Donnerstag, 16. November 2017

Bistum Trier / Bistum Speyer: Vorwürfe gegen Pfarrer

Einem Pfarrer wird vorgeworfen, sich "unangemessen" im Umgang mit Kindern und Jugendlichen verhalten zu haben. Nach Angaben des Bistums Speyer nimmt sich der Pfarrer gerade eine "Auszeit".

Ein Bistumssprecher hat bestätigt, dass sich Gemeindemitglieder aus Schönenberg-Kübelberg an das Bistum gewandt haben. Die Menschen hätten sich darüber beschwert, dass der Pfarrer - so wörtlich - "unangemessen" mit Kindern und Jugendlichen umgegangen sei. Nach Angaben des Bistums geht es dabei nicht um sexuelle Übergriffe.

Der Pfarrer habe sich derzeit eine zweimonatige "Auszeit" genommen, sagt Markus Herr vom Bistum Speyer. Sein Dienstverhältnis bestehe weiterhin. "Der Pfarrer widerspricht den Vorwürfen. Er hat dem Bistum gegenüber erklärt, dass er sich zu den Vorwürfen nicht äußern möchte." 

Der Priester arbeitet erst seit etwa zwei Jahren in der Pfarrei. Davor war er fünf Jahre in der Südpfalz tätig. 

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  • Kusel: Vorwürfe gegen Pfarrer; Nach Informationen der "Rheinpfalz" erreichten das Speyerer Bistum Beschwerden, wonach sich der Pfarrer einem Jugendlichen „zu stark genähert“ habe. Was genau vorgefallen ist, darüber gibt das Bistum auch unter dem Hinweis auf Wahrung der Persönlichkeitsrechte keine Auskunft. Nach Informationen der RHEINPFALZ soll es sich um eine „Grenzüberschreitung“ gehandelt haben, nicht aber um einen sexuellen Übergriff. Der Pfarrer, 1964 in Neunkirchen geboren, ist gelernter Gärtner. Seine Lehre absolvierte er am St. Wendeler Missionshaus – damals noch von den Steyler Missionaren betrieben. Nach dem Theologiestudium war er Kaplan in Landau und St. Ingbert sowie Pfarrer in Gerbach am Donnersberg. 2004 wurde er zum Dekan im Dekanat Donnersberg gewählt. Nach einer Strukturreform war er anschließend fünf Jahre Kooperator einer Gemeinde in Rheinzabern. (rheinpalz.de)


Montag, 13. November 2017

Bistum Trier / Chile: "Katholisches Kartell" reicht bis ins Bistum Trier


Ein ehemaliger chilenischer Erzbischof, auf dem schwerste Vorwürfe sexuellen Missbrauchs lasten, lebt seit 2005 im Bistum Trier. Ausgerechnet im Bistum des Missbrauchsbeauftragten der DBK, Bischof Dr. Stephan Ackermann.  Recherchen bestätigen diese Angaben. 

Bereits 1992 wurden Vorwürfe sexuellen Missbrauchs gegen den ehemaligen Erzbischof laut.  Es fanden jedoch über Jahre hinweg keine Untersuchungen der Vorwürfe statt. Erst 1997 erfolgte eine Untersuchung durch die Apostolische Nuntiatur.  Daraufhin trat er - ohne öffentliche Erklärung - von seinen Ämtern zurück.

2002 gab Erzbischof Francisco Javier Errázuriz Ossa erstmals öffentlich zu,  dass der Beschuldigte freiwillig wegen "unangemessenen Verhaltens"  im Zusammenhang mit seiner "etwas überschwänglichen Zuneigung insbesondere zu Kindern" zurückgetreten und versetzt worden sei.  Unklar bleibt, ob es sich tatsächlich um eine freiwillige Entscheidung oder um eine Auflage der Kirche handelte.  Gleichzeitig wurden Vorwürfe laut, die Kirche habe ihn geschützt, indem sie ihn nach Deutschland geschickt habe.

Der Generaloberer der Schönstatt-Patres,  P. Juan Pablo Catoggio sagte auf WDR-Anfrage, Cox sei von der Bischofkongregation in Rom den Schönstatt-Patres anvertraut worden. "Sollten die Fakten stimmen, müsste Cox angeklagt werden".  - Doch das ist bisher nicht geschehen.  

Weiter heißt es offiziell: Nach journalistischen Vorwürfen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen, die über einen Zeitraum von zehn Jahren andauerten, verzichtete der ehemalige chilenische Erzbischof angeblich seit  Oktober 2002 auf jegliche pastorale Tätigkeiten. 

Nachdem er zuerst in die Schweiz ging, lebt er seit 2005 im Bistum Trier.  -  Zu diesem Zeitpunkt war der heutige Kardinal Reinhard Marx Bischof von Trier.


  • "Im Vordergrund stehen die Barmherzigkeit und das Verzeihen, von dem die Täter profitieren. Einer der mutmaßlichen Täter ist der ehemalige chilenische Erzbischof Francisco José Cox, auf dem schwerste Vorwürfe sexuellen Missbrauchs lasten. Der heute 83jährige, ein Priester der Schönstatt-Bewegung lebt seit 2005 zurückgezogen in der Zentrale der Schönstattpatres in Vallendar bei Koblenz. Deren Generaloberer P. Juan Pablo Catoggio sagt auf WDR-Anfrage, Cox sei von der Bischofkongregation in Rom den Schönstatt-Patres anvertraut worden. Catoggio gibt weiter an, dass er die Vorwürfe gegen Cox wegen seines „unangemessenen effektiven Umgangs mit Jugendlichen“ kenne. Deswegen sei dieser als Erzbischof zurückgetreten. Allerdings habe es in Chile niemals eine formelle Anklage gegen Cox gegeben. Die von dem Zeugen beschriebene Vergewaltigung bezeichnete Catoggio als abscheulich und pervers. Sollten die Fakten stimmen, müsste Cox angeklagt werden – so der Generalobere der Schönstatt-Priester. - Doch das ist bisher nicht geschehen. 
  • José Andres Murillo von der Antimissbrauchstiftung findet den Fall Cox beschämend und kritisiert Kirche und Justiz:  "Die Kirche hat ihn geschützt, indem sie ihn nach Deutschland geschickt hat. Und es ist wirklich eine Schande, dass die chilenische Justiz den Vorwürfen gegen Cox nicht nachgeht." Unter seinen Opfern waren einige der ärmsten Kinder Chiles  direkt zum Audiobeitrag auf WDR5 (ab Minute 6:00)
  • "Das katholische Kartell - Wie die Kirche in Chile ihre Missbrauchs-Priester scheinbar straft und doch schützt: Die Figuren des chilenischen Regisseurs Larraín haben reale Vorbilder. Es sind jene Priester, von denen auch in Deutschland in den vergangenen Jahren oft die Rede war. Sie haben Minderjährige missbraucht und vergewaltigt, in ihrer jeweiligen Gemeinde wird getuschelt, Vorwürfe machen die Runde, Zeitungen berichten – und plötzlich sind die Täter verschwunden. So wie auch der chilenische Bischof Francisco José Cox abtauchte, nachdem Zeitungen berichtet hatten, dass er gegenüber Kindern und Jugendlichen übergriffig geworden sei. (...) Unglaublich, was für ein Leben der übergriffige Bischof hat. Ich konnte es nicht fassen, was für ein schönes Leben dieser Typ hat“, sagt Pablo Larraín beim Besuch in Berlin. Larraín, 39 Jahre, Drei-Tage-Bart, T-Shirt, Jeans, Sneakers, reicht sein Smartphone über den Tisch. Darauf ist eine Landschaft zu sehen wie aus der Schokoladenreklame: Berge, Wiesen, Kühe – und mittendrin ein schönes großes Haus. In diesem Haus in der Schweiz lebte Bischof Cox, nachdem er in Chile von seinen Ämtern zurückgetreten war. Larraín sah das Foto vor einigen Jahren in einer chilenischen Zeitung. Es ließ ihn nicht mehr los. „Warum sitzt der in der Idylle und nicht im Gefängnis?“, fragte er sich – und begann zu recherchieren. Er fand heraus, dass die katholische Kirche ihre Priester, die nicht mehr tragbar sind in ihren Gemeinden, in spezielle Häuser beordert, in eine Mischung aus Gefängnis und Altersheim. Zumindest in Chile und den USA gibt es diese Häuser. „Die Kirche schützt ihre Priester vom Priesterseminar bis zum Altersheim“, sagt Pablo Larraín. Vor einer Anklage vor einem weltlichen Gericht muss sich keiner ihrer Bewohner fürchten." (tagesspiegel.de, 11.2015)
  • "Dass die katholische Kirche mit solchen Häusern die staatliche Justiz umgeht und ihr eigenes Rechtssystem geschaffen und etabliert hat - das ist eines der Themen, die Pablo Larraín mit seinem Film "El Club" anspricht: "Die Kirche scheint mehr Angst vor der Presse zu haben, als vor der Hölle."" (dw.com)
  • "In 2002, bishop Francisco José Cox Huneeus, was ordered by the Church to retreat from pastoral life for “inappropriate behaviour” and made to go into seclusion in a German monastery." (CRIN - Child Rights Information Network, "Child Sexual Abuse and the Holy See")
  • "Die zurückliegenden Monate haben gezeigt, dass wir uns gezielter als bisher auch der Frage zuwenden müssen, wie wir mit Priestern verfahren, die zu sexuellen Missbrauchstätern geworden sind“, erklärte Bischof Ackermann 2012.  Während der Missbrauchsbeauftragte  2012 noch von den "zurückliegenden Monaten" sprach, hielt sich der ehemalige Erzbischof, der des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wird, bereits seit sieben im Bistum Trier auf. " Opfergerechter Umgang mit Tätern“ (Bistum Trier, Mai 2012)

Freitag, 10. November 2017

Bistum Essen: In 17 Personalakten Hinweise auf möglichen sexuellen Missbrauch gefunden - 11 Priester möglicherweise in anderen Bistümern tätig

11 Priester in andere Bistümer versetzt. - Erhebliche Lücken in den Personalakten lassen Dunkelziffer nicht abschätzen.

Das Bistum Essen hat neue Hinweise auf möglichen sexuellen Missbrauch durch Priester gefunden. Das ist das Ergebnis einer Überprüfung aller Personalakten des Bistums durch eine externe Anwaltskanzlei. Die sollte herausfinden, ob in den Akten Hinweise auf Missbrauch an Kindern zu finden sind.

Zwei der 17 Priester seien in der Vergangenheit bereits straf- und kirchenrechtlich verurteilt worden, sagte die Missbrauchsbeauftragte des Bistums, Angelika von Schenk-Wilms. Bei weiteren vier Hinweisen seien die Betroffenen zum Zeitpunkt des Vorfalls bereits volljährig gewesen. Die übrigen elf Priester gehören nicht mehr dem Bistum an. Deren neue Diözesen oder Orden seien vom Ruhrbistum über die Hinweise in den Akten informiert worde

Die Kanzlei untersuchte neben den Personalakten auch 100 Ergänzungsakten noch lebender Geistlicher, die normalerweise unter Verschluss stehen. In 30 dieser sogenannten Geheimakten seien aufgedeckte und verfolgte Missbrauchsvorwürfe dokumentiert worden. 

Nicht abzuschätzen ist aus Sicht der Anwälte, ob es eine Dunkelziffer nicht entdeckter Missbrauchsfälle geben könnte und wie hoch sie gegebenenfalls sei. „Insbesondere alte Personalakten wiesen teilweise erhebliche Lücken hinsichtlich der Lebensdokumentation des Geistlichen auf.“ Die Kanzlei nahm auch eine Neuorganisation der Akten vor. Die Seiten sind nun durchnummeriert. Manipulationsversuche etwa durch die Entfernung von Dokumenten werden damit erschwert.

Das Bistum Essen ist nach Angaben von Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck nach dem Erzbistum München und Freising das zweite Bistum in Deutschland, das die Akten auf diese Weise hat untersuchen lassen.

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Donnerstag, 9. November 2017

Bistum Trier: Bischof Ackermann feuert Pressesprecher und Mediendirektor Andre Uzulis

25.10.2017

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat seinen Kommunikationsdirektor André Uzulis (52) gefeuert. Das Arbeitsverhältnis sei mit sofortiger Wirkung beendet worden, teilte das Bistum am Mittwoch mit.

Über den Grund der Trennung wurde offiziell nichts bekannt.

In den zurückliegenden Monaten hatte es aber wiederholt Kritik an der Arbeit des Mediendirektors gegeben. „Der hat sich gut verkauft, aber nicht das Bistum“, kommentierte ein hochrangiger Kirchenvertreter den Rauswurf. 

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Freitag, 27. Oktober 2017

Bistum Würzburg: Glaubenskongregation in Rom bestätigt Strafe

Die Glaubenskongregation in Rom hat ein kirchenrechtliches Verfahren gegen einen Pater der Franziskaner-Minoriten in Würzburg wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger abgeschlossen und die Strafen gegen den 83-Jährigen bestätigt. Nach Mitteilung eines Sprechers des Ordens vom Donnerstag hat die Glaubenskongregation dem Mann 2013 bereits wegen mehrerer Missbrauchsfälle unter anderem die öffentliche Feier der Eucharistie, den Kontakt zu Minderjährigen und den Aufenthalt in den Bistümern Köln, Bamberg und Würzburg verboten. Dagegen legte er Beschwerde ein. Diese sei nun zurückgewiesen worden, teilte der Orden mit.

Die Missbrauchsvorwürfe gegen den Pater wurden 2010 bekannt. Das Bistum Würzburg beurlaubte den Mann daraufhin. Die staatlichen Ermittlungen gegen den heute 83-Jährigen wurden den Angaben nach im August 2010 eingestellt, meist wegen Verjährung. 


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Donnerstag, 19. Oktober 2017

Bistum Essen: Prävention auf katholisch: Essener missbrauchte sieben Kinder aus katholischem Kirchenchor

Das Ausmaß an sexuellem Missbrauch und an Vertrauensbruch übersteigt fast schon die Vorstellungskraft. Über Jahre hat ein 29 Jahre alter Essener seine Kontakte in einem hochrangigen katholischen Kirchenchor* genutzt, um Opfer für die Befriedigung seiner pädophilen Neigung zu finden. Am Mittwoch verurteilte ihn das Landgericht Essen zu acht Jahren Gefängnis, verhängte zusätzlich die anschließende Sicherungsverwahrung.

Insgesamt sieben Kinder, so wurde in den Ermittlungen bekannt, missbrauchte der Chorsänger und Orgelspieler. Hatte er sie erst einmal in seiner privaten Umgebung, begann er mit sexuellen Annäherungen, steigerte die Intensität. Fotos und Videos fertigte er von den Jungen, die zum Teil erst neun Jahre alt waren, und bot die Bilder im Darknet, einem anonymen und für die Polizei kaum zu kontrollierenden Bereich des Internets, zum Tausch an.

*Anm.: Der Chor wird nicht genannt, um die Opfer zu schützen.

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  • Laut Urteil hatte er sich an sieben Jungen im Alter von 6 bis 13 Jahren vergangen. (wdr.de)
  • Philipp G.s entsetzliche Fälle sexuellen Kindes-Missbrauchs lassen verstört zurück: Freunde, Kirche und ein Jugendamt, das früh Bescheid wusste. - Man bot intern Hilfe und Gespräche an, blieb nach außen aber schweigsam: „Der Schutz, die Hilfe und die Anonymität der Betroffenen“ stünden für die Kirche im Mittelpunkt, heißt es. (nrz.de)

Montag, 16. Oktober 2017

Bistum Trier: Kommentar zum Statement von Bischof Ackermann zum "Hildesheimer Gutachten"

Herr Bischof Ackermann - Mit Verlaub, aber wie perfide sind Sie?

In Ihrem Statement zum "Hildesheimer Gutachten" beschreiben Sie diesen Schritt in der kritischen Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich als "wichtig". Er ist für Sie also von wesentlicher und fundamentaler Bedeutung.  

Dieser Schritt war nicht "wichtig", Herr Ackermann - dieser Schritt war das Mindeste, was ein Bistum überhaupt tun muss. Er sollte - sieben Jahre nach 2010 - zur Selbstverständlichkeit geworden sein.  Und je mehr sie die "Wichtigkeit" betonen umso mehr lässt dies erkennen, wie unsagbar groß Ihr Versagen in den letzten Jahren war,  - und wie  groß die Kluft zwischen Ihrer Fehlwahrnehmung und der Realität offensichtlich heute noch ist. 

"Die Analyse des Gutachtens ist offen und schonungslos, beschämend und mahnend" lassen Sie mitteilen.  Wissen Sie was, Herr Ackermann? Hätten Sie diese Worte nicht schon vor Jahren immer und immer wieder völlig emotionslos  für sich geltend gemacht, klängen sie vielleicht heute nicht so abgedroschen. -  Und die Worte wären evtl. sogar noch mit Glaubwürdigkeit behaftet. Doch genau dies erscheint inzwischen nahezu unmöglich -  nutzten Sie sie doch jahrelang phrasenhaft und leiern Sie seit 2010 immer und immer wieder herunter!

Weiter schreiben Sie: "Umso wichtiger empfinde ich, dass die Verantwortlichen im Bistum Hildesheim, Diözesanadministrator Weihbischof Dr. Nikolaus Schwerdtfeger, und Weihbischof Heinz-Günter Bongartz, öffentlich um Entschuldigung gebeten haben."-  Wie haarsträubend klingt dies von jemandem, der bis heute eine Entschuldigung ablehnt?   So behaupteten Sie im Jahr 2010:  "Die individuelle Schuld könnte durch eine Entschuldigung der Institution Kirche vernebelt werden." Genau dies erscheint Ihnen heute aber groteskerweise als "wichtig".  - Es geht nur noch selten um individuelle Schuld der Täter, Herr Ackermann. Es geht um Ihre Schuld! - Um Ihre Versäumnisse, um Ihren Umgang mit Betroffenen und um Ihr Versagen. Und hier können Sie sich nicht von Schuld freisprechen. Weder als Bischof von Trier - geschweige denn als "Missbrauchsbeauftragter" der DBK.

"Ich bin dem Bistum dankbar, dass es im Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs und deren Aufarbeitung einen – wie das Gutachten sagt – Paradigmenwechsel eingeleitet und zahlreiche Maßnahmen, insbesondere im Präventionsbereich, getroffen hat." - Was für eine fadenscheinige Aussage Ihrerseits.

Der "Paradigmenwechsel", der Ihrer Meinung nach stattgefunden hat, entspricht übrigens keineswegs einer "phasenhaften Veränderung von bestimmten Fragestellungen und Problemlösungsstrategien, die typisch ist für bestimmte wissenschaftliche Disziplinen oder Disziplinengruppen", wie er definiert ist,  sondern wohl eher einer "phrasenhaften" Veränderung Ihrerseits. - Mehr nicht.

Und hören Sie endlich auf, ständig von Ihrer "Prävention" zu brabbeln. Ohne eine ernstzunehmende Aufklärung kann Prävention nicht gelingen! Selbst Weihbischof Bongartz gestand heute ein, dass er die Täterstrategien nicht erkannt habe. Ob dies zu seinem Aufgabenbereich gehörte wage ich zu bezweifeln.  - Falls doch, hätte er auf die Täterstrategie hochsensibilisiert reagieren müssen. Schließlich betonen Sie doch immer wieder, wie gut Ihre Schulungen seien.  - Scheinbar doch nicht!  Bongartz hätte schlicht und ergreifend den Betroffenen glauben müssen. Es lagen zahlreiche Hinweise vor, die nicht ernstgenommen wurden.  

Herr Ackermann, Ihnen als "Missbrauchsbeauftragter" gelingt es nicht einmal in Ihrem eigenen Bistum dafür Sorge zu tragen, dass diejenigen, die dazu verpflichtet wären, Ihre Präventionsmaßnahmen anerkennen!  Das Bistum Trier mit Ihnen als Missbrauchsbeauftragten repräsentiert das Versagen der Katholischen Kirche im Umgang mit Vorwürfen sexuellen Missbrauchs durch Angehörige der katholischen Kirche beispiellos - im negativen Sinne.   -  Egal, welche Ihrer Aussagen man nimmt - es blieben und bleiben leere Versprechen. Ein einziges Trugbild. 

Noch einmal:  Mit Verlaub, Herr Bischof, aber es war nicht das Bistum Hildesheim, welches aufklärte! -  Und am wenigsten waren Sie es, der sich dafür einsetzte!

Es waren auch hier die Betroffenen, die ihr Schweigen brachen und sich hilfesuchend an die Öffentlichkeit wandten.  

Erst aufgrund des medialen Druckes entschied man sich für ein externes Gutachten.  - Genauso läuft es seit sieben Jahren in Ihrem eigenen Bistum. 

Schauen Sie genau nach Hildesheim, schauen Sie sich das traurige Versagen der Verantwortlichen in den letzten Jahre an und lassen Sie sich die Fragen beantworten, denen bei der heutigen Pressekonferenz ausgewichen wurde und die unbeantwortet blieben.

Sie als Missbrauchsbeauftragter, haben sich nicht zu dem Abschlussbericht der "Regensburger Domspatzen" gemeldet, und - was vielleicht noch wichtiger wäre - zu den aktuellen Vorwürfen in Ihrem eigenen Bistum Stellung bezogen.

Sich ausgerechnet jetzt mit dem Hildesheimer Gutachten zu brüsten und so zu tun, als sei dieses Gutachten auf Initiative der Katholische Kirche zurückzuführen ist ein weiteres Täuschungsmanöver.

Mit Verlaub, Herr Bischof, aber manchmal frage ich mich ernsthaft, inwiefern sich Ihre Strategie von der eines Täters unterscheidet!



Mit freundlichen Grüßen,

Claudia Adams


Bistum Hildesheim: "Naivität, Verantwortungslosigkeit, unklare Kommunikation"

Das Bistum Hildesheim und der Jesuitenorden haben über lange Zeit wissentlich in Kauf genommen, dass Minderjährige durch den pensionierten Priester Peter R. gefährdet wurden. Zu diesem Ergebnis kommt das Münchner Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP), das vom Bistum mit der Untersuchung beauftragt wurde und nun ein Gutachten vorgelegt hat.

Die Gutachter wiesen anlässlich der untersuchten Fälle auch auf grundsätzliche Probleme und Unzulänglichkeiten der katholischen Kirche im Umgang mit sexualisierter Gewalt hin.

Die Analyse des Falles Peter R. (im Gutachten "Anton P." genannt), der von 1982 bis 2003 im Bistum Hildesheim wirkte, "bringt gravierende Versäumnisse sowohl der Verantwortlichen des Bistums als auch des Jesuitenordens zutage", so die Gutachter. Demnach lassen sich insgesamt elf Fälle sexualisierter Gewalt nachweisen, die sich Peter R. während seiner Zeit in Hildesheim zuschulden kommen ließ. Mindestens sechs davon seien den Bistumsverantwortlichen bereits damals schon bekannt geworden.

Auch der Fall des jungen Mädchens wurde als "möglicher Fall einer Kindeswohlgefährdung nicht erkannt". Es sei nichts unternommen worden, um das Mädchen vor Kontaktaufnahmen durch Peter R. zu schützen. Und das, obwohl dem Bistum zu dieser Zeit alle Vorwürfe - sowohl im Bistum als auch im Berliner Canisiuskolleg - bekannt gewesen seien.

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Bistum Hildesheim: Pressekonferenz vom 16. Oktober 2017

Bistum Hildesheim: Schwerwiegende Versäumnisse - und Anlässe zum Nachdenken

Das Bistum Hildesheim hat heute den Bericht zu mehreren mutmaßlichen Missbrauchsfällen veröffentlicht, den das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) aus München im Auftrag der Diözese erstellt hat. Das Gutachten benennt vor allem im Umgang mit verschiedenen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs gegen den pensionierten Priester Peter R. deutliche Versäumnisse des Bistums.



Mittwoch, 11. Oktober 2017

Erzbistum Köln: 50.000 Euro Schweigegeld für Missbrauchsopfer in Rheinbach

Am Rheinbacher Konvikt des Pallottiner-Ordens gab es Anfang der 1960er Jahre mindestens drei Fälle des sexuellen Missbrauch. Ein Täter soll sein Opfer mit 50.000 Euro abgefunden haben.

Konkret habe es im Jahr 2009, noch vor dem öffentlichen Bekanntwerden der Fälle, eine notarielle Vereinbarung zwischen dem mit dem Vorgang beauftragten Pallottiner-Pater Norbert Possmann und dem Opfer gegeben, die einerseits die Zahlung von 50 000 Euro vorsieht und andererseits im Gegenzug „Stillschweigen über die Sachverhalte des Vergleichs“ verlangt.

„Das hat der Betroffene als Schweigegeld verstanden“, sagt Becker. Das Opfer ist inzwischen verstorben und kann selbst nichts mehr dazu sagen. Allerdings bestätigte auch dessen Bruder dem General-Anzeiger, dass die Zahlung mit einem dauerhaften Schweigen über die gesamten Vorgänge assoziiert wurde. Pallottiner Norbert Possmann bestätigte jetzt den Sachverhalt, will die Zahlung aber anders verstanden wissen. „Es ist nicht üblich und war auch damals nicht üblich, Geld zu zahlen und damit verbunden Stillschweigen zu vereinbaren“, so Possmann. Dies sei nur in diesem einen Fall geschehen, man habe sich auf Anraten des Anwaltes auf diesen Passus geeinigt.


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Erzbistum Köln: Missbrauchsskandal in Bad Münstereifel - Erzbistum Köln zieht beschuldigten Priester ab

Knapp einen Monat nach der Vorstellung des Abschlussberichtes über sexuellen Missbrauch und Misshandlungen am Collegium Josephinum in Bad Münstereifel hat das Erzbistum Köln auch den letzten beschuldigten Priester aus dem aktiven Dienst genommen. Dabei dürfte es sich um einen Geistlichen handeln, der 1982 nach sexuellen Übergriffen in Bad Münstereifel versetzt worden war und anschließend noch einmal die Stelle wechseln musste.

Dass unter Verdacht auf sexuellen Missbrauch stehende Priester mitunter noch viele Jahre seelsorgerisch tätig seien, liege allgemein daran, dass man zunächst den Hinweisen nachgehe. Falls diese konkret genug seien, seien personalrechtliche Konsequenzen möglich. Es müssten aber bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, teilte Heckeley mit.

Freitag, 6. Oktober 2017

Bistum Trier / Bistum Würzburg / Klosterneuburg: Tragen die Verantwortlichen des Bistums Trier Mitschuld an Missbrauchsfällen? - Das Bistum schweigt sich aus

Bistum Trier schweigt sich aus

Die Fragezeichen im Lebenslauf von X. tauchen nicht erst 1993 auf, sondern sechs Jahre früher im Bistum Trier. 1987 hat X. das Priesterseminar nach vier Semestern „auf eigenen Wunsch verlassen“, bestätigt das Bistum Trier auf Anfrage. Eine nähere Erläuterung, warum er dies tat, gibt Bistumssprecherin Judith Rupp nicht. Sie bestätigt auch nicht die Aussage des damaligen Regens, die dieser bereits vor Monaten gegenüber Johannes Heibel geäußert hat. Er sagte, dass X. aufgrund des Gesamteindrucks seiner Persönlichkeit für das Amt des Priesters nicht geeignet gewesen sei. 

Das Bistum Trier bestätigt, dass es tatsächlich eine Anfrage mit Datum vom 14. Januar 1987 gab. Was das Bistum Trier dem Stift Klosterneuburg jedoch geantwortet hat, darüber schweigt es sich trotz Nachfrage aus.

Falls die Antwort so ausfiel wie die Einschätzung des damaligen Regens, dann verwundert, warum das Stift Herrn X. aufgenommen hat. Wenn eine positive Beurteilung nach Österreich gegeben wurde, dann muss sich nun das Bistum Trier fragen, warum es das getan hat und ob es womöglich Mitschuld an den Missbrauchsfällen hat. Verwunderlich ist auch, dass es sich nicht spätestens bei der Primizfeier, zu der X. 1996 ins Bistum Trier zurückgekehrt ist, dazu geäußert hat.

Jedenfalls hätte X. aufgrund der jüngsten Rechercheergebnisse niemals eine geistliche Karriere anstreben sollen und dürfen.



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Montag, 2. Oktober 2017

Bistum Trier / Stift Klosterneuburg: Ein skandalöses Lehrstück von Vertuschung und falscher Fürsprache, welches im Bistum Trier begann

Eine Journalistin der deutschen Tageszeitung "Mainpost“ berichtet vor einigen Monaten, schon im Priesterseminar in Trier habe sich abgezeichnet, dass M. nicht für das geistliche Amt tauge. Der Mann habe das Seminar verlassen, um seinem Ausschluss zuvorzukommen.

"1993 missbrauchte ein Augustiner Chorherr im Stift Klosterneuburg einen minderjährigen Messdiener. Danach wurde er Priester und erneut zum Täter. Ein skandalöses Lehrstück von Vertuschung und falscher Fürsprache" - welches im Bistum Trier begann und seinen Lauf nahm.

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Samstag, 23. September 2017

Bistum Trier / Freisen : Das Bistum hat erneut versagt - ein Kommentar





Die kirchenrechtliche Voruntersuchung in der "causa Freisen" ist abgeschlossen.

Der Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen hat sich erhärtet. - In mehreren Fällen.

Das Bistum empfiehlt dem Vatikan, ein kirchenrechtliches Strafverfahren gegen den Pfarrer einzuleiten.


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Unglaublich schwere  Jahre liegen hinter den Betroffenen. 

Und ein unglaublich schweres Jahr hinter denjenigen, die den Betroffenen glaubten - und an sie glaubten.

Ein schweres Jahr liegt hinter uns, die wir für eine ernsthafte Aufklärung sexuellen Missbrauchs durch Angehörige der katholischen Kirche kämpfen. Ein schweres Jahr für alle, die gegen das System der Vertuschung kämpfen. - 

Selten war ein Fall so anspruchsvoll, waren die Zusammenhänge so ausufernd, waren so viele Personen bis in die höchste deutsche Kirchenhierarchie involviert. Selten wurden so viele Fragen aufgeworfen.

Diejenigen, die den Betroffenen glaubten, litten mit ihnen. - Tag für Tag.  Manche von ihnen aus eigener Erfahrung heraus. Aber nicht nur sie litten.  -  Es litten auch diejenigen, die sich hilfesuchend an ihren Bischof und Vorgesetzten wandten -  und bittere Erfahrungen machen mussten.

Die Emotionen, die während dieser Monate durchlebt wurden, werden erneut Narben hinterlassen.

Besonders die Emotionen, die durch die Worte der Verantwortlichen ausgelöst wurden.  Die Verantwortlichen, die uns keinen Glauben schenkten, die sich herausredeten, die sich nicht mehr erinnern wollten , die abstritten. Die Verantwortlichen und Beteiligten, die schlicht und einfach logen - ebenso wie die Verantwortlichen und Beteiligten, die wegsahen und schwiegen.   Diejenigen, die die Wahrheit sich selbst gegenüber,  vor ihrem Gott und  den Betroffenen gegenüber leugneten.

Darunter haben wir besonders gelitten. 

Wir standen  aber auch einer Institution gegenüber,  die bei uns Betroffenen dieselbe Ohnmacht hervorrief, die wir damals empfanden. Die Unfähigkeit, sich wehren zu können. - Ausgeliefert zu sein. Dieses Gefühl wurde uns immer und immer wieder - und mehr als deutlich - sowohl in Gesprächen als auch in Korrespondenzen mit dem Bistum Trier vermittelt. Besonders jedoch schmerzte das Verhalten des Bistums denjenigen gegenüber, die sich wiederholt in schriftlicher oder mündlicher Form vertrauensvoll an das Bistum wandten -  und offensichtlich nicht ernst genommen wurden.  

Dennoch wagten die, die noch Kraft besaßen, diesen schweren Weg zu gehen.  Die lähmende Ohnmacht zu überwinden. Den Kampf aufzunehmen. Nicht aufzugeben.  Und die Hoffnung nicht zu verlieren. - Selten erfuhr ich über einen so langen Zeitraum eine so gute, vertrauensvolle, und Mut machende Zusammenarbeit unter denjenigen, die sich entschlossen haben, diesen beschwerlichen und strapaziösen Weg auf sich zu nehmen. 

Es gilt an dieser Stelle denjenigen zu danken, die uns während dieser Zeit begleitet haben:

In erster Linie den Betroffenen, die ihr Schweigen brachen.

Weiterer besonderer Dank gilt den Priestern,  aber auch Geistlichen aus dem Generalvikariat,  die uns Hinweise gaben, bei der Aufklärung halfen, die ihr Schweigen brachen - uns Mut zusprachen und dabei selbst große Risiken eingingen.

Ein großer Dank an diejenigen, die sich in dieser Causa schriftlich  an Rom wandten. - Und an diejenigen, die sich vor Ort begaben.

Ich danke jedem Einzelnen, der uns half,  die „Causa Freisen“ nicht aufzugeben. 

Ebenso danke ich den Journalisten, die uns vertrauensvoll begleiteten  und von denen ich weiß, dass sie die "Causa Freisen" weiterverfolgen werden.   - Es werden noch etliche Fragen von den Verantwortlichen zu beantworten sein. Nach all dem Versagen der letzten Jahre in diesem Fall sind die Verantwortlichen  es den Betroffenen schuldig.

- Die zu Beginn des Missbrauchsskandals versprochene Transparenz, der "echte" Aufklärungswille, den Bischof Ackermann im Jahr 2010 versprach, lässt inzwischen -  sieben Jahre nach diesen Versprechen - auch den letzten Funken Hoffnung im Keim ersticken.  Bischof Ackermann zog und zieht bis heute ausschließlich dann Konsequenzen, nachdem die Medien veröffentlichen.   Auch über die Geschehnisse in der  "causa Freisen" war das Bistum seit Jahren informiert - und reagierte erst, als der Fall öffentlich wurde. 

Desgleichen wirft die "Causa Freisen" auch die Frage auf, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass ausgerechnet der Missbrauchsbeauftragte selbst einen Priester  aus seinem eigenen Bistum über Jahre hinweg schützt und verteidigt, der in den vergangenen Jahren acht (!) Mal bei der Staatsanwaltschaft angezeigt wurde. (Die Vorwürfe reichen von illegalem Waffenbesitz bis hin zum schweren sexuellen Missbrauch einer Grundschülerin. )

Die Vorgehensweise von Bischof Ackermann verdeutlicht in diesem langwierigen Fall aber auch erneut,  dass der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz noch nicht einmal in der Lage ist, die Fälle in seinem eigenen Bistum "aufzuklären". Dort, wo Vertrauen zu Bischof Ackermann als Vorgesetzten bestehen sollte. Allein schon seiner Biografie her wegen.  Doch dieses Vertrauen in den Vorgesetzten Bischof Ackermann scheint weiter zu bröckeln. - Auch im Generalvikariat selbst.

"Aufklärungswille zeigen"  hätte für Bischof Ackermann bedeutet:  Hinsehen und nicht wegsehen. Den Betroffenen Glauben schenken und sie nicht übergehen.  Hinweise ernst nehmen und nicht ignorieren. Dies hätte für Bischof Ackermann auch bedeutet, die Wahrheit nicht zu leugnen und sich selbst einzugestehen, dass das, was uns widerfuhr, keine Einzelfälle sind.  Es ist offensichtlich, dass von Seiten des Bischofs bis heute versucht wird, Aufklärung  um jeden Preis zu verhindern. Und das System fortzuführen, das über Jahrzehnte galt: Vertuschung.  

Die Frage, ob  überhaupt ein Wille erkenntlich ist, der eine ehrliche Aufklärung verspricht, mag jeder für sich selbst beantworten. - Schließlich hat zu dem Erkenntnisgewinn dieses Abschlussberichtes wohl jeder, dem Aufklärung am Herzen liegt, seinen Teil dazu beigetragen. - Aber gewiss nicht die Verantwortlichen im Bistum Trier. 

Das Mindeste und das, was jetzt unmittelbar erfolgen muss, ist eine Entschuldigung seitens des Bischofs. Und zwar all denjenigen gegenüber, denen der Bischof keinen Glauben schenkte. Denjenigen gegenüber, die direkt und indirekt unter der Vorgehensweise Ackermanns litten.  - Und das sind viele. - Angefangen bei den Betroffenen.


Claudia Adams

Sonntag, 17. September 2017

Bistum Trier: ehemaliger Trierer Priesterseminarist: Missbrauch von 1991 wurde jetzt öffentlich

Der Fall aus dem Jahr 1991 wurde bekannt, da der Geistliche erneut einen Buben missbraucht haben soll.

Der Geistliche soll sich im Jahr 1991 im Stift Klosterneuburg an einem minderjährigen Ministranten vergangen haben. Es wurde damals allerdings keine Anzeige erstattet. "Es sollte nur sichergestellt werden, dass Herr [...] aus dem Stift Klosterneuburg entfernt wird, was auch unmittelbar mit aller Konsequenz des Kirchenrechtes erfolgte."

Nach Missbrauchsfall zum Priester geweiht

„Das Stift hat den Chorherrn damals sofort suspendiert und ihn aufgefordert aus dem Orden auszutreten“, sagt Pressesprecher Walter Hanzmann gegenüber noe.ORF.at. Trotzdem wurde der Beschuldigte fünf Jahre später in Rumänien zum Priester geweiht.

Die Diözese in Rumänien habe sich nicht beim Stift über den Mann erkundigt, so der Sprecher, sonst hätte er nie zum Priester geweiht werden dürfen.

Nach seiner Weihe war der Beschuldigte in Basel und in Würzburg in Deutschland als Priester tätig. In Würzburg soll er sich dann erneut an einem Minderjährigen vergangen haben.

Vor dem Eintritt des Geistlichen in das Stift Klosterneuburg habe man sich über den Herren im Priesterseminar in Trier erkundigt. „Dort haben wir aber keine negative Auskunft erhalten, die eine Aufnahme in das Noviziat des Stiftes in Frage gestellt hätte." 


den vollständigen ARtikel auf "noe.orf.at" lesen



Eigene Recherchen ergaben jedoch, dass der damalige Personalverantwortliche im Bistum Trier bereits dem Seminaristen von einer Laufbahn als Priester abriet. Weitere Überprüfungen der biografischen Daten sowie vorliegender Schriftwechsel weisen eindeutig darauf hin, wie nachlässig die Kirche vor und nach den Missbräuchen mit den Tätern umgeht. - Auch heute noch. / ca


  • 1996 wurde der pädophil veranlagte Mann in Rumänien eilig zum Priester geweiht. Die Umstände der Zeremonie, die der Diözesanbischof von Oradea vornahm, verharren im Dunkeln. Laut profil brachte das Stift Klosterneuburg den Mann nach dem Übergriff noch mehrere Jahre lang in einer Wohnung in Wien-Döbling unter (!), die im Besitz des Stiftes steht. Bernhard Backovsky, der Novizenmeister war, als der Übergriff passierte, soll sich laut profil-Recherchen noch 1997 bei ehemaligen Augustiner Chorherren in Deutschland für den Pfarrer eingesetzt haben. Unklar ist, wer dem pädophil veranlagten Geistlichen zur Priesterweihe in Rumänien verholfen hat. Das Stift Klosterneuburg bestreitet jede Beteiligung im Hintergrund. Im Jahr 2000 bekam der Pfarrer im Bistum Würzburg eine kleine Gemeinde und vergriff sich hier erneut an einem Minderjährigen. (den vollständigen Artikel auf "profil.at" lesen)
  • Ungereimtheiten im Missbrauchsfall Klosterneuburg :Übergriffiger Pfarrer noch bis 1998 in Wiener Wohnung gemeldet. Profil berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über weitere Ungereimtheiten in der Missbrauchscausa des Stiftes Klosterneuburg. Laut Darstellung des Stiftes sei der Kontakt zum ehemalige Ordensbruder, der sich 1993 an einem minderjährigen Messdiener vergriffen hatte, im Jahr darauf – also 1994 – abgebrochen.  Laut Meldeamt war der Mann aber noch bis 1996 in Klosterneuburg gemeldet und anschließend in einer Wohnung in Wien-Döbling, die dem Stift gehört. Dort sei er bis 1998 gemeldet gewesen. (den vollständigen Artikel auf "profil.at" lesen)

Donnerstag, 14. September 2017

Bistum Köln: Jungen in katholischem Internat über Jahrzehnte gequält

In einem katholischen Internat in der Eifel haben kirchliche Mitarbeiter über Jahrzehnte Jungen gequält und missbraucht. Zu diesem Ergebnis kommt ein wissenschaftlicher Bericht im Auftrag des Erzbistums Köln, der am Vormittag vorgestellt wurde.


Demnach gab es am Collegium Josephinum in Bad Münstereifel bis in die Siebzigerjahre hinein Gewalt gegen Minderjährige in unterschiedlicher Form und ein "System des Machtmissbrauchs".

Es habe sexuellen Missbrauch, physische und psychischer Gewalt gegeben, heißt es zusammenfassend im Abschlussbericht. "Gewalt in allen drei Erscheinungsformen war keine Ausnahmenerscheinung in der Geschichte des Konvikts nach dem Krieg."

den vollständigen Artikel auf "spiegel.de" lesen

Mittwoch, 13. September 2017

Erzbistum Köln: Streit über Missbrauchsstudie - Veranstaltung am Knabenkonvikt nach Drohungen abgesagt

Schrille Misstöne überlagern die geplante Präsentation einer groß angelegten Studie über jahrzehntelangen Missbrauch von Schülern am erzbischöflichen Konvikt „Collegium Josephinum“ in Bad Münstereifel. Nach Drohanrufen sagten die Leiterinnen des vom Erzbistum Köln in Auftrag gegebenen Projekts, die Pädagogik-Professorin Claudia Bundschuh (Hochschule Niederrhein) und die Kölner Rechtsanwältin Bettina Janssen, eine Information für Betroffene zum Abschlussbericht ab.

Zur Begründung für die Absage erklärte Bundschuh dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, sie könne den Schutz und die Integrität der primär Betroffenen nicht garantieren. 

den vollständigen Artikel auf "ksta.de" lesen


  • Um zu verhindern, dass Betroffene und Gegner der vom Erzbistum in Auftrag gegebenen Studie aufeinander treffen, habe man sich für eine Absage der öffentlichen Info-Veranstaltung entschieden, sagte Heckeley.  ("rp-online.de")

Dienstag, 12. September 2017

Bistum Münster: Befunde auf Datenträgern weisen deutlich unangemessenes Verhalten des Priesters gegenüber Kindern und Jugendlichen nach - Bischof Genn: "Kirchenrechtliches Verfahren eingestellt, da keine nachweisbaren kirchenrechtlichen Straftatbestände vorliegen, die eine Weitergabe an die Glaubenskongregation in Rom nötig machen"

Nachdem die Staatsanwaltschaften Oldenburg und Hannover die Verfahren gegen einen 74-jährigen Lohner Priester wegen des Verdachtes des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Vorzeigen pornographischer Abbildungen bzw. wegen Verbreitung jugendpornographischer Schriften eingestellt haben, hat jetzt auch Bischof Dr. Felix Genn die kirchliche Voruntersuchung per Dekret eingestellt. 

Es lägen keine nachweisbaren kirchenrechtlichen Straftatbestände vor, die eine Weitergabe an die Glaubenskongregation in Rom nötig gemacht hätten, begründet der Bischof seinen Schritt. 

Gleichwohl sei ein deutlich unangemessenes Verhalten des Priesters gegenüber den betreffenden Kindern und Jugendlichen zu konstatieren, was die Befunde auf seinen Datenträgern nachweisen. 

den vollständigen Artikel auf "offizialat-vechta.de" lesen

Donnerstag, 17. August 2017

Bistum Hildesheim: Gutachten zu Missbrauchsvorwürfen gegen verstorbenen Hildesheimer Bischof Janssen und gegen pensionierten Priester R. liegt vor - Öffentlichkeit wird erst über Inhalt des Gutachten informiert, wenn der Verantwortliche in Bezug auf den Umgang des Bistums mit den Vorwürfen, Bischof Trelle, vermutlich nicht mehr im Amt ist

Ein Jahr nach der Erteilung des Auftrags liegt jetzt das Gutachten zu Missbrauchsfällen im Bistum Hildesheim vor. Das teilte die Diözese am Mittwoch mit. Die Ergebnisse will das Bistum allerdings erst im Oktober der Öffentlichkeit mitteilen. "Wir werden das Gutachten jetzt genau lesen und schauen, welche Schlüsse wir aus den Ergebnissen ziehen müssen", sagte Weihbischof Heinz-Günter Bongartz.

Das Bistum Hildesheim hatte das Münchener Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) im August 2016 beauftragt, die Missbrauchsvorwürfe gegen den früheren Bischof Heinrich Maria Janssen, der 1988 starb, sowie gegen den pensionierten Priester Peter R. zu prüfen. Auch sollte geklärt werden, ob es mögliche weitere Hinweise auf sexuelle Übergriffe durch die Geistlichen gibt.

Wenn die Öffentlichkeit im Oktober über die Erkenntnisse der Gutachter informiert wird, ist der heutige Bischof Norbert Trelle womöglich nicht mehr im Amt: Er wird im September 75 Jahre alt und reicht dann sein Rücktrittsgesuch beim Papst ein. Trelle ist der Verantwortliche in Bezug auf den Umgang des Bistums mit den Vorwürfen gegen Janssen und R ...

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Mittwoch, 2. August 2017

Bistum Magdeburg: Pfarrer wegen Besitzes kinderpornografischer Schriften verurteilt

Der ehemalige katholische Pfarrer von Braunsbreda ist wegen des Besitzes kinderpornografischer Schriften zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden. Der Strafbefehl des Amtsgerichtes Merseburg ist rechtskräftig. Letztlich verurteilt wurde der Angeklagte aufgrund des Besitzes von mindestens 30.000 Bilddateien und knapp 300 Videodateien mit Kinderpornografie. 

Die Vorwürfe gegen den damals 66-jährigen Geistlichen, der seit Herbst 2008 als Pfarrer in Braunsbedra arbeitete, waren im April 2016 bekanntgeworden. Die amerikanische Bundespolizei FBI ermittelte damals gegen den Betreiber einer einschlägigen Internetseite und war dabei auf Daten des Braunsbedraers gestoßen.

Das Bistum Magdeburg war zuvor schon krisenerprobt, musste es doch in der Vergangenheit bereits auf mehrere ähnliche Vorfälle reagieren.  Der Pressestelle des Bistums zufolge gab es in den 60 Jahren bis Mitte 2016 acht Fälle von nachgewiesener sexueller Gewalt von Geistlichen an Kindern und Jugendlichen oder Besitz kinderpornografischer Schriften. Sieben seien Priester gewesen, vier von ihnen seien bereits verstorben. – „Die Vorwürfe bedeuten ganz klar einen Imageschaden“, hatte Thomas Lazar von der Pressestelle des Bistums gleich zu Beginn der Ermittlungen gegenüber der MZ gesagt.

Mittwoch, 26. Juli 2017

aktualisierte
Reaktionen  auf den  Abschlussbericht 
der "Regensburger Domspatzen"
 finden Sie auf der Seite

Montag, 17. Juli 2017

Bistum Trier / AKO Bad Godesberg: Missbrauchsopfer des Aloisiuskollegs kämpft gegen Verjährung - mutmaßlicher "Täter Nr. 2" war bis 2006 im Bistum Trier tätig und soll sich bereits schon am Jesuitenkolleg in Büren sexueller Übergriffe schuldig gemacht haben



"(...) Der 2007 verstorbene zweite Jesuit war von 1952 bis 1955 Präfekt und von 1969 bis 1995 Lehrer am Ako. In der Zeit dazwischen soll er sich dem Zinsmeister-Aufklärungsbericht von 2011 zufolge „sexueller Übergriffe“ am Jesuitenkolleg Büren schuldig gemacht haben. Für seine Jahre am Ako verzeichnet der Bericht strafbare Körperverletzungen. (...) (Quelle: "general-anzeiger-bonn.de")                                   


 "(...) Er lebte wie auf der Überholspur des Lebens, sah die Arbeit und sprang hinein: sowohl von Koblenz aus, wo er zwei Jahre als Beichtseelsorger wirkte, wie seit 2001 von Trier aus, als er den deutschsprachigen Raum für die Gebetsmeinungen des hl. Vaters erschließen wollte (...)   Die Umsiedlung von Trier nach Köln im November 2006 hatte sein Bruder H.  übernommen (...)  (Quelle: "con-spiration.de", Nachruf, 2007) 

Quellen:
"volksfreund.de", "general-anzeiger-bonn.de", "con-spiration.de", "jesuiten.org" ("Zinsmeister-Bericht")


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Im Fall des Ex-Schülers des Aloisiuskollegs (Ako), der schwere Missbrauchsvorwürfe gegen zwei frühere Patres erhebt, hat die Bonner Staatsanwaltschaft frühere Angaben korrigiert: Der Betroffene habe sich seit November 2016 doch mehrfach an Strafverfolgungsbehörden gewandt, so Behördensprecher Sebastian Buß. Erst erstattete der Mann in seiner Heimatstadt Strafanzeige gegen die Jesuitenpatres, die ihn in den Jahren 1980 bis 1983 gemeinschaftlich missbraucht haben sollen. Einen dritten Pater zeigte er wegen gefährlicher Körperverletzung an.

Der Betroffene berichtet dem GA, er habe dem Ako Anfang 2010, als der Missbrauchsskandal ausbrach, die Taten schriftlich mitgeteilt, aber nie eine Antwort erhalten. Ako-Schulleiter Manfred Sieburg erklärt dazu, man wisse nichts davon, dass dieses Schreiben im Ako angekommen sei...



Sonntag, 16. Juli 2017

Bistum Trier / Solothurn: ehemaliger Trierer Priesterseminarist: "Als die Kirche in Erschwil ihre Unschuld verlor"

  • "Priester wegen sexuellem Missbrauch verurteilt – schon im Schwarzbubenland verhielt er sich komisch"
In der römisch-katholischen Kirchgemeinde Erschwil war Ende der 90er-Jahre ein Priester tätig, der später in Deutschland wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde. Doch bereits im Schwarzbubenland legte er ein merkwürdiges Verhalten an den Tag. Reinhard Hänggi betont, dass der Kirchgemeinderat damals über allfällige Belästigungen durch den aus dem Saarland stammenden Kaplan nachgeforscht habe. «Heute müsste man auf jeden Fall Ansprechpersonen für sexuelle Übergriffe über das ungewöhnliche Verhalten des Geistlichen informieren», sagt Hansruedi Huber, Kommunikationsverantwortlicher des Bistums Basel. Als sich Ende der 1990er-Jahre die Geschehnisse zutrugen, sei die Sensibilisierung für möglichen Missbrauch aber noch nicht so gross gewesen wie heutzutage. 

  • "Als die Kirche in Erschwil ihre Unschuld verlor"

In der römisch-katholischen Kirchgemeinde Erschwil war Ende der 90er-Jahre ein Priester tätig, der später in Deutschland wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde. Bereits im Schwarzbubenland legte er ein merkwürdiges Verhalten an den Tag.


  • "Verurteilter Missbrauchstäter arbeitete in Erschwil als Kaplan"
Laut einem Bericht der «Schweiz am Sonntag» (16. Juli) war ein Priester, der 2002 in Deutschland wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde, zuvor in der solothurnischen Pfarrei Erschwil als Kaplan tätig. Der damalige Kirchenratspräsident machte zwar seltsame Beobachtungen, aber nicht mehr. Auch wenn für den damaligen Kaplan von Erschwil für die Zeit in der Schweiz die Unschuldsvermutung gilt, gab es doch Anzeichen von unkorrektem Verhalten. So habe der Priester zugegeben, mit Ministranten von seinem Bett aus fern gesehen zu haben....

Donnerstag, 29. Juni 2017

Bistum Regensburg: Anklage gegen Ex-Pfarrer wegen schweren sexuellen Missbrauchs an Kindern

Die Staatsanwaltschaft Deggendorf hat heute gegen einen 53-jährigen Ex-Pfarrer Anklage erhoben. Ihm werden unter anderem mehrere Sexualdelikte vor allem an Kindern vorgeworfen.

Die Missbrauchstaten wurden im Raum Mainz, in Österreich, Italien, der Schweiz und Polen sowie im Landkreis Deggendorf begangen. Die Auslandstaten konnten schnell aufgeklärt werden. Einzelheiten zu den einzelnen Missbrauchstaten, die rechtlich in einer Vielzahl von Fällen als schwerer sexueller Missbrauch von Kindern zu qualifizieren sind, können aus Opferschutzgründen und mit Rücksicht auf das Persönlichkeitsrecht der zur Tatzeit minderjährigen Geschädigten nicht genannt werden, so die Staatsanwaltschaft.

Wohl vermindert schuldfähig

Der Angeschuldigte hat laut Staatsanwaltschaft nur einzelne, wenige Missbrauchstaten gestanden. Ein forensisch-psychiatrisches Sachverständigengutachten geht derzeit davon aus, dass der 53-Jährige wegen Triebanomalie bei Begehung der Missbrauchstaten vermindert schuldfähig war und von ihm eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht. Deshalb will die Staatsanwaltschaft seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragen.

Montag, 26. Juni 2017

Bistum Trier / Bad Godesberg (AKO): Nach Verjährung keine Ermittlungen nach Vergewaltigungsvorwürfen am Bonner Ako

Die Bonner Staatsanwaltschaft wird neue Vergewaltigungsvorwürfe am Bad Godesberger Aloisiuskolleg nicht verfolgen. Zum einen seien die mutmaßlichen Straftaten dreier Jesuitenpatres verjährt. Zum anderen habe der Geschädigte sich bewusst nicht den Strafverfolgungsbehörden gegenüber geäußert. Am Wochenende waren die neuen Vorwürfe gegen die katholische Einrichtung bekannt geworden.

Der mittlerweile 47-jährige betroffene Ex-Schüler hatte sich dem "Eckigen Tisch", einem Verein der Geschädigten des Aloisiuskollegs anvertraut. Er gab an, in den achtziger Jahren von zwei Jesuitenpatres vergewaltigt und von einem dritten schwer misshandelt worden zu sein. Nach Aussage der Staatsanwaltschaft handelt es sich dabei um Fälle, die bisher noch nicht aktenkundig geworden waren. 

den vollständigen Artikel auf "wdr.de" lesen


  • "Erneut schwerer Vorwurf gegen Aloisiuskolleg Bonner Schüler von Jesuiten vergewaltigt?" Erneut muss sich die Staatsanwaltschaft mit Missbrauchs-Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Bonner Aloisiuskolleg befassen. Wie der Eckige Tisch Bonn auf seiner Homepage mitteilt, hat sich ein ehemaliger Schüler gemeldet, der angibt, während seiner Schulzeit im Aloisiuskolleg zwischen 1980 und 1983 mehrfach Opfer schwerer sexueller Gewalt geworden zu sein. ("ksta.de")


sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche: Zweiter Aufarbeitungsversuch des sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester gerät ins Stocken




Die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester gerät ins Stocken. Es ist nicht das erste Problem des Projekts.

Eigentlich wollten die Forscher Ende 2017 die Ergebnisse vorlegen – nun wurde die Frist für die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche bis September 2018 verlängert. „Aufgrund des Umfangs und auch der Komplexität ist dieser Schritt notwendig.“, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom Montag.
Die katholische Kirche hatte sich mit dem Zugang zu den internen Akten, die über den sexuellen Missbrauch „durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige“ Aufschluss geben sollen, lange schwer getan. Ein erstes Forschungsprojekt mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer war gescheitert, weil dieser der Kirche vorwarf, seine Forschung zensieren und kontrollieren zu wollen.

den vollständigen Artikel auf "derwesten.de" lesen

Freitag, 23. Juni 2017

Bistum Trier / Bad Godesberg (AKO): "Neue Dimension der Vergehen"


Quelle: "www.aloisiuskolleg.de"


  • Neue Missbrauchsvorwürfe an Bonner Jesuitenschule: Erneute Vorwürfe am Aloisiuskolleg in Bonn: Ex-Schüler berichtet laut Agenturbericht von sexuellem Missbrauch zwischen 1980 und 1983 ("wdr.de")
  • Aloisiuskolleg Bad Godesberg: Ex-Patres am Aloisiuskolleg wird Vergewaltigung vorgeworfen ("general-anzeiger-bonn.de")


Bistum Trier / Bad Godesberg (AKO): neue Vorwürfe des schweren sexuellen Missbrauchs durch mehrere Jesuitenpatres

Berlin, 23.06.2017. Beim ECKIGEN TISCH BONN, dem Verein der Geschädigten des Aloisiuskollegs e.V. hat sich ein Betroffener (geboren 1970) gemeldet, der angibt während seiner Schulzeit im Aloisiuskolleg 1980-83 als Kind mehrfach Opfer schweren sexuellen Missbrauchs insb. durch zwei Jesuitenpatres (und gefährlicher Körperverletzung durch einen dritten Pater) geworden zu sein.

Bei den namentlich benannten Missbrauchstätern handelt es sich in der Darstellung zum einen um den ehemaligen Internats- und Schulleiter der wohl in Tatgemeinschaft mit einem anderen Jesuitenpater das Kind nackt fotografierte, bis zur Ohnmacht würgte und inklusive Penetration vergewaltigte habe. Der andere Jesuitenpater zum anderen, der Lehrer am Ako war, sei dabei zugegen gewesen und habe das Kind danach ebenso vergewaltigt.

den vollständigen Artikel auf "eckiger-tisch-bonn.de" lesen

Freitag, 16. Juni 2017

Bistum Trier: Verhalten von Bischof Ackermann und seinem Bistum löst bei Gläubigen Entsetzen und Unverständnis aus




"Sie dürfen versichert sein,

dass Herr Bischof und die Personalverantwortlichen des Bistums 
um ihre Verantwortung wissen und sie auch wahrnehmen." (!)

(Zitat aus dem Antwortschreiben des Bistums, Juni 2017)
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Viele Freisener Gläubige fordern mehr Rückendeckung für Pfarrer Hanno Schmitt, der seit den Missbrauchsvorwürfen gegen den ehemaligen Freisener Pfarrer öffentlich angefeindet wird und gar Drohbriefe erhält.

"Doch das Verhalten und das permanente Schweigen des Bistums zu all den Anfeindungen gegen Pastor Schmitt" löse bei vielen Gläubigen Entsetzen und Unverständnis aus. 

Die internen Ermittlungen gegen den ehemaligen Freisener Pfarrer wegen sexuellen Missbrauchs sind nach wie vor nicht abgeschlossen. Auf Nachfrage der Saarbrücker Zeitung heißt es aus der Pressestelle des Bistums Trier: "Die kirchenrechtliche Untersuchung läuft intensiv; wir gehen momentan davon aus, dass sie im Laufe des Sommers zum Abschluss gebracht werden kann."


Freitag, 9. Juni 2017

Bistum Trier / Bistum Würzburg: Diözese Würzburg sah bei Anstellung des ehemaligen Trierer Priesterseminaristen keinen Grund nachzufragen - Anzeige erfolgte erst nach Weitergabe privater Rechercheergebnisse an die Medien

Hätte die Diözese Würzburg schon 2000 bei Anstellung eines Priesters Verdacht schöpfen müssen und wäre so möglicherweise ein Missbrauch 2002 in einer kleinen Rhöngemeinde verhindert worden? Diese Fragen stellen sich viele, nachdem bekannt wurde, dass das Bistum den heutigen Ruhestandspriester wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt hat.

Das Bischöfliche Ordinariat Würzburg erfuhr erstmals in den vergangenen Wochen von dem möglichen Missbrauch Anfang der 1990er Jahre. Nach eigenen Recherchen und der Konfrontation des Priesters mit dem Vorwurf erstattete Generalvikar Thomas Keßler schließlich Anzeige.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Bistum Trier / Bistum Würzburg: Diözese zeigt Ruhestandspriester wegen sexuellen Missbrauchs an - Beschuldigter Priester stammt aus dem Bistum Trier und wurde bereits verurteilt


Das Bistum Würzburg hat einen 55-jährigen Ruhestandspriester bei der Staatsanwaltschaft wegen sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen angezeigt. Dieser Missbrauch soll Anfang der 1990er Jahre in Österreich passiert sein. Dort war der Priester damals Mitglied einer Ordensgemeinschaft.

Wegen Missbrauchs in den Ruhestand versetzt

Der 55-Jährige stammt nicht aus dem Bistum Würzburg und wurde 1996 in Rumänien zum Priester geweiht. Der Mann lebte in den 1990er Jahren in einer Ordensgemeinschaft in einem österreichischen Kloster. 2000 kam er in das Bistum Würzburg. Der Geistliche war bis 2002 als Pfarradministrator im Bistum Würzburg eingesetzt. Dort kam es 2002 zu sexuellem Missbrauch, den der Priester selbst anzeigte. Der Würzburger Bischof entband ihn daraufhin von seinen Aufgaben. Ein Amtsgericht verurteilte den Priester wegen dieses Tatgeschehens im Jahr 2002 unter anderem zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung. Außerdem entschied die römische Glaubenskongregation, dass der Priester nach Abschluss einer Therapie nicht wieder in der ordentlichen Seelsorge eingesetzt wird.

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"Der Anfang liegt im Erzbischöflichen Collegium Marianum in Neuss. Der damalige Direktor sagt, er habe über den Mann ein Gutachten für den Übergang zum Priesterseminar in Trier geschrieben. Es sei nicht gut ausgefallen. Recherchen Heibels zufolge hat dann Mitte der 1980er Jahre der Regens erklärt, dass der Mann aufgrund des Gesamteindrucks seiner Persönlichkeit für das Amt des Priesters nicht geeignet sei. Der so Abgeurteilte ging nach Österreich und wurde dort in einem großen Kloster aufgenommen. Er sei damit seiner Entlassung aus dem Priesterseminar zuvorgekommen, so der Trierer Regens, und: Das Kloster hätte sich nie bei ihm erkundigt, warum der Mann das Seminar vorzeitig verließ."

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Mittwoch, 17. Mai 2017

Bistum Hildesheim: Staatsanwaltschaft Hildesheim kritisiert scharf das Bistum

Transparenz wird zum Dilemma

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat das Vorpreschen des Bistums wegen eines möglichen Missbrauchfalls an der katholischen Marienschule am Mittwoch scharf kritisiert. Das Bistum hatte gestern unter anderem bekanntgegeben, dass neben den kirchlichen Ermittlungen auch ein Verfahren der Anklagebehörde gegen den unter Verdacht stehenden Lehrer eingeleitet worden sei. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft sei es nicht hilfreich für die Ermittlungen, wenn Betroffene und deren Umfeld Kenntnis von einer Strafanzeige hätten, bevor die Polizei zu Vernehmungen vorgeladen habe, sagte die Sprecherin der Hildesheimer Staatsanwaltschaft, Christina Pannek, NDR Kultur.

Doch die Diözese steckt nach der zögerlichen Informationspolitik bei früheren Missbrauchsvorwürfen offenbar in der Klemme. Offenbar wollte das Bistum unbedingt den Eindruck vermeiden, dass man aus früheren Fällen nichts gelernt habe ....

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Dienstag, 16. Mai 2017

Bistum Hildesheim: Prävention auf katholisch - Präventionsbeauftragte nach aktuellem Missbrauchsvorwurf: "Kein Anlass, die Strategie zu überdenken. Wir überprüfen uns sowieso ständig"






"Damit ein Kind nicht zu zehn Erwachsenen gehen muss, bis einer zuhört, sondern vielleicht nur zu drei."
„Wir schulen alle hauptamtlichen Mitarbeiter und alle Ehrenamtlichen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben“, erklärt deren Leiterin Jutta Menkhaus-Vollmer. Es gehe vor allem darum, aufzuklären, wo sexueller Missbrauch beginnt, und mehr Sensibilität für das Thema zu schaffen. „Damit ein Kind nicht zu zehn Erwachsenen gehen muss, bis einer zuhört, sondern vielleicht nur zu drei. (...) Auch gelte es, Mitarbeiter sensibler für Anzeichen eines sexuellen Missbrauchs zu machen – sowohl bei Tätern als auch bei Opfern – und sie zu ermuntern, anzusprechen, wenn jemand sich nicht korrekt verhält. Anlass, aufgrund des aktuellen Falles ihre Strategie zu überdenken, sieht sie nicht. „Wir überprüfen uns sowieso ständig.“





Bistum Hildesheim: Stellungnahme des Bistums zu erneutem Missbrauchsvorwurf



"Das Bistum Hildesheim hat gegen einen Lehrer der Hildesheimer Marienschule Strafanzeige gestellt, der sexuelle Übergriffigkeit gegenüber einer jugendlichen Schülerin zugegeben hat.
Der Pädagoge wurde vom Unterricht suspendiert und fristlos entlassen. Außerdem darf er die Schule nicht mehr betreten.
Die Eltern der Schülerin informierten die Schulleitung in der vergangenen Woche über den Missbrauch. Der zuständige Direktor der Hauptabteilung Bildung im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim, PD Dr. Jörg-Dieter Wächter, lud den Lehrer daraufhin unverzüglich vor. Im Gespräch mit Wächter gab der Mann zu, sexuell übergriffig geworden zu sein.
Das Bistum hat der Jugendlichen und ihren Eltern umfassend Hilfe angeboten. Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen wird die Diözese keine weiteren Angaben zu diesem sexuellen Missbrauch machen.
„Dass trotz intensiver Präventionsarbeit eine Jugendliche an der Marienschule Opfer eines sexuellen Missbrauchs geworden ist, schockiert und bestürzt mich“, sagt Bischof Norbert Trelle."

Quelle: "bistum-hildesheim.de" 

Bistum Hildesheim: erneut Missbrauchsvorwurf an katholischer Schule in Hildesheim

Missbrauch an katholischer Schule in Hildesheim?

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat Ermittlungen wegen eines möglichen Missbrauchsfalls an der katholischen Marienschule in Hildesheim aufgenommen. Es gebe einen Anfangsverdacht des sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft der "Hildesheimer Allgemeinen Zeitung". Demnach soll sich ein Lehrer an einer Schülerin vergangen haben.

Das Bistum hat den Pädagogen mittlerweile fristlos entlassen und mit einem Hausverbot für die Marienschule belegt. Außerdem wurde Strafanzeige erstattet. Der Mann soll bei einem Gespräch mit dem Bistum bereits eingeräumt haben, "sexuell übergriffig" geworden zu sein. Die Eltern hatten sich in der vergangenen Woche bei der Schulleitung gemeldet, nachdem ihre Tochter sich ihnen offenbart hatte. Bislang unbekannt ist, wie alt das Mädchen ist und ob es sich um einen oder mehrere Vorfälle gehandelt haben soll.

den vollständigen Artikel auf "ndr.de" lesen



Lehrer gesteht sexuellen Übergriff
Hildesheim (dpa/lni) - Nach einem mutmaßlichen sexuellen Übergriff an einer Schülerin hat das Bistum Hildesheim einen Lehrer eines katholischen Gymnasiums fristlos entlassen. Das teilte der Sprecher des Bistums, Volker Bauerfeld, am Dienstag mit. «Wir haben Strafanzeige gestellt. Er darf die Schule nicht mehr betreten.» Die Eltern hätten die Schule letzte Woche informiert. Der Mann habe gestanden. «Dass trotz intensiver Präventionsarbeit eine Jugendliche an der Marienschule Opfer eines sexuellen Missbrauchs geworden ist, schockiert und bestürzt mich», sagte Bischof Norbert Trelle. Zunächst hatte die «Hildesheimer Allgemeine Zeitung» berichtet.

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Dienstag, 9. Mai 2017

Bad Godesberg / AKO: nach mutmaßlich erneutem sexuellen Übergriff: "Die Katholische 'Self-Made-Aufarbeitung' ist gescheitert" - Mutmaßlicher Täter verfasste Präventionsleitfaden selbst mit

"... Augenscheinlich haben es der Schulträger, der Jesuitenorden und die Verantwortlichen am AKO, entgegen vollmundiger Bemühungen, wieder nicht vermocht Übergriffe auf Schutzbefohlene von diesen fernzuhalten. Ursachen hierfür sehen wir im Unvermögen/Unwillen, sich einer wirklichen, weltlichen und externen Überprüfung – auch des Ordens – zu unterwerfen und daraus die richtigen Schlüsse für eine sichere Schulumgebung zu ziehen und umzusetzen.
Katholische Self-Made-Aufarbeitung (u.E. ein Widersprich in sich) ist gescheitert. Im vorliegenden Fall hat, unseres Wissens nach, der mutmaßliche Täter den Präventionsleitfaden des AKO mitverfasst, für dessen schnelle Vorlage noch 2010 man sich dort gefeiert hatte
Eine Bigotterie besonderen Ausmaßes sehen wir in dem Umstand, dass, nach den uns vorliegenden Informationen, der beschuldigte Lehrer mehrere Tage vor dem Festakt zur Verabschiedung des Rektors am 27. April 2017 suspendiert wurde. Im Beisein des Bonner Oberbürgermeisters, des Kölner Weihbischofs, des Jesuiten Provinzials, des Paters Klaus Mertes (!) und weiterer ranghoher Jesuiten, Eltern, Lehrern, Schülern, Pressevertretern, etc. und Missbrauchsbetroffener wurde keinerlei öffentlicher Bezug auf den aktuellen Fall hergestellt bzw. dieser bekanntgegeben. Hingegen wurde bei dem Anlass, wie auf der Website des AKO (bis heute ohne Stellungnahme zum neusten Skandal) zu lesen ist: „Besonders seine Bemühungen um die Aufarbeitung des Missbrauchs im Aloisiuskolleg und seine Dialogbereitschaft mit den Betroffenen (…) hervorgehoben. (...)
          zur vollständigen Stellungnahme "Eckiger Tisch Bonn"  
  • Polizei bestätigt Anzeige gegen Lehrer /  Der Betroffenenverein Eckiger Tisch Bonn hat wegen des neuen mutmaßlichen Missbrauchsfalls am Aloisiuskolleg (Ako) in Bad Godesberg den Dialog mit der Schule abgebrochen. Er fordert nun Konsequenzen. ("general-anzeiger-bonn.de")
  • Stellungnahme des AKO: "Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen – und nur deshalb  – haben wir uns entschieden, zu den Hintergründen der Trennung vorerst Stillschweigen zu bewahren." direkt zur Stellungnahme des AKO
  • Erzbistum Köln / Bad Godesberg: sexuelle Übergriffe am AKO nehmen kein Ende - neuer Fall von Missbrauch an katholischer Jesuitenschule / Bad Godesberg: Am Aloisiuskolleg (Ako) in Bad Godesberg hat es Mitte April offenbar einen sexuellen Übergriff durch einen Mitarbeiter gegeben. Wie Dirk Schneemann, Pressesprecher der Bezirksregierung, auf GA-Anfrage bestätigte, habe das Kolleg der Schulaufsicht mitgeteilt, dass sich ein Lehrer einer solchen Tat schuldig gemacht habe. Die Frage, ob das Kolleg Strafanzeige gegen den Mann gestellt habe und weshalb, ließ Siebner unbeantwortet. Nach GA-Informationen soll Mitte April ein Lehrer einer Schülerin gegenüber übergriffig geworden sein. In einem Rundschreiben an die Eltern bittet das Ako zum Schutze der Persönlichkeitsrechte aller dringend um Diskretion. Das Ako ist seit 2010 mit der Aufarbeitung zahlreicher Missbrauchstaten aus Jahrzehnten zuvor beschäftigt. Der Betroffenenverein Eckiger Tisch Bonn erklärt zu dem neuen Tatvorwurf: "Wir fühlen mit den möglichen Opfern von sexueller Gewalt. Wir sind schockiert und fragen uns, wie gerade hier mutmaßlich weitere Menschen geschädigt werden konnten." ("general-anzeiger-bonn.de")

Donnerstag, 4. Mai 2017

Bistum Trier: Ackermann, Bätzing, Marx und der heikle Fall im Bistum Trier









von links nach rechts: Georg Bätzing, ehemaliger Generalvikar im Bistum Trier und heutiger Bischof von Limburg; Stephan Ackermann, "Missbrauchsbeauftragter" der DBK, seit 2009 Bischof von Trier,  und Reinhard Marx, von 2002 - 2009 Bischof von Trier, heute Kardinal von München-Freising, u.a. Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz / (ca)
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Missbrauch in der Kirche: Sein Pfarrer soll ihn missbraucht haben. - Aber er kann es nicht beweisen.
Wie soll die Kirche mit einem mutmaßlichen Täter umgehen, der mehrfach angezeigt, aber nie verurteilt wurde? Der heikle Fall im Bistum Trier.

Im Frühjahr 2006 kauft Michael W. eine Prepaidkarte, um den Priester Otmar M. telefonisch anzuzeigen. W. will unerkannt bleiben, er hat Angst. Was, wenn am Ende Aussage gegen Aussage steht? Wenn sich das Blatt wendet und der Pfarrer ihn wegen Rufmords anzeigt und er, das Opfer, als Täter dasteht? Michael W. wählt die Nummer der Pressestelle des Landeskriminalamtes in Saarbrücken. Am Telefon beschuldigt er Priester Otmar M., ihn seit 1998 mehrfach sexuell belästigt zu haben. Er erzählt seine ganze Geschichte, nennt Orte, Namen, kommt ins Reden – und verplappert sich. Sein Plan, anonym zu bleiben, geht schief. Die Frau am Telefon versichert ihm, die Zuständigen zu informieren. Die Staatsanwaltschaft leitet ein Ermittlungsverfahren gegen Pfarrer M. ein. Wenige Monate später wird das Verfahren wegen Verjährung eingestellt.

Sieben weitere Male ist Pfarrer M. seitdem bei der Staatsanwaltschaft angezeigt worden.  Die Vorwürfe reichen von illegalem Waffenbesitz bis zum schweren sexuellen Missbrauch einer Grundschülerin. Zu einer Anklage ist es nie gekommen. Alle Verfahren wurden inzwischen von der Staatsanwaltschaft Saarbrücken eingestellt – das letzte Anfang April 2017.

Marx hatte von den Ermittlungen gewusst. In einer Sitzung der Personalkommission des Bistums informierte ihn der damalige Missbrauchsbeauftragte des Bistums, Prälat Rainer Scherschel, mündlich über die Einstellung des Verfahrens. In welchem Umfang die Information damals erfolgte und ob der Bischof von der Aussage des Pfarrers gegenüber der Polizei wusste, ist nicht mehr nachzuvollziehen. In einer Stellungnahme des Bistums heißt es heute: "Es trifft zu, dass aufgrund dieser Unterrichtung der Bischof und der Generalvikar weitere Untersuchungen nicht für erforderlich hielten."

2013 war der damalige Trierer Generalvikar Georg Bätzing, der heute Bischof in Limburg ist, verantwortlich.

Das Bistum Trier, das momentan seine kircheninternen Ermittlungen abschließt, will den Fall gegenüber der ZEIT nicht kommentieren. Zu den seit Juli 2016 laufenden Ermittlungen sagt Otmar M.: "Davon weiß ich bisher nur aus dem Fernsehen." Zum fünften Mal wird er verdächtigt, ein Kind sexuell missbraucht zu haben. Alles frei erfunden, erklärt M. ...

Bistum Trier: Kardinal Marx sieht Versäumnis in Missbrauchsskandal „leider erst im Nachhinein“

Kardinal Marx, 
hier ein Archivbild aus Fulda vor einigen Jahren 
während der Bischofskonferenz in Fulda - (Bildquelle: osthessen-news.de)


Die Kirche, er selbst eingeschlossen, habe zu wenig wahrhaben wollen, was Priester jungen Menschen antun können. Das Verhalten der katholischen Kirche sei den leidvollen Situationen der Opfer nicht immer angemessen gewesen. „Für mich persönlich möchte ich ausdrücklich festhalten, dass ich heute und leider erst im Nachhinein erkenne, dass ich intensiver hätte nachfragen müssen“, sagte Marx.

Anlass der Äußerung ist laut „Zeit“ der Fall eines heute 32-jährigen Manns, der als Heranwachsender vom Priester seiner katholischen Gemeinde im Saarland mehrfach missbraucht wurde. Kardinal Marx war damals, im Jahr 2006, Trierer Bischof und damit auch zuständig für das Saarland.

Zur Verurteilung des Priesters kam es nicht. Die Vorwürfe waren bereits verjährt, als das mutmaßliche Opfer den Geistlichen anzeigte. Nach Aussagen des Opfers nahm das Bistum damals keinen Kontakt zu ihm auf. Sieben weitere Male war der Priester angezeigt worden. Alle Verfahren wurden eingestellt. 

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