg Bätzing, ehemaliger Generalvikar im Bistum Trier und heutiger Bischof von Limburg; Stephan Ackermann, "Missbrauchsbeauftragter" der DBK, seit 2009 Bischof von Trier,  und Reinhard Marx, von 2002 - 2009 Bischof von Trier, heute Kardinal von München-Freising, u.a. Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz / (ca)
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Missbrauch in der Kirche: Sein Pfarrer soll ihn missbraucht haben. - Aber er kann es nicht beweisen.
Wie soll die Kirche mit einem mutmaßlichen Täter umgehen, der mehrfach angezeigt, aber nie verurteilt wurde? Der heikle Fall im Bistum Trier.

Im Frühjahr 2006 kauft Michael W. eine Prepaidkarte, um den Priester Otmar M. telefonisch anzuzeigen. W. will unerkannt bleiben, er hat Angst. Was, wenn am Ende Aussage gegen Aussage steht? Wenn sich das Blatt wendet und der Pfarrer ihn wegen Rufmords anzeigt und er, das Opfer, als Täter dasteht? Michael W. wählt die Nummer der Pressestelle des Landeskriminalamtes in Saarbrücken. Am Telefon beschuldigt er Priester Otmar M., ihn seit 1998 mehrfach sexuell belästigt zu haben. Er erzählt seine ganze Geschichte, nennt Orte, Namen, kommt ins Reden – und verplappert sich. Sein Plan, anonym zu bleiben, geht schief. Die Frau am Telefon versichert ihm, die Zuständigen zu informieren. Die Staatsanwaltschaft leitet ein Ermittlungsverfahren gegen Pfarrer M. ein. Wenige Monate später wird das Verfahren wegen Verjährung eingestellt.

Sieben weitere Male ist Pfarrer M. seitdem bei der Staatsanwaltschaft angezeigt worden.  Die Vorwürfe reichen von illegalem Waffenbesitz bis zum schweren sexuellen Missbrauch einer Grundschülerin. Zu einer Anklage ist es nie gekommen. Alle Verfahren wurden inzwischen von der Staatsanwaltschaft Saarbrücken eingestellt – das letzte Anfang April 2017.

Marx hatte von den Ermittlungen gewusst. In einer Sitzung der Personalkommission des Bistums informierte ihn der damalige Missbrauchsbeauftragte des Bistums, Prälat Rainer Scherschel, mündlich über die Einstellung des Verfahrens. In welchem Umfang die Information damals erfolgte und ob der Bischof von der Aussage des Pfarrers gegenüber der Polizei wusste, ist nicht mehr nachzuvollziehen. In einer Stellungnahme des Bistums heißt es heute: "Es trifft zu, dass aufgrund dieser Unterrichtung der Bischof und der Generalvikar weitere Untersuchungen nicht für erforderlich hielten."

2013 war der damalige Trierer Generalvikar Georg Bätzing, der heute Bischof in Limburg ist, verantwortlich.

Das Bistum Trier, das momentan seine kircheninternen Ermittlungen abschließt, will den Fall gegenüber der ZEIT nicht kommentieren. Zu den seit Juli 2016 laufenden Ermittlungen sagt Otmar M.: "Davon weiß ich bisher nur aus dem Fernsehen." Zum fünften Mal wird er verdächtigt, ein Kind sexuell missbraucht zu haben. Alles frei erfunden, erklärt M. ...

Bistum Trier: Kardinal Marx sieht Versäumnis in Missbrauchsskandal „leider erst im Nachhinein“

Kardinal Marx, 
hier ein Archivbild aus Fulda vor einigen Jahren 
während der Bischofskonferenz in Fulda - (Bildquelle: osthessen-news.de)


Die Kirche, er selbst eingeschlossen, habe zu wenig wahrhaben wollen, was Priester jungen Menschen antun können. Das Verhalten der katholischen Kirche sei den leidvollen Situationen der Opfer nicht immer angemessen gewesen. „Für mich persönlich möchte ich ausdrücklich festhalten, dass ich heute und leider erst im Nachhinein erkenne, dass ich intensiver hätte nachfragen müssen“, sagte Marx.

Anlass der Äußerung ist laut „Zeit“ der Fall eines heute 32-jährigen Manns, der als Heranwachsender vom Priester seiner katholischen Gemeinde im Saarland mehrfach missbraucht wurde. Kardinal Marx war damals, im Jahr 2006, Trierer Bischof und damit auch zuständig für das Saarland.

Zur Verurteilung des Priesters kam es nicht. Die Vorwürfe waren bereits verjährt, als das mutmaßliche Opfer den Geistlichen anzeigte. Nach Aussagen des Opfers nahm das Bistum damals keinen Kontakt zu ihm auf. Sieben weitere Male war der Priester angezeigt worden. Alle Verfahren wurden eingestellt. 

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Mittwoch, 3. Mai 2017

Bistum Trier / Freisen: Marx räumt "Versäumnisse" als ehemaliger Trierer Bischof ein


Reinhard Kardinal Marx, ehemals Bischof von Trier, 
Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz 
(picture alliance/dpa - Matthias Balk)

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx, hat Versäumnisse im Umgang mit Missbrauchsfällen eingeräumt.

Für die Kirche und für ihn selbst sei es ein schmerzhafter Lernprozess gewesen, vor allem und in allem von der Perspektive der Opfer her zu denken und zu handeln, sagte Marx der Wochenzeitung "Die Zeit". 
Man habe zu wenig wahr haben wollen, was Priester jungen Menschen antun könnten. 

Marx äußerte sich auf Anfrage der "Zeit" zum Fall eines Mannes, der als Heranwachsender von einem Priester im Saarland mehrfach missbraucht wurde. Damals war Marx der zuständige Ortsbischof.




Samstag, 22. April 2017

Bistum Münster: Zweites Verfahren gegen Priester eingestellt

Lohne/Münster Die Ermittlungen gegen einen Priester aus Lohne (Kreis Vechta) wegen des Verdachts auf den Besitz jugendpornografischer Schriften sind eingestellt worden. Es habe sich „kein hinreichender Tatverdacht“ ergeben, bestätigte die Erste Staatsanwältin der Staatsanwaltschaft Hannover, Kathrin Söfker, am Freitag.

Die Dateien auf dem beschlagnahmten Computer des zunächst Verdächtigen seien gelöscht gewesen, dann aber wiederhergestellt worden, so die Staatsanwältin. Einige wenige Bilder darin hätten möglicherweise als jugendpornografisch gelten können. Allerdings sei das Alter der abgebildeten Menschen nicht einzuschätzen gewesen. Es könne sich auch um Volljährige handeln, so dass die Bilder „legal“ gewesen seien, hieß es.

Gegen den Priester waren zuvor bereits Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Oldenburg wegen sexuellen Missbrauchs geführt worden. Auch dieses Verfahren war eingestellt worden.

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Donnerstag, 13. April 2017

Bistum Trier: Viertes (!) Ermittlungsverfahren gegen ehemaligen Pfarrer von Freisen eingestellt

Die Staatsanwaltschaft hat ihr viertes Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Freisener Pfarrer M. eingestellt. Sie hatte zuletzt den Verdacht auf Missbrauch eines Kindes geprüft.

Der Fall um den Freisener Pfarrer M. soll über 20 Jahre zurückliegen und wäre somit verjährt. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft bereits in drei weiteren Missbrauchs-Verdachtsfällen gegen den Priester ermittelt und die Verfahren ebenfalls eingestellt.

Für den katholischen Geistlichen ist die Affäre damit aber nicht abgeschlossen. Das Bistum Trier ermittelt in zwei Verdachtsfällen kirchenintern gegen ihn. Das sehen die kirchlichen Leitlinien so vor. Der 63-Jährige hat seit rund einem Jahr Kontaktverbot zu Minderjährigen und darf keine Messe feiern. Seit 2015 lebt er in Rheinland-Pfalz.

Von den Missbrauchsvorwürfen gegen den ehemaligen Pfarrer von Freisen wusste auch der damalige Trierer Bischof und heutige Kardinal Reinhard Marx.

Donnerstag, 6. April 2017

Deutschland/ Schweiz: Selbst nachdem der Täter den sexuellen Missbrauch gestand, erfolgte durch den ehemaligen deutschen Apostolischen Nuntius weder eine Strafanzeige noch wurde ein kanonisches Verfahren eingeleitet

"Also, dann wissen Sie, was zu tun ist"

Darauf angesprochen, wie es möglich war, dass Allaz weiterhin als Priester amten konnte, schreibt der heute 78-jährige Périsset auf Anfrage von kath.ch: «Sobald Pater Joël zugegeben hatte, dass er den kleinen Daniel sexuell missbraucht hatte, habe ich dem Regionaloberen der Westschweizer Kapuziner gesagt: ‘Also, dann wissen Sie, was zu tun ist'». 

Eine Versetzung des Täters nach Grenoble (F) fand tatsächlich statt. Dies geschah innerhalb von drei Tagen, in Absprache zwischen Mamie und Gervais Aeby, dem damaligen Provinzial der Kapuziner, der noch im selben Jahr tödlich verunglückte. 

Doch Allaz war in  Frankreich weiterhin pastoral tätig  und es kam hier zu weiteren sexuellen Übergriffen.

Es wurde jedoch weder eine Strafanzeige erstattet, noch ein kanonisches Verfahren eingeleitet.  Die Taten von Joël Allaz seien noch nicht einmal genauer untersucht worden, hält die Untersuchungsrichterin fest

Die Untersuchungsrichterin hält die Frage dennoch für legitim, ob sich die oben erwähnten Verantwortlichen damit der Begünstigung schuldig gemacht haben. Gemäss Artikel 305 des Strafgesetzbuches ist es strafbar, eine Person der Strafverfolgung zu entziehen. Weil dieses Vergehen jedoch nach sieben Jahren verjährt, stellte sich diese Frage schon 2008 nicht mehr.

Denn das Versäumnis von Périsset, für eine wahrscheinliche Straftat keine kirchenrechtliche Untersuchung eingeleitet zu haben, sei kirchenrechtlich nicht als Straftat einzustufen. Bonnemain weist darauf hin, dass erst seit einem Jahr Bischöfe, die eine solche Abklärung unterlassen, kirchenrechtlich belangt werden können.

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  • Daniel Pittet: «Der Vergewaltiger ist nach wie vor Priester»:  Während vier Jahren wurde der Freiburger Daniel Pittet als Ministrant von einem Priester vergewaltigt. Der heute 58-jährige Familienvater hat darüber ein Buch geschrieben.  Das Buch «Mon Père, je vous pardonne» von Daniel Pittet ist beim Französischen Verlag «Edition Philippe Rey» erschienen. Auf Anfrage erklärte der Verlag, man sei daran zu überprüfen, ob es eine deutschsprachige Übersetzung geben wird, man «gehe aber davon aus». ("Quelle: kath.ch")

Mittwoch, 5. April 2017

Rom: Papst besetzt Schlüsselposten gegen Missbrauch neu

Im Vatikan ist eine Schlüsselposition für die Ahndung sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche neu besetzt worden: Papst Franziskus berief den irischen Priester John Joseph Kennedy zum neuen Leiter der Disziplinarabteilung der Glaubenskongregation, wie der Vatikan am Dienstag mitteilte.

Ende 2016 war bekannt geworden, dass der Papst drei Mitarbeiter der Glaubenskongregation ohne Angaben von Gründen und gegen den Willen von deren Präfekt, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, entlassen hatte. Laut unbestätigten Medienberichten soll einer von ihnen angeblich ein Mexikaner gewesen sein. Ob es sich hierbei um den Leiter der Disziplinarabteilung handelte, ist nicht bekannt.

Erzbistum Berlin: Pädophiler Pater R. muss sich dem Kirchengericht stellen

Jesuiten-Lehrer Peter R. soll allein am Berliner Canisius-Kolleg mehr als 100 Schüler missbraucht haben. Die katholische Kirche arbeitete seine Verbrechen nie konsequent auf. Das soll sich nun ändern.

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  • Verfahrensaufnahme zu Missbrauch am Canisius-Kolleg: Sieben Jahre nach Bekanntwerden der Missbrauchstaten am Berliner Canisius-Kolleg hat das Hauptstadt-Erzbistum nun ein Verfahren gegen den Beschuldigten eingeleitet und sucht nach Zeugenaussagen. Der Priester und ehemalige Jesuitenpater Peter R. sei von zahlreichen Personen beschuldigt worden, sie als Minderjährige in den Jahren 1970 bis 1988 sexuell missbraucht zu haben, heißt es auf der Internetseite des Erzbistums.

Sonntag, 2. April 2017

sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche: Im Jahr 2017 (!) stellt sich der Vatikan die Frage, in welcher Form Briefe von Missbrauchsopfern beantwortet werden könnten


Zollner: „Betroffene von Missbrauch, aber auch Leute, die etwas von Missbrauchsopfern wissen, schreiben an verschiedene Stellen im Vatikan, alle möglichen Stellen werden da angeschrieben. Es kommen Briefe beim Staatssekretariat an, bei der Ordensleutenkongregation, auch bei der Glaubenskongregation, aber auch in anderen Büros oder anderen Dienststellen. Sehr viele kommen mittlerweile auch direkt zum Büro unserer Kinderschutzkommission.  Die Frage ist dann erstens: Wie kann man antworten? Wer soll antworten? Und was soll geantwortet werden?  (...)  
Die sprachliche Schwierigkeit ist da ja auch schon gegeben. Das fließt natürlich mit ein, dass zunächst mal eine entsprechende Reaktion – eine Eingangsbestätigung kommt, aber darüber hinaus kann sich die Glaubenskongregation sicherlich nichts leisten. (...)
Wir sehen das Problem, dass manche Bischöfe halt nicht entsprechend reagieren und dass sich dann Betroffene an verschiedene Stellen des Vatikans wenden in der Hoffnung, dass hier war geschieht. Was hier geschieht – das kann ich Ihnen schon auch sagen – ist das, was menschenmöglich ist: Die Glaubenskongregation ist viel zu wenig personell ausgestattet, das sind viel zu wenig Leute (...)."

das komplette Interview von Radio Vatikan mit dem Jesuiten Pater Hans Zollner auf "radiovaticana.va" lesen

Montag, 27. März 2017

sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche: "Der Rechtsschutz fehlt"


Florin: " Bei Straftaten, wie dem sexuellen Missbrauch von Kindern: Das ist ein weltliches Verbrechen, für das es eine weltliche Strafe gibt. Warum da die Paralleljustiz? Oder nicht zumindest eine Anzeigepflicht, dass die Kirche da nicht nur ihr eigenes Recht geltend machen kann, sondern auch sagen muss: Da respektieren wir weltliches Recht?Warum da die Paralleljustiz? Oder nicht zumindest eine Anzeigepflicht, dass die Kirche da nicht nur ihr eigenes Recht geltend machen kann, sondern auch sagen muss: Da respektieren wir weltliches Recht?" 

Demel: "Das sollte sie ja eigentlich auch. Denn dieses kirchliche Recht oder die kirchliche Rechtsordnung versteht sich immer als subsidiäre Rechtsordnung, die nur dann einschreitet oder regelt, wenn das weltliche Recht nicht hinreichend oder gar nichts dazu regelt oder gar nichts regeln kann. Wenn man jetzt beim sexuellen Missbrauch – ich würde lieber "sexuelle Gewalt" sagen -, wenn wir das anschauen, dann hat eigentlich die Kirche von der Idee her das genau eingehalten (?, Anmerk. ca) – die Frage war nur, wie die Amtsträger damit umgegangen sind. Wenn Sie in das kirchliche Gesetzbuch hineinschauen, dann gibt es eigentlich keinen Straftatbestand 'Sexuelle Gewalt gegen Minderjährige', sondern es ist eine Regelung, die sehr kompliziert formuliert ist. - Und da ist unter anderem auch sexueller Missbrauch gegen Minderjährige als Verletzung der Zölibatspflicht geahndet. Das ist genau eigentlich der Hintergrund. Die katholische Kirche sagt: Sexueller Missbrauch wird durch das weltliche Recht geregelt. Das verlangt dann aber auch, dass die kirchlichen Amtsträger jedes Anzeichen einer solchen Tat auch der weltlichen Strafrechtbehörde melden. Da ist eigentlich das Vergehen. Zusätzlich sagt die katholische Kirche, ist da noch eben etwas, was spezifisch unsere Rechtsgemeinschaft betrifft, eben die Zölibatsverletzung." 


Die Gesetze der katholische Kirche"Der Rechtsschutz fehlt"

Vor 100 Jahren erschien der Codex Iuris Canonici, das Gesetzbuch der katholischen Kirche. Es regelt die Rechte und Pflichten der Gläubigen, den Zugang zu Ämtern und die Details der Ehe. 1983 wurde es modernisiert, modern ist es nicht. Weder Gewaltenteilung noch Grundrechte sind vorgesehen. Was soll diese Paralleljustiz? Ein Gespräch mit der Kirchenrechtlerin Sabine Demel.



Bistum Hildesheim: Aufruf zur Mitteilung von Vorwürfen im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim



den vollständigen Text auf "ipp-münchen.de" lesen

Bistum Hildesheim: mutmaßlich Betroffene des ehemaligen Bischofs Heinrich Maria Janssen und des pensionierten Priesters Peter R. gesucht

In Bezug auf Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs im Bistum Hildesheim startet das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) aus München heute einen Aufruf an mögliche Opfer.
Menschen, die sexualisierte Übergriffe durch den verstorbenen Bischof Heinrich Maria Janssen oder den pensionierten Priester Peter R. während ihrer Tätigkeit im Bistum Hildesheim erlitten oder davon Kenntnis erlangt haben, werden gebeten, sich beim IPP München zu melden. Peter R. war von 1982 bis 1989 als Dekanatsjugendseelsorger in Göttingen und anschließend von 1989 bis 1997 in der Gemeinde Guter Hirt in Hildesheim, von 1997 bis 1998 in der Gemeinde St. Christophorus in Wolfsburg und von 1999 bis 2003 in der Gemeinde St. Maximilian Kolbe in Hannover tätig.
Darüber hinaus sind auch Hinweise darauf wichtig, wie das Bistum Hildesheim mit anderen (Verdachts-)Fällen sexualisierter Gewalt umgegangen ist. Das IPP München untersucht im Rahmen einer Gutachtenerstellung gegenwärtig vor allem die Missbrauchsvorwürfe gegen Janssen und Peter R.
Alle Angaben und Daten werden streng vertraulich behandelt und nach Abschluss des Gutachtens gelöscht. Meldungen können über die E-Mail-Adresse Aufruf@ipp-muenchen.de oder im Zeitraum vom 27.03.2017 bis zum 13.04.2017 von Montag bis Freitag zwischen 9 und 12 Uhr unter der Telefonnummer 0152/34 70 68 30 abgegeben werden.Die Mitarbeiter des IPP verfügen über umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit von sexualisierter Gewalt betroffenen Menschen, können aber keine umfangreiche psychosoziale Beratung oder Begleitung leisten.
Zu diesem Zwecke besteht eine Kooperation mit mehreren (nichtkirchlichen) auf sexualisierte Gewalt spezialisierte Beratungsstellen auf dem Gebiet des Bistums Hildesheim. Diese Beratungseinrichtungen sind über den Aufruf informiert und auf entsprechende Anfragen vorbereitet. Betroffene Menschenerhalten bei Bedarf vom IPP die Kontaktdaten der Einrichtungen.
Das IPP ist ein unabhängiges sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut mit Sitz in München und steht in keinem Abhängigkeitsverhältnis oder Interessenkonflikt mit der katholischen Kirche. Es verfügt über umfassende Erfahrungen in der Aufarbeitung von Missbrauchs- und Misshandlungsfällenu.a. in kirchlichen Einrichtungen.
Weitere Informationen zum IPP, zum Gutachtenauftrag und dem damit verbundenen Aufruf können unter http://www.ipp-muenchen.de/ bzw. http://www.ipp-muenchen.de/texte/2016_hildesheim.pdf abgerufen werden.

Quelle: "bistum-hildesheim.de"

Mittwoch, 22. März 2017

Frankreich: In den letzten Jahren deckten 25 Bischöfe, von denen noch fünf im Amt sind, systematisch 32 Priester. Mutmaßliche Anzahl der Opfer: 339. - Die Bischofskonferenz verweigert eine Fernsehdebatte zum Thema Missbrauch.

In den letzten Jahren deckten 25 Bischöfe, von denen noch fünf im Amt sind, systematisch 32 Priester. Mutmaßliche Anzahl der Opfer: 339. Die Französische Bischofskonferenz verweigert eine Fernsehdebatte zu diesem Thema.

direkt zum Artikel auf "lemonde.fr" 

Pédophilie dans l'Eglise : "le poids du silence"


Die Französische Bischofskonferenz sollte an einer Fernsehdebatte zum Thema Missbrauch teilnehmen. Doch sie lehnte ab. Begründung: "Die Journalisten respektierten ethische Standards nicht und die Sendung beschäftige sich mehr mit Anschuldigungen als dem Willen zur Erklärung, heißt es in der Pressemitteilung der Bischofskonferenz."

Quelle: "katholisch.de"

Irland: "Die Wahrheit lässt sich nicht mehr verbergen"

"Was wir Ihnen jetzt zeigen müssen,  ist nicht einfach zu ertragen. Es ist eine Geschichte, die deutlich macht, was passieren kann, wenn religiöse Moralvorstellungen über allem stehen und eine machtvolle Kirche dem Staat ihre Prinzipien diktiert. Die Geschichte ist ein schwarzer Fleck auf der „Grünen Insel“.

Es gab eine Zeit, da wollte Irland das katholischste Land der Welt sein. Kinder, deren Mütter nicht verheiratet waren, galten als Schande: Sie kamen ins Heim, mussten dort unfassbare Bedingungen erdulden - wenn sie überhaupt überlebt haben. Mysteriöse Massengräber haben in Irland länger schon zu Nachforschungen geführt, jetzt kommt jahrzehntelanger Horror ans Licht: Die Wahrheit lässt sich nicht mehr verbergen.

Die katholische Kirche hat schnelle Wiedergutmachung versprochen.  Abgesehen davon, dass man fragen kann, ob das überhaupt geht, wartet ein Entschädigungsfond seit Jahren darauf,  dass die betroffenen Orden ihren Anteil bezahlen. Vertreter der Kirche rechtfertigen dies so: "Es gibt eben ein Problem, weil der Wert der Kirchenimmobilien durch die Eurokrise gelitten habe."

Quelle: ZDF, "heute-journal" (21.03.2017)


(ab Minute 17.05)

Freitag, 10. März 2017

Bistum Würzburg: Missbrauchsbeauftragter hört auf

Der Missbrauchsbeauftragte der Diözese Würzburg, Strafrechtsprofessor Klaus Laubenthal, teilte dem Bischof mit, dass er seine Tätigkeit beendet. 

Klaus Laubenthal hat laut Angaben des Bistums Bischof Friedhelm Hofmann und Generalvikar Thomas Keßler am Mittwoch schriftlich mitgeteilt, dass er auf eigenen Wunsch zum 18. März seine Tätigkeit als Ansprechpartner für Opfer sexuellen Missbrauchs beendet. Gründe für seine Entscheidung habe er nicht genannt.

Freitag, 3. März 2017

Bistum Würzburg: Warum ließ Bischof Hofmann nach (!) Abschluss des kirchenrechtlichen Verfahrens ein weiteres Gutachten über die Beschuldigende einholen - und dies, ohne Alexandra W. darüber zu informieren?

Die Pressemitteilung, die auch auf der Bistums-Homepage nachzulesen ist, weist auf einen bislang öffentlich nicht bekannten Aspekt hin: auf ein zweites aussagepsychologisches Gutachten. 

Zum zweiten Gutachten von Max Steller gibt es allerdings mehrere Fragen: Dürfen Unterlagen nach Abschluss eines kirchenrechtlichen Verfahrens willkürlich aus der Akte herausgenommen und einem Gutachter übergeben werden? Wurde Alexandra W. darüber informiert? Hat sie ihr Einverständnis dazu gegeben? Warum wurde ein weiteres Gutachten eingeholt?

Wäre dieses Vorgehen auch nach weltlichem Recht möglich? Dazu gibt Professor Klaus Laubenthal Auskunft – nicht in seiner Funktion als externer Missbrauchsbeauftragter der Diözese Würzburg, sondern als renommierter Strafrechtler.

Er sagt: „Wenn das weltliche Ermittlungsverfahren eingestellt ist, dann kommt es nicht in Betracht, dass die Ermittlungsbehörde – ohne Kenntnis der beschuldigenden Person – ein neues aussagepsychologisches Gutachten über sie erstellen lässt.“ Dazu müsste man das Ermittlungsverfahren wieder aufnehmen. Denn, so Professor Laubenthal, „die Erstellung eines Gutachtens zu einem möglichen strafrechtlich relevanten Vorwurf ist ja Teil des strafprozessualen Ermittlungsverfahrens“.

Überhaupt sei es verwunderlich, „dass ein Gutachten nach Aktenlage erstellt wurde, ohne zuvor das Opfer angehört zu haben, das unter anderen über die Medien erklärt hat, aussagebereit zu sein“. Zudem, so fügt Professor Laubenthal hinzu, wäre es in einem weltlichen Ermittlungsverfahren nicht ausgeschlossen, dass dort auch ein Gutachten über den Beschuldigten eingeholt wird.

Was kirchenrechtlich also offenbar möglich ist, ist nach weltlichem Recht nicht möglich.

den vollständigen Artikel auf "mainpost.de" lesen




Freitag, 24. Februar 2017

Bistum Würzburg: öffentliche Pressemeldung zur "causa Würzburg"

Professor Dr. Klaus Laubenthal, Missbrauchsbeauftragter der Diözese Würzburg, hat das Verfahren gegen einen Priester der Diözese Würzburg eingestellt. Das teilte er Bischof Dr. Friedhelm Hofmann in einem Schreiben mit. Seit April 2016 hatte Laubenthal einen weiteren „Vorwurf des sexuellen Missbrauchs oder einer Übergriffigkeit“ bezogen auf den Priester untersucht. Bereits 2014/15 war ein erster Vorwurf gegen den Priester mit einer kirchenrechtlichen Voruntersuchung geprüft worden. Diese hatte zum Ergebnis, „dass der Vorwurf eines sexuellen Missbrauchs gegen (...) begründet nicht aufrechterhalten werden kann“.

zur vollständigen Erklärung der bischöflichen Pressestelle auf "pow.bistum-würzburg.de"




Quelle: Pressestelle, Bistum Würzburg


Freitag, 10. Februar 2017

Bistum Limburg: "Pressekonferenz" vom 09.02.2017 zu den Vorwürfen des Verdachts auf kinderpornografisches Material in der Büroleitung von Bischof Georg Bätzing




  • Das Bistum hat Fotos von einem Gutachter prüfen lassen und die Führungskraft danach freigestellt. Die Auswertung der Datenträger wird mehrere Wochen dauern. ZIT-Pressesprecher Georg Ungefuk ließ gestern Abend offen, wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist. „Eine sichere Auskunft zur Dauer der Datenträgerauswertung lässt sich derzeit nicht treffen. Diese ist in jedem Einzelfall unterschiedlich und hängt von dem Datenvolumen, dem Zustand der Datenträger sowie von dem Erfordernis etwaiger Entschlüsselungsmaßnahmen ab“, sagte der Oberstaatsanwalt. Er bestätigte, dass bei Hausdurchsuchungen in Limburg ein PC, zwei Laptops, ein Tablet und diverse Speichermedien (CDs und USB-Sticks) sichergestellt worden sind (den vollständigen Artikel auf "nnp.de lesen)

Donnerstag, 9. Februar 2017

Bistum Limburg: Abweichende Vorgehensweisen nach Kinderpornografie-Vorwürfen im Bistum Limburg

Während das Bistum Limburg  mit Hinweis auf die Persönlichkeitsrechte des Beschuldigten beharrlich von näheren Angaben zu dem Beschuldigten absieht, teilt die "Arbeitsgemeinschaft Ständiger Diakonat in Deutschland" indirekt mit, um wen es sich bei dem Beschuldigten handelt. Einheitliche Leitlinien im Umgang mit Vorwürfen sexuellen Missbrauchs durch Angehörige der katholischen Kirche?  Fehlanzeige!




Quelle: "diakone.de"




Bistum Limburg: Ermittlungen wegen kinderpornografischem Material bei Büroleitung von Bischof Bätzing


Der Pressesprecher des Bistums Limburg äußerte sich um 11.30 Uhr zur aktuellen Berichterstattung über einen Mitarbeiter der Diözese bzgl. des Verdachtes auf  Besitz von kinderpornografischem Material 

das Video soll später auf der Homepage des Bistums zur Verfügung gestellt werden.
(Video hier auf fb anschauen).


Bistum Limburg: Schwere Vorwürfe gegen engen Vertrauten und Büroleiter von Bischof Georg Bätzing (ehemaliger Trierer Generalvikar) wegen mutmaßlichen Besitzes von Kinderpornografie

Schwere Vorwürfe im Bistum Limburg: Gegen einen Mitarbeiter wird ermittelt, weil er Kinderpornos auf seinem Computer gespeichert haben soll. Nach einem Medienbericht handelt es sich um den Domdiakon und Büroleiter von Bischof Georg Bätzing.

Es wurden eindeutig kinderpornografische Aufnahmen auf dem Dienst-Computer des Mannes gefunden. Diese soll er sich im Internet beschafft haben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Die Ermittler der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt waren im Zuge eines anderen Verfahrens auf den Mann aufmerksam geworden. Am Mittwoch voriger Woche durchsuchten sie Räume im Bischofshaus, im Priesterseminar und in der Wohnung des Beschuldigten.

Der Beschuldigte ist laut FNP Limburger Domdiakon, 55 Jahre alt und Familienvater. Er leite die Ausbildung der Diakone im Priesterseminar und sei Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der rund 3.300 Diakone in Deutschland.

den vollständigen Artikel auf "hessenschau.de" lesen


  • Kinderpornografie-Ermittlungen: Verdächtiger im Bistum Limburg arbeitete früher mit Kindern: Der Beschuldigte hatte nach Angaben des Bistums zuletzt nicht mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet, wohl aber in einer früheren Stelle im Bistumsgebiet. Wo genau, sagte der Bistumssprecher nicht. (den vollständigen Artikel auf "faz.net" lesen)

  • Kinderporno-Skandal im Bistum Limburg? Bei einem engen Mitarbeiter des Limburger Bischofs Georg Bätzing sind offenbar Kinderpornos gefunden worden. Der Beschuldigte gilt laut "Frankfurter Neue Presse" als enger Vertrauter des Bischofs. Er soll zuletzt die Ausbildung der Diakone im Priesterseminar des Bistums Limburg geleitet habe. Außerdem war der Beschuldigte Richter am Diözesan-Ehegericht. (den vollständigen Artikel auf "swr.de" lesen)

  • Kinderpornos im Bischofshaus: Ermittlungen gegen Büroleiter: Die Fotos sollen eindeutig und schockierend sein: Es geht um Kinderpornografie. Entdeckt wurden die Aufnahmen im Limburger Bischofshaus – auf dem Dienst-PC des Büroleiters und engen Vertrauten von Bischof Georg Bätzing. (den vollständigen Artikel auf "fnp.de" lesen)

  • Ermittlungen im Bistum Limburg wegen KinderpornografieAuf dem Dienst-PC des Büroleiters von Bischof Georg Bätzing sollen zahlreiche Kinderpornos gefunden worden sein. Gegen ihn wurde offenbar wochenlang verdeckt ermittelt, bevor sein Büro im Bischofshaus durchsucht wurde. (den vollständigen Artikel auf "faz.net" lesen)

Samstag, 4. Februar 2017

Bistum Würzburg: Schwierige Suche nach der Wahrheit

Das Verfahren gegen einen hochrangigen Geistlichen der Diözese Würzburg wird eingestellt: Gelöst ist der Fall jedoch nicht.

Erstmals ist die Kirche der Plausibilitätsprüfung von Professor Laubenthal nicht gefolgt. Für den Missbrauchsbeauftragten gibt es Indizien, dass der Missbrauch stattgefunden haben könnte. - Für die katholische Kirche dagegen nicht.

Auch, dass sich die Bistumsleitung dagegen entschieden hat, den Vorwurf von Alexandra W. an die Staatsanwaltschaft zu übermitteln, hat Prof. Laubenthal problematisch gesehen.

Das Metropolitangericht in München (!), das vor etwa drei Jahren im Auftrag der Diözese Würzburg die kirchenrechtliche Voruntersuchung durchgeführt hat, schloss die Wahrscheinlichkeit, dass die behauptete Straftat begangen wurde, nahezu aus. Die Glaubenskongregation in Rom empfahl daraufhin der Würzburger Bistumsleitung, die Kirchenakte zu schließen.

Prof. Laubenthal schließt nicht aus, dass er die Ermittlungen wieder aufnimmt, wenn sich neue Anhaltspunkte ergeben, die dann auch zu einer Wiedereröffnung der Kirchenakte führen könnten: "Ich habe immer wieder erlebt, dass ein abgeschlossener Fall wieder eine andere Wendung nimmt."




Mittwoch, 1. Februar 2017

Bistum Osnabrück: Hinweise auf Missbrauch durch 16 Geistliche der Diözese sowie zwei "seit Längerem dem Erzbistum Hamburg angehörende Geistliche" in den letzten 70 Jahren / Anzahl der Opfer: unbekannt

Im Bistum Osnabrück hat es in den zurückliegenden Jahrzehnten (offiziell) 28 Hinweise auf Missbrauchsfälle gegeben. Sie bezogen sich auf 21 Personen, darunter auf 16 Geistliche der Diözese.

Über die Zahl der Opfer sage dies nichts; sie sei auch nicht zu ermitteln, so der Justiziar des Bistums, Ludger Wiemker. 

Überwiegend beziehen sich die Hinweise nach den Angaben auf Fälle, bei denen die Beschuldigten verstorben sind. Neben 16 Geistlichen der Diözese wurden drei sonstige kirchliche Mitarbeiter beschuldigt sowie zwei seit Längerem dem Erzbistum Hamburg angehörende Geistliche. Ein Priester wurde den Angaben zufolge trotz strafrechtlicher Verjährung in einem kirchenrechtlichen Verfahren verurteilt. Er darf nicht mehr in der Kinder- und Jugendseelsorge arbeiten und keine Leitungsämter mehr übernehmen. In einem Fall wurde ein Priester zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er kinderpornografisches Material aus dem Internet heruntergeladen hatte.

den vollständigen Artikel auf "noz.de" lesen


Montag, 30. Januar 2017

sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche: " Die geistliche Dimension des Verbrechens wurde bislang völlig übersehen"

Wenn Missbrauch in der Kirche stattfinde, komme zum physischen und psychischen Trauma auch ein spirituelles Trauma hinzu, sagte Zollner. "Eine geistliche Person wird mit der Kirche identifiziert. Geschieht durch sie ein Missbrauch, dann steht dahinter noch eine weitere Dimension, denn sie repräsentiert Gott." Opfer von Missbrauch seien in Gefahr einer "spirituellen Verwundung", die den Glauben zerstören könne.  Dies sei vielen in der Kirche nicht klar. "Es gibt keine Theologie angesichts des Missbrauchs", stellte der vatikanische Top-Experte für Kinderschutz fest.

Zollner sprach von einer "besonderen Verantwortung" aller Kirchenmitarbeiter, die als Einzelpersonen wie auch als Institution die Kirche repräsentierten. Von ihnen hänge die Authentizität und Glaubwürdigkeit ab.

Sonntag, 29. Januar 2017

sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche: In den deutschen Bistümern gibt es derzeit 27 verschiedene Ordnungen, "von denen nicht einmal klar ist, ob sie in Kraft gesetzt sind" / Akten in Geheimarchiven erschweren weiterhin Aufklärung

Der Kirchenrechtler Nobert Lüdecke hat die Leitlinien aller 27 deutschen Bistümer zum Umgang mit sexuellem Missbrauch unter die Lupe genommen. Dabei kam er zu einem eindeutigen Ergebnis.

Lüdecke erklärte, dass bislang jedes Bistum die von der Deutschen Bischofskonferenz 2013 überarbeiteten Leitlinien zum Umgang mit Missbrauch einzeln in Kraft setzen müsse. Dazu reiche es nicht aus, die Leitlinien nur im kirchlichen Amtsblatt abzudrucken. Bei mehr als der Hälfte der deutschen Diözesen sei zweifelhaft, ob sie geltendes Partikularrecht seien, so der Professor. Er hatte mit seinen Studierenden überprüft, ob Bistümer die Leitlinien einfach übernommen oder eigene Bestimmungen formuliert haben.

Akten im Geheimarchiv

Als problematisch bezeichnete es Lüdecke, dass die Akten von kirchlichen Voruntersuchungen bei Verdacht auf Missbrauchsfälle nach Abschluss des Verfahrens im Geheimarchiv der Diözese verschlossen werden, auf das nur der Bischof zugreifen könne. 

Wenn etwa einem neuen Missbrauchsbeauftragen ein Fall gemeldet werde, könne dieser nicht nachprüfen, ob die Person schon einmal auffällig geworden war.

Die beiden Kirchenrechtler sprachen bei einer "Aktuellen Stunde" der Uni mit der WDR-Journalistin Eva Müller. Sie sagte, dass das Bistum Hildesheim nach einem Film von ihr den Fall des pensionierten Pfarrers Peter R. von einem unabhängigen Gutachter untersuchen lassen wolle.


Mittwoch, 25. Januar 2017

Hans Zollner: "Zu den bittersten Erfahrungen gehören Missbrauchstäter, die nicht einsehen wollen, was sie angerichtet haben."

Täter, die nicht einsehen wollen, was sie angerichtet haben und sich selbst zum Opfer stilisieren

Vor sechs Jahren löste der Jesuitenpater Mertes eine Lawine aus als er über sexuellen Missbrauch an seinem Gymnasium berichtete. Das stürzte die katholische Kirche in eine Krise. Sie  reagierte. Hans Zollner sitzt an einer der Schaltstellen. Er ist Theologe und Psychologe und arbeitet zur Prävention von Missbrauch weltweit. Zu den bittersten Erfahrungen für H. Zollner gehören Missbrauchstäter, die nicht einsehen wollen, was sie angerichtet haben und sich selbst zum Opfer stilisieren.


Innerkirchliche Widerstände gibt es weiterhin

Zollner: "Der Papst fordert Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit. Bischöfe, die Missbrauch vertuschen, müssen mit Konsequenzen rechnen. Erst vor wenigen Tagen hat er die Null-Toleranz-Linie noch einmal bestätigt. Das bedeutet in der Praxis: Missbrauchstäter können nicht mehr in den kirchlichen Dienst zurückkehren."

SWP: Sind die Widerstände innerhalb der katholischen Kirche passé?

Zollner:"Eine Abwehr gibt es weiterhin. Da machen wir uns keine Illusionen..."



das vollständige Interview mit Hans Zollner auf "swp.de" lesen



Sonntag, 22. Januar 2017

Vatileaks-Enthüller: "Missbrauch in der Katholischen Kirche ist weiter virulent"


Vatileaks-Enthüller über Kindesmissbrauch in der Kirche: "Der Papst protegiert Vertuscher"

Er enthüllte Finanzskandale im Vatikan und stand dafür vor einem Kirchengericht. In seinem neuen Buch beschreibt Emiliano Fittipaldi, wie Kindesmissbrauch in höchsten Kirchenkreisen vertuscht wird.

Dienstag, 3. Januar 2017

Bistum Osnabrück: Vom Priester missbraucht - Opfer bricht Schweigen

Schwerwiegende Versäumnisse des Bistums in den 90er Jahren

2010 hatte ein Missbrauchsskandal das Bistum Osnabrück beschäftigt: Ein katholischer Priester gestand bei Vernehmungen, Jahrzehnte zuvor Sex mit einer Jugendlichen gehabt zu haben. Zu einem öffentlichen Prozess kam es aber nie. Der Priester wurde 2013 vom Kirchengericht schuldig gesprochen und versetzt. Er darf seitdem weder leitende Aufgaben übernehmen noch in der Kinder-und Jugendseelsorge tätig werden. Nun bricht das Opfer sein Schweigen und es wird klar: Es gab damals, in den 90er-Jahren, Versäumnisse des Bistums ...

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Die römisch-katholische Kirche feiert heute das

 "Fest der unschuldigen Kinder".


- no comment.

Freitag, 23. Dezember 2016

Bistum Münster: Neue Ermittlungen gegen Priester aus Lohne

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat ihr Ermittlungsverfahren gegen einen Priester aus Lohne eingestellt - nun aber ermittelt eine andere Anklagebehörde gegen den Mann. Das teilte die katholische Kirche am Donnerstag mit. Die Staatsanwaltschaft Hannover habe ein abgetrenntes Teil-Verfahren eröffnet. Dabei geht es nach Angaben des Bischöflich Münsterschen Offizialats in Vechta um den Verdacht des Besitzes jugendpornografischer Bilder ...

den vollständigen Artikel auf "ndr.de" lesen


  •  »Wir sind von dieser Entscheidung völlig überrascht worden«, sagte Ludger Heuer, Pressesprecher des Bischöflich Münsterschen Offizialats. Eingestellt worden ist laut Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen. In einem zweiten Verfahren wegen des Verdachts auf den Besitz jugendpornografischer Schriften werde aber weiter ermittelt. (den vollständigen Artikel auf "kirche-und-leben.de" lesen)

Montag, 19. Dezember 2016

Bistum Würzburg: Vatikan bestätigt Missbrauchsvorwürfe gegen Priester

Im März werden erstmals Missbrauchsvorwürfe gegen einen Priester aus dem Raum Bad Kissingen bekannt, der über Jahre hinweg eine Frau missbraucht haben soll.  

Laut Angaben von Klaus Laubenthal hat er den Priester Ende September 2015 vernommen. Wenige Wochen später, am 11. November 2015 leitete das Bischöfliche Offizialat die kirchenrechtliche Voruntersuchung ein. Ende März 2016 hatte sich der Priester bei den staatlichen Behörden selbst angezeigt (Der Fall wurde als verjährt eingestuft).  Im Mai 2016 hatte Bischof Hofmann dem Geistlichen die Ausübung priesterlicher Dienste untersagt.  Ende September 2016 gingen die Unterlagen der Voruntersuchung an die Glaubenskongregation. Jetzt, im Dezember 2016, wurde das kirchenrechtliche Verfahren in Rom abgeschlossen -  und die Vorwürfe bestätigt.


den vollständigen Artikel auf "mainpost.de" lesen

Freitag, 16. Dezember 2016

Kardinal Müller nennt Vorwürfe mangelnder Missbrauchs-Aufklärung bei Domspatzen ,postfaktisch'

Der frühere Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Kardinal Müller hat Vorwürfe zurückgewiesen, die Aufklärung des Missbrauchsskandals bei den Regensburger Domspatzen verhindert zu haben.

Immer wieder wurde Müller vorgeworfen, er habe Fälle von Sexuellem Missbrauch verschleppt. Ein Fall ist auch höchstrichterlich entschieden: Der Missbrauchs-Skandal von Riekofen. Im August 2007 hatte das unglaubliche Martyrium endlich ein Ende: 22 Mal hatte sich, in einem Zeitraum zwischen 2004 bis zu seiner Verhaftung 2007, der damals 39-jährige spätberufene Pfarrer Peter K. an einem zunächst elfjährigen Ministranten sexuell vergangen. Als der Fall ruchbar und K. in Handschellen abgeführt wurde, war das Entsetzen in der Pfarrei riesig: War der Pfarrer ein Pädophiler? Er war einer: „Kernpädophilie“ hatte ihm ein Gutachter attestiert – und das bereits vier Jahre, bevor er dennoch wieder in der Seelsorge eingesetzt wurde – und acht Jahre vor seiner Verhaftung ...



den vollständigen Artikel auf "wochenblatt.de" lesen


  • Kardinal Müller hält Fälle für aufgeklärt: Der ehemalige Regensburger Bischof und jetzige Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller hat den Vorwurf zurückgewiesen, die Aufklärung des Missbrauchsskandals bei den Regensburger Domspatzen verschleppt zu haben. Er habe "den Aufklärungsprozess initiiert" (den vollständigen Artikel auf "br.de" lesen)
  • Mittwoch, 7. Dezember 2016

    Bistum Hildesheim glaubt mutmaßlich Betroffener nicht: "Es kann nicht von einer Plausibilität der Schilderungen ausgegangen werden."


    "Fragen der Plausibilität": Das Bistum Hildesheim hat seinen Umgang mit einem weiteren Missbrauchsvorwurf gegen den früheren Bischof Heinrich Maria Janssen verteidigt. Aktuell wendet sich das Bistum gegen die Darstellung eines von "Focus online" veröffentlichten Fall.












    Bistum Hildesheim: ehemaliger Bischof soll Zweijährige vergewaltigt haben

    Ein zweijähriges Mädchen wird in ein Hinterzimmer gezerrt. Dort wird sie von einem Bischof mutmaßlich vergewaltigt.

    Danach wird das Mädchen zurück in den Hort gebracht. Dort nimmt die Mutter ihr völlig verstörtes und schreiendes Kind wieder in Empfang.

    Dieser Fall soll sich am 20. Juli 1957 in dem Lager für Spätaussiedler aus Pommern abgespielt haben. Das Mädchen ist mittlerweile 61 Jahre alt. Maria S. (Name geändert) meldete sich vor einigen Tagen bei "Focus online"  und berichtete über das, was ihr vor 59 Jahren widerfahren sei.

    Klar ist nur: Ihr Bericht birgt Sprengstoff. Denn der Mann, den sie so schwer belastet, heißt Heinrich Maria Janssen. Er war von 1957 bis 1982 Bischof in Hildesheim, er starb 1988. Er ist Ehrenbürger der Stadt. Im Herbst 2015 wurde bekannt, dass der damalige Bischof in den 60er-Jahren einen Messdiener jahrelang sexuell missbraucht haben soll. Das Opfer bekam eine Entschädigung. Vor wenigen Wochen wurde ein zweiter Vorwurf gegen Janssen öffentlich. Und nun erhebt Maria S. schwerste Vorwürfe gegen den damaligen Bischof.

    Montag, 7. November 2016

    Bistum Hildesheim: Erneut Missbrauchsvorwurf gegen Bischof

    Das Münchner Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) untersucht im Auftrag des Bistums Hildesheim die Missbrauchsvorwürfe eines ehemaligen Messdieners gegen den verstorbenen Bischof Heinrich Maria Janssen. Janssen soll Ende der 1950er- bis Anfang der 1960er-Jahre den Jungen regelmäßig sexuell missbraucht haben. 

    Nun hat sich ein mögliches zweites Opfer an die Forscher gewandt. Ein Sprecher des IPP in München bestätigte dem NDR, dass sich ein Mann gemeldet habe, der in dem Fall Angaben machen wolle. Man werde mit dem Mann Gespräche führen. Was der Mann den Gutachtern bei der ersten Kontaktaufnahme gesagt hat, wollte das IPP nicht kommentieren. Die "Hildesheimer Allgemeine Zeitung" berichtet in ihrer Ausgabe vom Montag, dass sich der Mann auch an die Redaktion gewandt habe.

    Laut dem Bericht habe der Mann erklärt, dass er 1965 von dem Bischof unsittlich berührt worden sei. Er habe das als sexuellen Übergriff empfunden. Weiter heißt es, dass der Mann damals Ministrant gewesen sei. Das Bistum Hildesheim wollte sich zu dem neuen Vorwurf nicht äußern.

    den vollständigen Artikel auf "ndr.de" lesen


    Freitag, 14. Oktober 2016

    Bistum Trier: Entpflichtung, Zelebrationsverbot, Bischof Ackermann fordert "Aufarbeitung und Wiedergutmachung" - wegen Ladendiebstahls

    Bischof Stephan Ackermann hat einen Trierer Bistumspriester von seinen Aufgaben entbunden. Der katholische Geistliche war bei einem Ladendiebstahl ertappt worden.

    Wie unserer Zeitung gestern auf Anfrage bestätigt wurde, hat Bischof Stephan Ackermann seinen Mitbruder vor zwei Wochen von seinem Dienst in der Linzer Pfarreiengemeinschaft entpflichtet und ihm zudem verboten, öffentlich als Priester tätig zu werden.

    Was dem 48-Jährigen konkret vorgeworfen wird, ist unklar. Der Bischof schreibt unter Verweis auf ein „staatliches Urteil“, es gehe um den Diebstahl geringwertiger Sachen. Nach Informationen unserer Zeitung soll der Geistliche beim Ladendiebstahl ertappt worden sein.

    Donnerstag, 13. Oktober 2016

    Ein Dokumentarfilm von Patricia Marchart: "Die Kinder lassen grüßen"




    Sie waren Ministranten, Schüler, Schutzbefohlene, Heimkinder und wurden von Priestern und Nonnen sexuell, emotional und körperlich misshandelt.

    "Der ganze Film ist von einer Urkraft getragen, die von den Betroffenen ausging, damit das Schweigen ein Ende hat.

    Vor dem ersten Interview wusste ich nicht, was passieren würde. Die Kamera war unser unabhängiger Beobachter, der alles nach außen transportierte. Ich hatte mir bewusst nichts vorgenommen. Die Betroffenen erzählten ihre Geschichten ganz von selbst. Als ob sie seit Jahrzehnten auf jemanden gewartet hätten, dem sie alles erzählen können. Was ich hörte, war schlimmer, als ich es mir je vorgestellt hatte. Ich bekam kaum Luft, meine Knie zitterten.

    Was diesen Menschen, von Priestern, Nonnen und Angehörigen der katholischen Kirche angetan wurde, kann man mit Worten kaum beschreiben. Das können nur die Menschen selbst erzählen."

    zur Homepage des Films auf "die-kinder-lassen-gruessen.at" (inkl. Trailer)

    Mittwoch, 12. Oktober 2016

    Bistum Regensburg: Vorbestrafter Ex-Priester missbraucht erneut Kind - Mehrere Bistümer hatten in den vergangenen Jahren Warnungen vor dem Mann verschickt - allerdings nicht wegen der Vorstrafe wegen Kindesmissbrauchs (!)

    Mehrere Bistümer hatten in den vergangenen Jahren Warnungen vor dem Mann verschickt

    Ein einschlägig vorbestrafter und aus dem Kirchendienst entlassener katholischer Priester soll im Landkreis Deggendorf erneut ein Kind missbraucht haben. Die Mutter des schulpflichtigen Kindes habe die Taten Ende September angezeigt, der 52-Jährige sei daraufhin festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft Deggendorf am Mittwoch mit.

    Mehrere Bistümer hatten in den vergangenen Jahren Warnmeldungen vor dem Mann verschickt. Diese bezogen sich aber nicht auf seine früheren Taten. Der aus dem Raum Mainz stammende Geistliche war 2008 des Klerikerstands enthoben worden. Weil er weiter als Pater aufgetreten sei, hätten mehrere Bistümer Warnmeldungen veröffentlicht, wie die Diözese Regensburg im März 2014.

    Im Oktober 2015 habe die Diözese erneut alle Pfarrämter vor dem im süddeutschen Raum und an der österreichisch-ungarischen Grenze als Priester auftretenden Mann gewarnt. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, bezogen sich die Warnungen auf die pastoralen Aktivitäten, nicht auf die Vorstrafe wegen Kindesmissbrauchs.

    Bistum Regensburg: Ex-Priester wegen Verdachts des Kindesmissbrauchs in U-Haft

    Ein aus dem Klerikerstand entlassener ehemaliger Priester sitzt wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs in Untersuchungshaft.

    Gegen den 52jährigen ehemaligen Priester wurde am 26. September auf Antrag der Staatsanwaltschaft Deggendorf durch das Amtsgerichts Deggendorf Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern erlassen. Er befindet sich seither in Untersuchungshaft.

    Der einschlägig vorbestrafte „Pater“ hatte sich, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, mit einem offensichtlich gefälschten Priesterausweis und unter Ausnutzung seiner Stellung als angeblicher Priester das Vertrauen eines Gemeindepfarrers sowie strenggläubiger Familien erschlichen und sich mitunter als Opfer eines Justizirrtums und einer Falschbeschuldigung dargestellt.

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    Mittwoch, 28. September 2016

    Bistum Trier: Missbrauch durch Pfarrer

    Missbrauch durch Pfarrer: Gemeinde soll Abbitte leisten

    Windesheim. Lange Zeit wurde nur hinter vorgehaltener Hand darüber gesprochen. Doch nachdem sich mindestens eine Person als Missbrauchsopfer des verstorbenen katholischen Priesters Becker offenbart hat, müssen die Gläubigen den  Tatsachen in die Augen schauen.

    In der damaligen katholischen Pfarrei Windesheim, die heute zur Pfarreiengemeinschaft Guldenbachtal gehört, wurden von Pfarrer Becker Ende der 1960er-, Anfang der 1970er-Jahre laut Opferaussagen Kinder und Jugendliche sexuell bedrängt und teils auch missbraucht.

    Von einer eigenen Aufarbeitung vor Ort halten die Unterzeichner nach Beratungen mit dem Bischöflichen Generalvikariat nichts.

    Obwohl die Verantwortlichen in der Pfarreiengemeinschaft wissen, dass das verübte Unrecht nicht wiedergutzumachen ist, wird es am 17. November 2016 einen Versöhnungsgottesdienst um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche Windesheim geben, "in dem wir den Betroffenen unsere Anteilnahme versichern und als Gemeinde Abbitte leisten". Zur Gottesdienstvorbereitung sind Interessierte am Dienstag, 25. Oktober, um 20 Uhr ins Pfarrhaus Windesheim eingeladen.

    Im Auftrag des Opfers bestätigte Gabriel Ohler ("Kinderseelen in Not"), dass seitens des Bistums bereits eine finanzielle Entschädigung geflossen sei - ein Schweigegeld. Im Gegenzug wurde vereinbart, über die Geschehnisse öffentlich nicht zu sprechen.

    den vollständigen Artikel auf "rhein-zeitung.de" lesen


    Dienstag, 6. September 2016

    Bistum Münster: Missbrauchsvorwurf - Hausdurchsuchung bei Priester

    Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen einen katholischen Priester aus Lohne (Landkreis Vechta) hat die Staatsanwaltschaft das Haus des 73-Jährigen durchsucht. Dabei sei Beweismaterial beschlagnahmt worden, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg. Der Mann soll Anfang August vier Jugendlichen im Alter von 13 und 14 Jahren pornografische Bilder gezeigt haben. Das Bischöflich Münstersche Offizialat in Vechta hatten den Priester angezeigt, nachdem es Gerüchte und Vorwürfe gegen den Mann gegeben hatte. 

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    Bistum Würzburg: Vorwürfe gegen Pfarrer sind verjährt

    Ein viele Jahre lang im Raum Kissingen tätiger Pfarrer braucht nicht zu befürchten, dass er sich wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht verantworten muss.

    Ein viele Jahre lang in einer Pfarrei im Raum Bad Kissingen tätiger katholischer Priester braucht nicht zu befürchten, dass er sich wegen sexuellen Missbrauchs einer jungen Frau vor Gericht verantworten muss. Wie Ursula Haderlein, die Leiterin der Staatsanwaltschaft Schweinfurt, am Montag auf Anfrage bestätigte, sind die Ermittlungen gegen den Ruhestandspfarrer eingestellt.

    Wie jedoch die Kirche mit ihm umgeht, ist noch nicht endgültig bekannt.



    Freitag, 2. September 2016

    Sendehinweis: "Verfehlung" - Ein Film über Schuld und Vertuschung der Kirche

    Freitag, 02.September 2016
    20.15h / ARTE

    Kluger und aufwühlender Film über das heikle Thema Missbrauch in der katholischen Kirche.
     Ein Priester wird des sexuellen Missbrauchs beschuldigt.
    "Verfehlung" ist ein Film über Schuld und Vertuschung in der Kirche






    Sonntag, 28. August 2016

    Bistum Trier: "Neutrale Ermittler sind ein Muss"

    Wenn Vertreter von Opferverbänden diese Woche mit Blick auf Freisener Vorkommnisse von der Kirche unabhängige Gremien forderten, die sich mit den Verdächtigungen befassen, entspricht dies rechtsstaatlichen Grundsätzen. Es muss eine Trennung zwischen Beschuldigten und Ermittlern geben. Ansonsten ist die Wahrheitsfindung gefährdet.

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    Donnerstag, 25. August 2016

    Kardinal Marx: Verjährt, aber nicht vergessen - Hat Kardinal Marx einen Missbrauchstäter gedeckt?

    Von Hannes Leitlein

    2006 sei alles gemäß der damals geltenden Leitlinien entschieden worden. Ganz richtig ist das nicht: Bereits in den Vorgaben von 2002 stand: "Unmittelbar nach Kenntnisnahme eines Verdachts oder eines Vergehens leitet der Beauftragte die Prüfung ein." Der Verdacht bestand, auch wenn er für die weltlichen Organe als verjährt galt. Nur: Missbrauch verjährt kirchenrechtlich nicht.

    Warum also hat das Trierer Bistum 2006 unter Marx keine Ermittlungen veranlasst? Und warum wurde Pfarrer M. der Umgang mit Kindern und Jugendlichen nicht bereits 2006, 2013 oder 2015 untersagt?